Saab Media hat die folgenden drei Videos zum Produktionsstart vorgestern veröffentlicht:
Teil 1:
Tel 2:
Teil 3:
Saab Media hat die folgenden drei Videos zum Produktionsstart vorgestern veröffentlicht:
Teil 1:
Tel 2:
Teil 3:
DI berichtet hier über ein Interview mit Victor Muller:
Victor Muller sagt, dass er seine Lektion gelernt hat, nachdem der Kooperationsvertrag mit Hawtai gekündigt wurde. „Man muss immer einen Plan B haben. Das haben wir realisiert nachdem das Hawtai-Geschäft zusammenbrach“. Muller zu aktuellen Lage: „Ich glaube nicht, dass der Sturm vorbei ist. Wir haben jetzt die schlimmsten Wellen hinter uns. Aber bis alle Genehmigungen vorliegen, können wir nicht beruhigt sein. Es bleibt noch viel zu tun“.
Muller geht davon aus, dass Saab sehr erfolgreich in China sein kann: „Meine Überzeugung ist, dass China der größte Markt für Saab in fünf Jahren sein wird.“
TTela berichtet hier über die Saab-Pressekonferenz zum Produktionsstart. Anwesend war neben der Saab-Führungsmannschaft auch die Pang Da-Delegation, die heute das Werk in Trollhättan besucht.
Die Pressekonferenz begann mit dem Spyker-Chef und Saab Automobile AB Vorsitzenden Victor Muller. Muller berichtete, dass er große Hoffnungen in die Zusammenarbeit mit Pang Da lege. Pang Da sei ein ausgezeichneter Partner um Saab zu unterstützen.
Der Vorstandsvorsitzende von Pang Da und potentieller Miteigentümer von Saab, Pang Quinghua erklärte, dass er fest an Saab glaube. Saab habe eine gute Zukunft in China vor sich. Pang Da als Chinas größter Autohändler ist überzeugt, dass Saab-Fahrzeuge sich gut in China verkaufen werden. Im vergangenen Jahr verkaufte Pang Da rund 470 000 Autos in China.
Saab-Produktionvorstand Gunnar Brunius sagte, er sei zufrieden, dass die Produktion endlich wieder am Laufen ist.
Nach der Pressekonferenz wurden die Pang Da-Vertreter noch duech das Saab Werk in Trollhättan geführt.
Video zum Produktionsstart:
Seit heute laufen bei Saab in Trollhättan wieder die Produktionsbänder! Saab hatte schon in der dritten Mai-Woche begonnen, mit dem 30 Mio. Euro Kredit von Gemini und der Zahlung von 30 Mio. Euro durch Pang Da die Zulieferfirmen zu bezahlen. Nach weiteren Verhandlungen wurde jetzt die Teilelieferung wieder aufgenommen. Nachden jetzt wohl alle benötigten Teile wieder auf Lager sind konnte Saab die Produktion heute gegen 10 Uhr wieder starten. Die ersten Fahrzeuge, die die Fertigungsstraßen verließen, waren ein silberner Saab 9-5 Aero XWD und ein orangenes Saab 9-3 Carbrio Independence Edition.
Zunächst wurden einige Testfahrzeuge zur Überprüfung der Fertigungsqualität gebaut, bevor dann heute ca. 100 Fahrzeuge produziert werden. Ab nächster Woche soll dann die Produktion auf 230 bis 240 Stück am Tag erhöht werden. Zur Zeit beträgt der Auftragsbestand von Saab 6.100 Fahrzeuge, die in Trollhättan gefertigt werden, und zusätzlich 1.600 Saab 9-4X.
Heute Mittag wird Victor Muller gemeinsam mit dem Pang Da-Chef noch eine Pressekonferenz in Trollhättan abhalten.
Update 10.00 Uhr:
Laut Inside Saab hier soll die Produktion um 10 Uhr beginnen, nachdem zuvor einige Testläufe durchgeführt wurden.
Update 12.30 Uhr:
Die Bänder bei Saab laufen wieder. Hier der Link zur Saab-PM.
Update 14.00 Uhr:
TTela berichtet hier, dass die Vertreter des potenziellen neuen Saab-Miteigentümers Pang Da sich auch mit der Reichsschuldenverwaltung bei ihrem Besuch in Schweden treffen werden. Pang Da hat mitgeteilt, dass man mehrere Treffen in Schweden plant. Ein Treffen wird mit Maud Olofsson stattfinden, ein weiterer Programmpunkt ist der Besuch des Saab-Werks in Trollhättan und nun steht auch ein Treffen mit der Reichsschuldenverwaltung auf dem Programm.
Für die chinesische Firma haben diese Treffen den Zweck, das eigene Unternehmen zu präsentieren und die Pläne als Miteigentümerer von Saab Automobile vorzustellen. In der vergangenen Woche hatte Pang Da bereits einen Antrag auf Zustimmung zum Einstieg bei Saab bei der Reichsschuldenverwaltung gestellt.
Wladimir Antonow hat als weiterer möglicher Investor dem Einstieg von Pang Da zugestimmt (Link).
Saab hat gegenüber der schwedischen Zeitung DI hier bestätigt, dass morgen am 27.05.2011 die Produktion in Trollhättan wieder anlaufen wird.
Alle Mitarbeiter waren gestern und sind heute im Werk in Trollhättan anwesend, um letzte Vorbereitungen für den Start der Produktion am Freitag zu treffen. Sechs Wochen nach dem Produktionsstopp Anfang April würden die Bänder dann wieder laufen. Zunächst sollen morgen ca. 100 Fahrzeuge gefertigt werden statt der üblichen 230 bis 240.
Gestern Abend hat das vom potentiellen Saab-Investor Wladimir Antonow gewünschte Treffen mit der schwedischen Wirtschaftsministerin Maud Olofsson in Stockholm stattgefunden.
Vor ca. drei Wochen hatte die schwedische Reichsschuldenverwaltung dem Einstieg von Antonow bei Saab zugestimmt. Zusätzlich ist aber auch noch eine Zustimmung der schwedischen Regierung, von GM und der EIB als Kreditgeber notwendig. Nach Angaben von Saab liegt die Zustimmung von GM bereits vor. Die Zustimmung der EIB steht jetzt jedoch seit mehreren Wochen ohne Grund aus.
Die schwedische Regierung hat sich trotz der Zustimmung der Reichsschuldenverwaltung bisher nicht geäußert, sondern wollte erst eine Entscheidung der EIB abwarten. Dies war auf immer mehr Unverständnis gestoßen. Deshalb hat sich Antonow am letzten Donnerstag an die schwedische Regierung gewandt und um ein Gespräch mit Olofsson gebeten, um nochmals persönlich seine Pläne für Saab darzustellen und noch mögliche Zweifel auszuräumen.
Gesprächsthema war auch die Kritik, die Antonows Sprecher Lars Carlström vergangene Woche an einige Mitglieder der schwedischen Regierung richtete. Carlström sagte, dass offensichtlich einige Regierungsmitglieder Saab noch vor den nächsten Wahlen in die Insolvenz treiben wollen.
Maud Olofsson hat sich positiv über das Treffen geäußert. Zwar ging es nicht darum, eine Entscheidung für oder gegen Antonow zu treffen. Die Regierung warte weiterhin auf eine Entscheidung der EIB und von GM.
„Antonow berichtete über seine Einstellung und seine Pläne zu Saab, über die Zukunft von Saab und warum er ist bestrebt ist, Schritt für Schritt Geld in Saab zu investieren“, sagte Olofsson. „Er ist ein Geschäftsmann mit Unternehmergeist. Er war nett.“
Auch die wertete Olofsson die Pläne von Antonow vorsichtig positiv: „Es gibt immer Anleger, die ein Gefühl für unterschiedliche Branchen haben; er ist offenbar an der Automobilindustrie interessiert und will auch dort gute Geschäfte machen. Er hat eine positive Einstellung zu Saab, das halte ich für gut.“
Olofsson stellte fest, dass die Untersuchung der Reichsschuldenverwaltung die Grundlage für die Entscheidung sein werde. Die Reichsschuldenverwaltung hatte keine Gründe gefunden, die gegen einen Einstieg von Antonow sprechen. Trotzdem wird die Regierung weiter abwarten. Nach Olofsson geht es zur Zeit nur um die Frage, ob die EIB und GM dem Einstieg Antonows zustimmen.
Update 10.30 Uhr:
DI berichtet hier, dass Saab mit der Zulieferfirma IAC eine wichtige Vereinbarung abgeschlossen hat. IAC wird innerhalb einer Woche die Produktion von Armarturenbrettern für Saab wieder aufnehmen.
Saab hat hier bekannt gegeben, dass Pang Da heute bei den chinesischen Behörden den Antrag auf Zustimmung zur Kooperation von Saab und Pang Da gestellt hat. Für das Joint-Venture zur Produktion von Saab-Fahrzeugen in China und für die Beteiligung von Pang Da an Saab benötigt Pang Da die Bewilligung der chinesischen Regierung, einschließlich der Nationalen Entwicklungs-und Reformkommission (NDRC).
Für den geplanten Einkauf und Vertrieb von Saab-Fahrzeugen über das Pang Da-Händlernetz ist keine Genehmigung der Behörden notwendig. Die erste Vorauszahlung in Höhe von 30 Mio. EUR hat Saab am Dienstag von Pang Da erhalten.
Update 15.30 Uhr:
SvD berichtet hier, dass das Wirtschaftsministerium grundsätzlich nichts gegen das gewünschte Treffen mit Wladimir Antonow hat. Dies hängt aber vom Terminkalender der Ministerin Maud Olofsson ab, sagte Hakan Lind, Pressesprecher des Wirtschaftsministeriums. Allerdings könne das Treffen keinen Einfluss darauf haben, wann und ob Antonow Anteilseigner von Saab werden könne.
Nachdem unser Rover 75 auf knapp 180.000 km immer ein treuer Begleiter war und nur ein paar kleinere Mängel in 11 Jahren hatte, hat es uns jetzt doch getroffen! Das Automatik-Getriebe hat seinen Geist aufgegeben. Hersteller des konventionellen 5-Gang-Automatikgetriebes ist die japanische Firma Jatco. Diese hat das Getriebe wohl nicht so langlebig konstruiert.
Vor über zwei Woche begann das Getriebe sich etwas seltsam zu verhalten. Ich war auf einer vierspurigen Bundesstraße unterwegs und wollte bei ca. 90 km/h im 5. Gang noch etwas beschleunigen. Doch statt zu beschleunigen ging nur die Drehzahl wie im Leerlauf hoch. Nachdem ich vom Gas gegangen war und nochmals beschleunigte, war alles wieder normal. Glaubte ich! Einige Tage später waren wir wieder auf der Autobahn unterwegs. Plötzlich wieder genau das gleiche Problem, aber jetzt ging es nicht mehr weg. Zusätzlich gab es einen kleinen Ruck und die Getriebe-Anzeige im Tacho schaltete vom normalen „D“ auf „EP“, also auf das Notprogramm. Ok, da wir nicht allzuweit von zuhause entfernt waren sind wir dann vorsicht nach Hause geschlichen. In allen Gängen mit Ausnahme des 5. verhielt sich das Getriebe normal. Nach dem wir zuhause den Wagen neu starteten, war auch das „EP“ wieder verschwunden.
In der örtlichen Rover- und XParts-Werkstatt gab es dann die niederschmetternde Diagnose. Weiterlesen
Update 11.oo Uhr:
DI berichtet hier, dass die chinesische Regierung angeblich die chinesischen Autohersteller warnt sich nicht bei Saab gegenseitig zu überbieten. Auch gibt es in der chinesischen Presse Spekulationen, dass die Regierung den Herstellungsteil des Kooperationsabkommens zwischen Pang Da und Saab nicht genehmigen wird. Der Kauf von Saab-Fahrzeugen durch Pang Da bedarf im Gegensatz zur Herstellung von Fahrzeugen in China keiner Genehmigung durch die chinesische Regierung.
Saab führt weiter Gespräche mit mehreren chinesischen Firmen über eine Zusammenarbeit bei der zukünftigen Produktion von Saab-Fahrzeugen. Saab und Pang Da benötigen dazu einen dritten Partner.
Update 17.00 Uhr:
DI berichtet hier, dass chinesische Behörden in einem „geheimen“ Besprechung beschlossen haben, dass der Autohersteller Youngman bevorzugt mit Saab verhandeln soll. Dies könnte ein Problem für die Produktionskooperation mit Pang Da werden. Victor Muller dementierte dieses Ergebnis der Besprechung. Er teilte mit, dass das Ergebnis der Sitzung nicht die Herstellungskooperation mit Pang Da blockiere.
Saab und Pang Da benötigen einen dritten Partner für die Herstellung von Saab-Fahrzeugen in China. Dies könnte ja Youngman sein, so dass auch die chinesische Regierung der Vereinbarung zustimmen könnte.
Nicht betroffen ist das Joint-Venture von Saab und Pang zum Vertrieb von Saab-Fahrzeugen in China.
SvD berichtet hier auch ausführlich darüber. Ergänzend berichtet SvD, dass Youngman bisher die einzige chinesische Firma sei, die bei den chinesischen Behörden einen Antrag auf Genehmigung eines Herstellungs-Joint-Venture mit Saab gestellt habe.
Update 20.00 Uhr:
TTela berichtet hier, dass Wladimir Antonow sich in einem Brief an die schwedische Wirtschaftsmisniterin Maud Oloffson gewandt hat. Er möchte sich mit Oloffson treffen, um seine Beweggründe und Ziele als möglicher Anteilseigner von Saab darzulegen. Falls die schwedische Regierung letzte Zweifel an seiner Person hätte, dann will Antonow diese in dem Treffen auszuräumen. Die schwedische Regierung hat sich jetzt 23 Tage trotz der Zustimmung durch die Reichsschuldenverwaltung nicht zum Einstieg von Antonow bei Saab geäußert.
Ende der 60er Jahre kam es in England zu einer massiven Konzentration auf dem automobilen Sektor. Durch mehrere Fusionen, angeregt durch die britische Regierung, schlossen sich verschiedene Hersteller nach und nach zur British Leyland Motor Corporation (BLMC) zusammen. Leyland selbst war zu dieser Zeit ein erfolgreich Bus- und Lastwagenhersteller, der Anfang der 60er erst den Pkw-Hersteller Standard-Triumph und Mitte der 60er Rover übernommen hatte. 1968 kam es dann zur Mega-Fusion mit der British Motor Holdings (BMH) u.a. mit den Marken, Austin, Morris, Mini, MG und Jaguar.
Schnell kam es aber bei BLMC zu massiven Problemen. Zunächst stellte sich heraus, dass BMH kaum Neuentwicklungen auf Lager hatte. Vielmehr wurden alte Modelle „verwertet“, um daraus neue Produkte zu entwickeln. So wurde aus dem Morris Minor aus den 40er Jahren der Morris Marina entwickelt. Auch kam es zu massiven Qualitätsproblemen. Anfang der 70er war es bei der BLMC üblich, dass die ersten Kunden Testkaninchen spielen sollten, um dann bei der Mk. II-Version nachzubessern. Zusätzlich kam noch eine extreme Streikbereitschaft der Belegschat hinzu, die neben der schlechten Arbeitleistung auch noch wegen jeder Kleinigkeit in den Ausstand traten und damit weitere massive Einnahmeverluste verursachten. Bis Ende der 70er verlor BLMC massiv Kunden und erzielte hohe Verluste. Selbst die Verstaatlichung 1975 half nicht.
Erst in den 80er Jahren ging es aufwärts. Zunächst kamen Anfang der 80er neue Modelle auf den Markt, die qualitativ sich gegenüber den 70er-Jahre-Modellen wieder etwas verbesserten. Erfolgreich konnte der Austin Metro die Führungsposition im Kleinwagensegment in Großbritannien übernehmen. Bekannt wurde der Wagen dadurch, dass Lady Di einen Metro vor der Hochzeit mit Prince Charles fuhr. Weniger erfogreich waren hingegen die größeren Modelle Austin Maestro (Golf-Klasse) und Austin Montego (Mittelklasse).
Zusätzlich kam es 1979 zu einer Kooperation mit Honda. In dieser Kooperation wurden zwischen 1979 und 1994 gemeinsam Fahrzeuge für den europäischen Markt entwickelt, die als Rover und Honda-Modelle herauskamen. Dabei unterschieden sich die jeweiligen Modelle je nach Baureihe mehr oder weniger stark von einander. Bei der Entwicklung kann man grundsätzlich sagen, dass die Japaner eher für die Grundkonstruktion und die Produktqualität zuständig waren, wärend sich die Rover-Leute auf Fahrwerk, Diesel-Motoren und Innendesign konzentrierten. Zusätzlich konnte die 1988 in Rover Group umbenannte Gesellschaft auf Basis dieser Modellreihen eigenständige Fahrzeugvarianten entwickeln. Für beide Partner war es eine gewinnbringende Partnerschaft. Daran änderte sich auch nichts, als zunächst Jaguar abgespalten wurde und 1988 die Rover Group wieder privatisiert und an British Aerospace verkauft wurde.
Die Zusammenarbeit mit Honda erwies sich als so erfolgreich, dass man Mitte der 80er Jahre auf eigene Fahrzeugentwicklungen verzichtete und die bestehenden eigenen BLMC-Modelle auslaufen ließ. Mit der Umbenennung in Rover Group und dem Verschwinden des Namens Austin versuchte man, in ein höheres Marktsegment (heute würde man „Sub-Premium“ sagen) aufzusteigen, da der Markenname Rover in dieser Zeit für gehobene Fahrzeuge der oberen Mittelklasse stand. Dies gelang und Rover konnte für gleichwertige Modelle am Markt höhere Preise durchsetzen als die Wettbewerber Ford und Vauxhall erzielten. Auch dadurch konnten seit Mitte der 80er Jahre wieder durchgehend Gewinne ausgewiesen werden. Das alles änderte sich 1994.
Saabsunited startete heute eine Kampagne, um Wladimir Antonow zu unterstützen. Dabei gehts darum, die Unterstützung der schwedischen Regierung für den Einstieg Antonows bei Saab zu gewinnen. Bisher verzögert die EIB den Einstieg Antonows ohne Grund. Trotz der Zustimmung der Reichsschuldenverwaltung hat sich die schwedische Regierung bisher nicht unterstützend gegenüber der EIB geäußert. Es geht also nicht um finanzielle Unterstützung, sondern um die ideelle Unterstützung von Saab gegenüber dem skandalösen Verhalten der EIB.
Hier die deutsche Übersetzung des Saabsunited-Textes:
Am 28. April hat Bo Lundgren, Generaldirektor der schwedischen Reichsschuldenverwaltung (NDO), seine Zustimmung und damit auch die offizielle Zustimmung gegeben, dass Wladimir Antonow Anteilseigner von Saab werden kann. Seither warten wir darauf, dass die schwedische Regierung den Vorgaben der Reichsschuldenverwaltung folgt. Dies ist jedoch immer noch nicht geschehen!
Deshalb fordern wir Fredrik Reinfeldt als gewählten schwedischen Ministerpräsidenten auf, den Menschen weltweit mitzuteilen, wie er und die schwedische Regierung zu Saab steht! Wir wollen, dass er den Vorgaben der Reichsschuldenverwaltung folgt und Wladimir Antonow als Anteilseigner von Saab bestätigt.
Schickt uns eine Email (unten) in der ihr die schwedische Regierung auffordert, die Zustimmung zu Wladimir Antonow zu erteilen. Wir werden diese Email speichern, ausdrucken und sie mit allen anderen eingehenden Emails an Fredrick Reinfeldt schicken!
Schickt eure Email an: approve.antonov@gmail.com und nennt euren Namen und euren Wohnort!
Wer Interesse hat, dabei mitzumachen kann über den Link zu Saabsunited eine Email an Frederik Reinfeldt, den schwedischen Regierungschef, schicken:
Folgende Nachricht habe ich an Fredrik Reinfeldt geschickt:
Sehr geehrter Herr Ministerpräsident,
am 28.04.2011 hat die schwedische Reichsschuldenverwaltung die Zustimmung zu Wladimir Antonow als Anteilseigner von Saab gegeben. Seither liegt die weitere Zuständigkeit bei der Europäischen Investitionsbank (EIB). Diese ist aber bisher untätig geblieben und erweckt den Eindruck, aus nicht nachvollziehbaren Gründen eine positive und sinnvolle Lösung für alle Beteiligten verhindern zu wollen.
Leider hat auch die schwedische Regierung nichts getan, um diese gefährliche Verhaltensweise der EIB zu beenden und Saab bei einer langfristigen Finanzierung und damit einer langfristigen Sicherung von ca. 10.000 Arbeitsplätzen zu unterstützen. Vielmehr kam es zu einigen unkoordinierten und wenig hilfreichen Kommentaren einzelner Kabinettsmitglieder, die auch inhaltlich falsch waren.
Im Hinblick darauf, dass es nicht um Haushaltsmittel des schwedischen Staats geht, sondern um eine Möglichkeit, die Bürgschaften und damit das Risiko des schwedischen Fiskus durch den Einstieg Antonows zu minimieren, fordere ich Sie auf, sich endlich positiv zu Saab und Wladimir Antonow zu äußern und entsprechende Maßnahmen gegenüber der EIB zu ergreifen.
Durch das irrationale und nicht mehr nachvollziehbare Verhalten der EIB sinken unnötig die Überlebenschancen für Saab und damit wird das Risiko für den für Saab bürgenden schwedischen Staat ohne Grund erhöht. Vorliegend geht es nicht um eine finanzielle Unterstützung von Saab, sondern lediglich um eine ideelle. Diese Unterstützung würde nicht nur Saab, den Saab-Mitarbeitern und den tausenden Saab-Fans weltweit zugute kommen, sondern auch dem Wohl des schwedischen Staates dienen!
Daher mein Appell an Sie: Unterstützen Sie endlich Saab!!!
Tack sa mycket!
Die TTela berichtet hier darüber, dass Saab die zukünftigen Produktpläne wie folgt bestätigt hat:
Update 7.00 Uhr:
Die DI berichtet hier, dass Saab versucht, die weitere kurzfristige Finanzierung über die Verringerung des EIB-Darlehens mit einem anderen Partner zu errzielen. Dabei sollte durch die Freigabe der Fabrikgebäude in Trollhättan durch den bürgenden schwedischen Staat eine Veräußerung und eine gleichzeitige Anmietung dieser Gebäude möglich werden. Bisher sollte das sale-and-lease-back-Geschäft mit Wladimir Antonow abgewickelt werden. Da die EIB in nicht nachzuvollziehender Weise dieses Geschäft und den Einstieg von Wladimir Antonow verzögert, will Saab jetzt andere Partner dafür finden. Antonow ist darüber informiert und sei auch einverstanden.
Update 14.00 Uhr:
Der Vorstandsvorsitze von Pang Da hat sich aktuell zu den Plänen seiner Firma in Bezug auf die Kooperation mit Saab geäußert.
Während den Verhandlungen wurde vereinbart, dass Saab nach Erhalt der ersten 30 Mio. Euro innerhalb einer Woche mit der Produktion wieder beginnen wird. Eine Delegation von Pang Da wird zusätzlich das Werk in Trollhättan besuchen.
Innerhalb von drei Monaten soll für den Verkauf von Saab-Fahrzeugen ein Vertriebs-Joint-Venture gegründet werden. Innerhalb eines Jahres wird ein Joint-Venture zur Herstellung von Saab-Fahrzeugen in China vereinbart werden; die Produktion soll innerhalb von zwei Jahren starten.
Pang Da möchte dieses Jahr noch 10.000 Saab-Fahrzeuge in China über 50 Händler-Filialen verkaufen. Diese 50 Filialen werden als Joint-Venture von Saab und Pang Da ausschließlich Saab-Fahrzeuge vertreiben. Unter diesen 50 Filialen befinden sich auch 8 ehemalige Saab-Händler. Bisher hat Pang Da für 30 Mio. Euro 1.300 Fahrzeuge gekauft und will innerhalb von 30 Tagen nochmals ca. 700 Fahrzeuge für 15 Mio. Euro erwerben. Neben diesen 2.000 schon gekauften Fahrzeugen wird Pang Da in diesem Jahr also noch ca. 8.000 Fahrzeuge zum Preis von ca. 180 Mio. Euro kaufen.
Darüber hinaus will Pang Da innerhalb von zwei Jahren eine Produktionsstätte für Saab-Fahrzeuge errichten. Dieses Ziel unterliegt einer Reihe von Bedingungen, einschließlich der notwendigen Zustimmung der chinesischen Regierung. Nach Erhalt dieser Zustimmung will Pang Da in Abstimmung mit Saab einen dritten Partner in China für die Produktion finden. Es wird vermutet, dass es sich dabei um den Hersteller BAIC handeln könnte.
Pang Da ist nicht daran interessiert, Mehrheitseigentümer bei Saab zu werden. Der zunehmende Einfluss der chinesischen Autohersteller macht den unabhängigen Händlern in China immer mehr Probleme. Daher möchte Pang Da sich mit dem Handels- und Herstellungs-Joint-Venture mehr Einfluss auf dem chinesischen Markt sichern, ohne selbst direkt Hersteller zu werden.
Saab hat im Frühjahr mit CATC einen neuen Importeur für China gefunden. Saab hat dabei einen 3-Jahres-Vertrag mit CATC abgeschlossen. Dieser kann jedoch nach einem Jahr gekündigt werden. Nach Ablauf dieses Jahres wird Pang Da auch offizieller Importeur für Saab-Fahrzeuge sein. Die Stellung von CATC als bisheriger Importeur scheint aber kein Hinderungsgrund zu sein, gleichzeitig schon jetzt Fahrzeuge über Pang Da zu vertreiben.
Die EIB hat am 5. Mai folgende Erklärung veröffentlicht:
Anfang 2009 wandte sich Saab Automobile AB an die Europäische Investitionsbank wegen einer möglichen Finanzierung des Forschungs- und Entwicklungsprogramms von Saab, dessen Ziel es war, die Umweltfreundlichkeit und Sicherheit der Pkw zu verbessern. Seit dem Frühjahr 2010, als der Vertrag über den Verkauf von Saab zum Abschluss gebracht wurde, hat die EIB das Forschungs- und Entwicklungsprogramm (FuE) von Saab mitfinanziert. Die EIB ist kein Anbieter von Liquidität. Liquide Mittel müssen aus dem Cashflow des Unternehmens, von Geschäftsbanken oder aus anderen Quellen stammen. Der Grund dafür, warum die EIB das FuE-Programm finanziert hat, ist ihre Sorge um Tausende von Arbeitsplätzen bei Saab in Schweden. Das FuE-Programm von Saab trägt in der Tat auch zur zukünftigen Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens bei.
Als Saab sein Maßnahmenpaket zur Liquiditätssicherung präsentiert hat, um den Liquiditätsengpass infolge des geringen Pkw-Absatzes zu überwinden, hat sich die EIB deshalb zusammen mit den anderen drei Beteiligten (Saab, der staatlichen Schuldenverwaltung des Königreichs Schweden (Riksgäldkonteret) und General Motors) aktiv engagiert und versucht, eine Lösung in der Situation zu finden.
Die EIB ist bereit, in Einklang mit ihrer Rolle als Geldgeber für das FuE-Programm Saab bei der Suche nach einer Finanzierungslösung behilflich zu sein, hält jedoch gleichzeitig an ihren festgelegten Bankgrundsätzen fest. Mittelfristig dürfte Saab insgesamt eine flexiblere Kreditstruktur benötigen, da in dem Unternehmen derzeit große Veränderungen stattfinden.
Leider hat die EIB bis heute dieser Erklärung keine Taten folgen lassen.
Update 16.30 Uhr: