Saab hat Löhne angewiesen!

TTela berichtet hier, dass bei Saab die esten Gelder aus den Finanzierungsgeschäften eingegangen sind. Saab Sprecherin Gunilla Gustavs bestätigte TTela, dass Saab sofort nach dem heutigen Geldeingang der 13 Mio. Euro Fahrzeug-Bestellung einer unbekannten chinesischen Firma die Löhne der Saab-Mitarbeiter überwiesen hat.

Bereits heute am Mittwoch haben einige Mitarbeiter ihre Gehälter für Juni erhalten, sagte Anette Hellgren, Vorsitzende der Gewerkschaft Unionen bei Saab. „Nun muss das Unternehmen mit den Zulieferern diskutieren und mit der Produktion loslegen. Das ist es, was wir wollen.“

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Saab erhält weiteren Kredit

Soeben gibt Saab bekannt, dass die Saab-Mutter Swedish Automobile N.V. (SWAN) eine Wandelanleihe in Höhe von 25 Mio. Euro von Gemini Investment Fund Limited (Gemini) erhält.

Die Wandelanleihe wird mit 10% p.a. verzinst und kann nach 6 Monaten zum Preis von 1,38 Euro je Anteil in Geschäftsanteile an SWAN umgewandelt werden. SWAN kann jederzeit diese Anteile zurückkaufen und wird dies tun, sobald Pang Da und Youngman Anteilseigner von Saab werden. Dies verhindert eine Verwässerung der von den chinesischen Firmen geplanten Anteilserwerbe.

Damit hat Saab insgesamt 66 Mio. Euro kurzfristige Finanzierung gesichert und will diese Gelder dazu verwenden, sich mit den Zulieferfirmen zu einigen und innerhalb von zwei Wochen wieder mit der Produktion zu beginnen.

Hier die Saab PM.

Zwischenzeitlich bestätigte Saab-Sprecher Eric Geers, dass Saab weiterverhandelt, um noch zusätzliche kurzfristige Finanzspritzen zu erhalten.

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Neues zu Saab – 29.06.2011

  • Die Kritik an der schwedischen Regierung wächst. TTela meldet hier, das Stefan Löfven, der Vorsitzende der Gewerkschaft IF Metall, das Saab-Werk in Trollhättan besucht hat. Dabei hat er auch Victor Muller getroffen. Löfven kritisierte seht stark und deutlich das Verhalten der schwedischen Regierung. Er verlangte von der schwedischen Regierung, dass sie gegenüber der EIB die Position der Zustimmung zu Wladimir Antonow einnimmt. „Wir haben der schwedischen Regierung die Frage gestellt, was gegen Wladimir Antonow spricht. Wir haben bisher keine Antwort erhalten.“ Löfven geht auch davon aus, dass GM schon vor Wochen dem Einstieg Antonows zugestimmt hat.
    Håkan Skött, IF Metall-Vorsitzender bei Saab, lud Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt ein, das Saab-Werk in Trollhättan zu besuchen, mit den Mitarbeitern zu sprechen und sich persönlich über die aktuelle Situation zu informieren.
  • Tatsächlich scheint es äußerst notwendig, dass Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt sich über die aktuelle Lage bei Saab informiert. Auf Nachfrage der TTela zur Zustimmung zu Antonow, meinte Reinfeldt, dass man zunächst eine gründliche Untersuchung durchführen muss. Ihm scheint beim Gespräch mit der TTela entgangen zu sein, dass die Reichsschuldenverwaltung bereits vor 8 Wochen eine gründliche Untersuchung durchgeführt hat und keine Gründe gegen Antonow als Investor bei Saab gefunden hat.
    Auch Antonow-Sprecher Lars Carlström bezieht sich in der TTela auf diesen „Knaller“.

Update 8.30 Uhr:

„GM akzeptiert Antonow.“ Weiterlesen

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Saab verkauft Fabrikgelände an Hemfosa

Nachdem lange verhandelt wurde, gibt es heute eine weitere positive Nachricht für Saab. Saab konnte 50,1% der Anteile an der Tochtergesellschaft Saab Property an den Immobilieninvestor Hemfosa Real Estate verkaufen. Hemfosa bezahlt dafür an Saab 28 Mio. Euro. Zusätzlich verzichtet Hemfosa auf die erste Jahresmiete, was den etwas niedrigeren Kaufpreis erklärt.

Hemfosa hat weiterhin die Möglichkeit, innerhalb von 30 Tagen nochmals für 5 Mio. Euro Anteile an Saab Property zu erwerben. Der Vertrag läuft über 15 Jahre und benötigt noch die Zustimmung der schwedischen Reichsschuldenverwaltung, der schwedischen Regierung und der EIB. Angeblich haben aber schon Regierung und EIB ihre Zustimmung signalisiert. Das EIB-Darlehen würde sich dann auf einen Auszahlungsbetrag von 280 Mio. Euro verringern. Davon hat Saab bisher ca. 217 Mio. Euro in Anspruch genommen. Dadurch würde auch die Bürgschaft der schwedischen Regierung verringert und die Reichsschuldenverwaltung könnte Saab Property, das bisher zur Absicherung der Bürgschaft dient, teilweise freigeben.

Saab verhandelt weiterhin mit verschiedenen Parteien, um noch eine weitere finanzielle Absicherung zu erreichen. Dazu gibt es jedoch noch keine weiteren Informationen

Hier der Text der Saab-Pressemitteilung.

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Steht die kurzfristige Finanzierung?

Es gibt wieder Lichtblicke am Saab-Himmel. Nachdem das Wochenende über keine echten Neuigkeiten bekannt wurden ist heute morgen die schwedische Presse voll von Berichten. Victor Muller konnte nochmals ein Ass aus dem Ärmel zaubern und hat laut den Presseberichten einen weiteren Großauftrag aus China gegen Vorkasse an Land gezogen.

Saab soll noch diese Woche 13 Mio. Euro für 582 bestellte Fahrzeuge erhalten. Nicht bekannt ist bisher, wer der Auftraggeber ist. Wahrscheinlich ist aber der Saab-Kooperationspartner und chinesische Autogroßhändler Pang Da. Interessant ist, dass die chinesischen Partner offenbar großes Vertrauen in Saab setzen. Zunächst gab es am Wochenende die Aussage von Youngman, dass die finanziellen Probleme von Saab nicht „fundamental“ seien und man weiterhin zusammenarbeiten werde. Und jetzt werden nochmals trotz der angespannten Lage 13 Mio. Euro Vorkasse geleistet.

Klar ist jedoch, dass diese 13 Mio. Euro nicht ausreichen werden, um die Produktion wieder zu starten. Weiterlesen

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Neues zu Saab – 27.06.2011

  • BMW geht weiter von einer Erfüllung des Vertrags mit Saab aus. Dies bekräftigte ein BMW-Sprecher gegenüber dem Magazin Focus. BMW wird für den 9-3III ab 2012 insgesamt 200.000 1,6 Liter Turbomotoren liefern.
  • Kristina Geers verlässt den Saab-Aufsichtsrat, berichtet GP hier. Gleichzeitig haben auch die beiden Gewerkschaftsmitglieder des Aufsichtsrats, Håkan Skött und Anette Hellgren, laut TTela hier das Gremium verlassen. Damit ist nur noch Victor Muller alleine im Saab-Aufsichtsrat vertreten, was rechtlich seit einer Satzungsänderung möglich ist. Kristina Geers war bisher Mitglied des Aufsichtsrats und als Unternehmensjuristin auch Mitglied des Saab-Vorstandes, was unter Umständen zu rechtlichen Problemen führen kann. Nachfolger von Geers im Aufsichtsrat könnte Robert Schuijt werden, bisher Direktor bei Swedish Automobile (vormals Spyker).
  • Die Gewerkschaften könnten Saab in die Insolvenz schicken, meldet TTela hier. Da ein staatlicher Lohnersatz erst gezahlt wird, wenn ein Unternehmen sich im Insolvenzverfahren befindet, ist es möglich, dass die Gewerkschaften aufgrund des nicht gezahlten Lohns recht schnell einen solchen Antrag stellen. Heute wollen die Gewerkschaften eine Info-Veranstaltung für ihre Mitglieder bei Saab durchführen.
  • Der heutige Tag wird wohl ein entscheidender Tag für Saab. Gleichzeitig betonen aber Håkan Skött und weitere „TTela-Quellen“ bei Saab laut TTela hier, dass die Finanzierung wohl klappen wird. Angeblich wird Saab jetzt nur die Hälfte des Werksgeländes für ca. 300 Mio. SKr an den Investor Hemfosa verkaufen.

Update 8.30 Uhr:

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Das neue Mini Coupe

BMW hat jetzt erste ungetarnte Fotos des neuen Mini Coupes veröffentlicht. Laut BMW sorgt Mini einmal mehr mit unverwechselbarem Design, einem konsequenten Zweisitzer-Konzept und unübertroffenem Gokart-Feeling für faszinierende Vielfalt im Kleinwagensegment.

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Ich habs getan: Saab Aktienkauf!

Natürlich gibt es keine Saab-Aktien zu kaufen. Allerdings kann man im freien Handel Aktien der Saab-Mutter Swedisch Automobile N.V. erwerben. Und genau dies habe ich getan; heute früh habe ich den Orderauftrag plaziert. Es soll eine minimale Unterstützung in der aktuell rauen See für Saab sein. Weiterlesen

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Neues zu Saab – 24.06.2011

Nach den gestrigen schlechten Nachrichten sollte jetzt zunächst mal wieder etwas Ruhe einkehren. Saab versucht, Lösungen zu finden. Ob dies geschafft werden kann, steht noch in den Sternen.

Ich bin der Meinung, dass man Nachrufe auf Saab erst bringen sollte, wenn es wirklich vorbei ist. Doch selbst eine Insolvenz muss nicht zwangsläufig das Ende bedeuten. Saab hat einiges zu bieten: Eine der effizientesten Fabriken weltweit, ein tolles Entwicklungsteam, tolle und moderne Produkte und viele neue Entwicklungen in der Pipeline (9-3III, Saab eXWD Hybridantrieb, PhoeniX-Plattform, Saab IQon). Insofern sollten sich einige, die jetzt auf Kosten der Saab-Mitarbeiter und mehrerer 100.000 Kunden frohlocken, dass sie vielleicht mit ihren Untergangsvisionen recht hatten, nicht zu früh freuen…

So jetzt zu den aktuellen Nachrichten:

Laut TTela hier ist das Immobiliengeschäft mit Hemfosa „im Prinzip“ abgeschlossen. Es müssten nur noch einige rechtliche Formalitäten übers Wochenende geklärt werden. Hemfosa will ca. 33 Mio. Euro für die Saab-Fabrik bezahlen. Dies würde mehr als die aktuellen Lohnrückstände decken und die Insolvenz abwenden. Allerdings ist fraglich, ob diese Summe für die Wiederaufnahme der Produktion ausreicht. Hemfosa will angeblich Anfang nächster Woche den Betrag an Saab überweisen.

Update 12.00 Uhr: Weiterlesen

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Victor Muller in den USA – Lösung für Saab in Sicht?

Wie bereits bekannt wurde, befindet sich Victor Muller in den USA, um eine Lösung der finanziellen Situation von Saab zu finden. Mit welchen Geschäftspartnern Muller gerade verhandelt, ist noch nicht bekannt geworden.

Allerdings gibt es jetzt erste Gerüchte, woher Muller nochmals finanzielle Mittel für Saab auftreiben kann. Swedish Automobile, die Muttergesellschaft von Saab, hat mit der US-amerikanischen Gesellschaft GEM Global Yield Fund Limited eine Vereinbarung, dass Saab bis zu 150 Mio. Euro an liquiden Mitteln abrufen kann. Zur Zeit sind wohl noch ca. 80% dieser Mittel von Saab nicht abgerufen worden. Muller könnte also nochmals 120 Mio. Euro von GEM erhalten.

Spyker-Pressemitteilung vom 16.05.2011.

 

 

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Kommentar zur aktuellen Lage bei Saab

Die Lage bei Saab ist ernst. Die Löhne konnten heute nicht bezahlt werden und neue Informationen zum sale-and-lease-back-Geschäft mit der Immobilienfirma Hemfosa liegen noch nicht vor. Wie wird es weitergehen? Wird Saab zum zweiten Mal seit 2009 ein Rekonstruierungsverfahren durchlaufen?

Traurig an der ganzen Geschichte ist, dass Saab gerade eigentlich wieder auf dem aufsteigenden Ast war und bis Ende März eine positive Entwicklung verlaufen war:

  • Die Verkaufszahlen entwickelten sich positiv;
  • Der Saab 9-5II Sportkombi und der Saab 9-4X standen in den Startlöchern;
  • Der 9-3 Griffin mit den extrem verbrauchsarmen TTiD-Motoren war vorgestellt worden;
  • Erste Hinweise auf den Saab 9-3III wurden veröffentlicht (PhoeniX, Saab IQon).
  • Es stehen seit einigen Monaten mehrere Investoren bereit (vier sind bekannt), die ca. 500 Mio. Euro in Saab investieren wollen Saab ist also sehr interessant für Investoren.

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Saab kann wohl Löhne nicht bezahlen

Saab hat soeben folgende Pressemitteilung bekannt gegeben:

„Trollhättan, Sweden: Swedish Automobile N.V. (Swedish Automobile, formerly Spyker Cars N.V.) announces that Saab Automobile AB (Saab Automobile) will be unable to pay the wages to employees as it has not yet obtained the necessary short-term funding. Swedish Automobile and Saab Automobile are in discussions with various parties to obtain short-term funding, including via the sale and lease-back of the real estate of Saab that was announced previously, and with their financiers in connection with current financing arrangements. These discussions are ongoing. There can however be no assurance that these discussions will be successful or that the necessary funding will be obtained.

Saab Automobile has ongoing negotiations with suppliers in reaching agreement on the terms of payments in order to resume an orderly inflow of parts and components.

Swedish Automobile will update the market of any new developments.“

Zwischezeitlich hat auch die schwedische Presse die Nachricht mitbekommen und meldet es als „Extra“-Nachricht (TTela hier, DI hier, GP hier).

Update 9.30 Uhr:

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Neues zu Saab – 23.06.2011

  • Bisher gibt es noch keine Infos, ob das Saab-Angebot von den Zulieferfirmen angenommen wird (vgl. TTela hier). Einige Firmen, z.B. Kongsberg Automotive, verhandeln trotz des Angebots weiterhin mit Saab, um wohl im Einzelfall eine bessere Einigung mit Saab zu erzielen.
    Zusätzlich wird Saab auch diesen Monat ca. 10 Mio. Euro an Löhnen und Sozialabgaben zahlen müssen. Diese Zahlungen hat Saab bisher pünktlich geleistet. Laut TTela gibt es keine Anzeichen, dass es diesen Monat anders sein wird (hier irrte TTela!!!).
    Trotz stillstehender Produktion kann Saab ca. 5-6 Mio. Euro Einnahmen monatlich erzielen, größtenteils aus den Gewinnen der Tochter Saab Parts.
  • Die schwedische Wirtschaftsministerin Maud Olofsson hat sich bei einer Umfrage des schwedischen TV-Senders Comedy Central den Titel als langweiligste Politikerin gesichert. Zum lustigsten Politiker wurde der Außenminister Carl Bildt gewählt.
  • Wladimir Antonow hat sich gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters hier geäußert. Antonow möchte weiterhin 30% der Saab-Anteile erwerben. Dies könne durch den Kauf alter Anteile oder durch die Ausgabe neuer Anteile geschehen. Antonow wartet weiterhin auf die Zustimmung der EIB.

 

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Neues zu Saab – 21.06.2011

  • DI berichtet hier, dass Saab die Produktion erst in zwei Wochen, d.h. am 4. Juli wieder aufnehmen wird. Nach Aussage der Saab-Sprecherin Gunilla Gustavs wurde diese Information heute an die Beschäftigten weitergegeben. Dafür werden die Werksferien von vier auf zwei Wochen verkürzt und auf die ersten beiden Augustwochen verschoben.
  • Die TTela berichtet hier ergänzend, dass das Immobiliengeschäft mit Hemfosa noch nicht abgeschlossen ist. Saab benötige die zwei Wochen Produktionsstopp, um alle Verhandlungen abzuschließen und alle notwendigen Zulieferteile geliefert zu bekommen.

Update 16.30 Uhr:

  • Laut DI hier, hat Saab seinen Zulieferfirmen einen Zahlungsplan vorgeschlagen. Saab bietet dabei an, zunächst 10% der Rückstände zu begleichen. Gleichzeitig sollen bis September alle aktuellen Lieferung sofort bei Lieferung bezahlt werden. Im September soll dann der Restbetrag der Rückstände inklusive 6% Verzinsung p.a. bezahlt werden. Dann sollen die Zulieferer Saab wieder auf Ziel beliefern.
    DI vermutet, dass Saab aktuell insgesamt ca. 54 bis 63 Mio. Euro Schulden bei den Zulieferfirmen hat.
    Der Präsident der Zulieferervereinigung FKG, Svenåke Berglie, sagte gegenüber der SvD, dass es keine Alternative zum Saab-Vorschlag gibt. „Die Alternative wäre, nein zu sagen, mit der möglichen Folge, dass Saab in Konkurs geht. Dann erhalten die Zulieferfirmen garantiert kein Geld. Wenn man den Vorschlag akzeptiert, erhalten die Zulieferfirmen wenigstens etwas Geld.“
    „Wenn Saab die Produktion starten kann, dann gibt es noch eine Möglichkeit für die Zukunft. Eine Insolvenz führt nirgendwo hin“, sagte Marcus Nyman, Chef des Zulieferers IAC Group Sweden.
  • Die finanziellen Schwierigkeiten von Saab stellen jetzt auch einige Subunternehmer vor ernsthafte Probleme, berichtet TTela hier. Das technische Beratungsunternehmen i3tex musste heute vor dem Göteburger Amtsgericht Insolvenz anmelden. Schuld daran sei unter anderem auch die fehlende Zahlung von ca. 1,1 Mio. Euro. i3tex beschäftigt ca. 250 Mitarbeiter an mehreren schwedischen Standorten. 20 Mitarbeiter arbeiten davon für Saab.

 

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Hemfosa will Saab-Fabrik kaufen

Di DI berichtet hier, dass der schwedische Immobilieninvestor Hemfosa Real Estate die Saab-Fabrik in Trollhättan kaufen will.

Hemfosa steigt damit in das Geschäft zur kurzfristigen Finanzierung von Saab ein. Dabei soll die Saab-Fabrik an einen Investor verkauft werden und anschließend an Saab vermietet werden. Beabsichtig war zunächst, dieses sale-and-lease-back-Geschäft mit dem russischen Investor Wladimir Antonow abzuschließen. Nachdem die EIB, deren Zustimmung notwendig ist, sich wochenlang nicht gerührt hat und damit Saab in zusätzliche Bedrängnis gebracht hat, hat Antonow jetzt Hemfosa Platz gemacht.

Als Kaufpreis für das Saab-Werk werden „über 290“ Mio. SKr gennant, was ca. 32 Mio. Euro entspricht. Die Vehandlungen sollen bereits am Freitag abgeschlossen worden sein. Eine von Victor Muller mit den Zulieferfirmen anberaumte Telefonkonferenz wurde jedoch von Freitag auf heute verschoben.

Derweil sind heute die Mitarbeiter wieder in die Fabrik zurückgekehrt. Unklar ist jedoch weiterhin, wann die Produktion wieder aufgenommen werden kann.

Update 16.30 Uhr:

SvD berichtet hier, dass Antonow bereit gewesen wäre, bis zu 900 Mio. SKr, umgerechnet ca. 98 Mio. Euro,  für das Fabrikgelände zu bezahlen. Die schwedische Regierung habe zugestimmt, schlussendlich sei das Geschäft mit Antonow aber an den Bedingungen der EIB gescheitert, die plötzlich durch nicht erfüllbare Bedingungen wohl Antonow verhindern wollte. Hemfosa benötige nicht die Zustimmung der EIB, sei aber aufgrund der jetzt schlechteren Situation in einer besseren Verhandlungsposition gegenüber Saab.

Dies bedeutet, dass die EIB dem Geschäft schon längst grundsätzlich zugestimmt hat und lediglich die Person Antonow unerwünscht ist, obwohl er zwischenzeitlich die Zustimmung der schwedischen Regierung hat. Man kann sich ausmalen, welchen Schaden die EIB mit dieser nicht nachvollziehbaren Entscheidung Saab zugefügt hat!

 

 

 

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Neues zu Saab – 18.06.2011

  • Harte Monate für Saab, berichtet TTela hier. Kjell Nilsson, Chef des Zulieferers Semcon, glaubt, dass bis zu einem erfolgreichen Einstieg der chinesischen Partner in zwei bis drei Monaten Saab noch eine harte Zeit bevorsteht. „Ich glaube, wir werden am Montag mehr über die Immobilientransaktion des Saabwerks wissen und dann könnte die Produktion nach dem Mittsommerfest (29. Juni) wieder aufgenommen werden“, sagte Nilsson. Ein Untergang von Saab würde nach Ansicht Nilssons viele weitere wirtschaftliche Probleme verursachen. Viele Zulieferer könnten nach einem Ende von Saab nicht einfach Volvo beliefern, sondern würden selber untergehen. Damit würde auch Volvo Probleme bekommen.
    Dies wurde jedoch bereits von Volvo Chef Stefan Jacoby in der SvD hier dementiert.
  • Die schwedische Wirtschaftsministerin Maud Olofsson hat gestern ihren Rücktritt als Parteivorsitzende der Zentrumspartei (Centerpartiet) erklärt. Unklar ist, ob sie Wirtschaftsministerin bleiben wird. Olofsson war seit 2001 die Parteichefin der Zentrumspartei. Die Zentrumspartei will laut Parteiprogramm vor allem kleine und mittelständische Unternehmen vertreten, was mich aufgrund des Verhaltens von Olofsson gegenüber Saab doch sehr stark überrascht. Olofsson war zuletzt für eine zu passive Parteiführung kritisiert worden. Böse Zungen behaupten allerdings, dass der Rücktritt die Folge des schlechten Managements der Saab-EIB-Affäre sei…

 

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Saab zahlt pünktlich fällige Steuern

Nach Angaben der schwedischen Steuerbehörden (Skatteverket) hat Saab entgegen anderslautender Presseberichte am Montag (vgl. Bericht in der TTela hier) fällige Steuern beglichen. Saab hat ca. 35 Mio. SKr (ca. 3,8 Mio. Euro) pünktlich an die schwedischen Finanzbehörden überwiesen, um die fälligen Lohnsteuer- und Umsatzsteuervorauszahlung zu bezahlen. Wahrscheinlich aufgrund von technischen Problemen wurde der Betrag jedoch erst heute Nachmittag bei den Behörden verbucht.

„Als ich das Saab-Konto am Freitag Morgen überprüft habe, konnte ich noch keinen Zahlungseingang sehen, aber an diesem Nachmittag war die Steuerlast auf Null“, sagte Margareta Ahrbergen, zuständige Beamtin beim Finanzamt in Göteborg.

Ahrbergen dementierte auch Berichte der Medien, dass Saab hohe Steuerschulden habe. Üblicherweise frage das Finanzamt nach, warum Steuern nicht bezahlt seien und verschicke dann Mahnungen. Dies sei bei Saab aber nicht notwendig gewesen, da lediglich die Verbuchung durch das Finanzamt, nicht aber die Zahlung verspätet erfogt sei.

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Neues zu Saab – 17.06.2011

Auch zum Jahrestag des deutschen Volksaufstands gegen die kommunistische Diktatur am 17. Juni 1953 gibt es ein paar Nachrichten zu Saab:

  • DI berichtet hier, dass Wladimir Antonow nicht mehr das Saab-Fabrikgelände in Trollhättan kaufen will. Anzunehmen ist, dass aufgrund der nicht nachvollziehbaren Untätigkeit der EIB und der schwedischen Regierung keine Aussicht auf einen Vollzug der Transaktion mehr bestand. Als neuer Käufer ist zur Zeit der schwedische Immobilienfond Hemfosa Real Estate im Gespräch.
  • Beim amerikanischen Insurance Institute for Highway Safety (IIHS) hat der Saab 9-5II (MY10/11) das „Top Safety Pick“ erhalten (vgl.  IIHS-Bewertung hier und Saab PM hier). Der 9-5II konnte in allen Testbereichen die beste Bewertung „good“ erzielen. Schwächen leisteten sich der neue Audi A6, der Lexus GS und der Acura RL (Honda Luxus-Marke). Der Saab 9-5II hat bereits beste Sicherheitsbewertungen beim EuroNCAP-Crashtest erhalten.
  • Saab hat vom Gröna Bilister (Schwedischer Verband der Grünen Autofahrer) die Auszeichnung als bestes Umweltfahrzeug erhalten, berichtet TTela hier. Der 9-3 Trifuel konnte den VW Passat TSI Ecofuel und den Fiat 500 Twinair auf die Plätze verweisen. Weitere Infos zum Saab 9-3 Trifuel hier.
  • Saab bietet jetzt auch anderen Firmen Ingenieurs- und Entwicklungsleistungen unter dem Namen Saab Engineering Services an.
  • Effizientere Motoren für den Saab 9-5 MY12: Der 2.0TiD mit 160 PS wird als erster Saab eine Start-Stopp-Automatik bekommen. Zusammen mit anderen Verbesserungen wird die Limousine 125 g/km CO2 (=4,8 l/100 km) und der Sportkombi 128 g/km CO2 (=4,9 l/100 km) ausstoßen. Dies entspricht einer Verbesserung von ca. 10% beim TiD4. Die Mitbewerber können da nicht ganz mithalten:
    • Audi A6 Avant 2.0 TDI (177 PS): 135 g/km CO2,
    • BMW 520d Touring (184 PS): 135 g/km CO2,
    • Mercedes E220 CDI (170 PS): 136 g/km CO2,
    • Volvo V70 D3 (163 PS): 137 g/km CO2.

 

 

 

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Neues zu Saab – 16.06.2011

  • Die Umbenennung von Spyker in Swedish Automobile N.V. ist gestern wirksam geworden. Dazu gibt es gleich eine neue Homepage. Interessant ist, dass auf der Homepage neben Saab auch Spyker Cars verlinkt ist, obwohl Spyker Cars offiziell nicht zu Swedish Automobile gehört.
  • TTela berichtet hier, dass Saab sich Forderungen von 52 Gläubigern in Höhe von insgesamt ca. 2,9 Mio. Euro gegenübersieht, die durch die schwedischen Vollstreckungsbehörden nach Ablauf von 10 Tagen vollstreckt werden können. „Es trifft fast alle großen Unternehmen, aber es hat viele Anträge gegen Saab in der letzten Zeit gegeben. Einige der Forderungen sind möglicherweise falsch und einige könnten schon bezahlt sein“, sagte Christina Lindberg, Administratorin bei der Vollstreckungsbehörde in Uddevalla.
  • Die DI berichtet hier über den schwedischen Supersportwagenhersteller Koenigsegg, der im Jahr 2009 zunächst Saab von GM kaufen wollte. Nach einem Gewinn von ca. 330.000 Euro im Jahr 2009 hat Koenigsegg an 2010 Dynamik verloren und nur noch eine schwarze Null erwirtschaftet. Grund dafür war ein Produktionsstopp über 4 Monate, da eine Umstellung auf ein neues Modell erfolgte.
  • Problem für Saab könnten aktuell ausländische Zulieferer sein, berichtet TTela hier. Nach Ansicht von Lars Holmqvist von Clepa, einer Organisation europäischer Zulieferer, hätten die ausländischen Zulieferer weniger Verständnis für die Situation von Saab als die schwedischen Zulieferer. Dies könne eine Einigung mit ihnen schwieriger machen.
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Wer ist Youngman?

Gestern haben Saab, Pang Da und der chinesische Fahrzeughersteller Youngman ein Herstellungs-joint-venture vereinbart. Youngman soll dabei auch zu 29,9% Anteilseigner der Saab-Mutter Spyker werden (Einzelheiten hier). Diese Vereinbarung bedarf noch weitere Genehmigungen. Trotzdem stellt sich schon jetzt die Frage, wer eigentlich der chinesische Autohersteller Youngman ist.

Die Jinhua Youngman Vehicle Co. Ltd.  ist ein chinesischer Hersteller von Pkw, Bussen und Lastwagen mit Unternehmenshauptsitz in Jinhua.

Gegründet 1952 konzentrierte sich das Unternehmen durch zwei Joint-Ventures mit den deutschen Unternehmen Neoplan und MAN auf die Herstellung von Bussen und Lkw. Das Unternehmen beschäfftigt zur Zeit ca. 4.000 Arbeitnehmer und ist seit 2001 der größte Bushersteller der Volksrepublik China. Weiterlesen

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