Neuer Partner für Saab aus China!

Saab hat heute eine strategische Partnerschaft mit dem chinesischen Automobilhersteller Hawtai Motor Group bekannt gegeben. Einzelheiten werden Victor Muller und Richard Zang, Vorstandsvorsitzender von Hawtai, morgen um 8.30 Uhr MESZ auf einer Pressekonferenz in Peking bekannt gegeben. Hawtei wurde im Jahr 2000 gegründet und ist bisher als Hersteller von kleineren SUV für den chinesischen Markt bekannt geworden.

Link zum Artikel in der DI, Link zum Artikel in der TTela, Link zur Saab-PM.

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Saab kann kurzfristige Finanzierung sichern!

Es gibt endlich gute Nachrichten! Saab hat soeben hier bekannt gegeben, dass die kurzfristige Finanzierung des Geschäftsbetriebs gesichert ist.

Spyker hat für Saab mit Gemini Investment Fund Limited (Gemini) einen kurzfristigen Wandelanleihe über die Summe von 30 Mio. Euro abgeschlossen. Spyker wird für diese Anleihe 7% Zinsen p.a. bezahlen. Nach 6 Monaten wird die Anleihe in Anteile zum Wert von 4,88 Euro pro Anteil umgewandelt.

Neben diesen 30 Mio. Euro wird Saab aufgrund der Verhandlungen mit der EIB eine kurzfristige Finanzierung von Dritten (wohl Wladimir Antonow) über weitere 29,1 Mio. Euro erhalten. Spyker erwartet, dass die Vereinbarung mit der EIB nächste Woche abgeschlossen werden kann.

Mit diesen 59,1 Mio. Euro will Spyker die Liquidität von Saab mittelfristig sichern. Die Produktion soll in einer Woche wieder aufgenommen werden, nachdem alle Vorbereitungshandlungen abgeschlossen sind. Dazu sind noch weitere Verhandlungen mit den Zulieferfirmen im Gange. Spyker und Saab arbeiten weiterhin an einer langfristigen Finanzierung, insbesondere über Entwicklungsverträge mit chinesischen Automobilfirmen.

Victor Muller, Geschäftsführer von Spyker und Vorsitzender der Saab Automobile AB sagte: „Ich möchte mich bei unseren engagierten Mitarbeitern, Lieferanten, Händlern und Kunden für die Störungen der vergangenen Wochen entschulödigen. Wir werden alles in unserer Macht stehende tun, um das Vertrauen in unser Unternehmen so bald wie möglich wieder herzustellen.“

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Neues zu Saab – 02.05.2011

Übers Wochenende gab es keine Neuigkeiten zu den Finanzierungsmöglichkeiten von Saab. Heute melden aber mehrere Insider, dass in einer Woche Saab die Produktion wieder aufnehmen wird (vgl. hier). Bisher sind diese Gerüchte aber noch nicht an die schwedische Presse gelangt.
Dazu müßte aus meiner Sicht jedoch zuvor die Finanzierung stehen. Auch sind vor Aufnahme der Produktion noch einige Vorbereitungen notwendig. Daher müsste eine Lösung der finanziellen Probleme schon Anfang der Woche erfolgen, damit die Produktion in einer Woche starten kann. Die Woche wird also wieder spannend!

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Saab Concept Cars – Teil 2

Saab 9-3X Concept (2002)

Der Saab 9-3X Concept, erstmalig auf der Detroit Motor Show zu sehen, war als „Crossover-Coupé“ konzipiert und zeigt, dass ein Fahrzeug mit Allradantrieb und Offroad-Qualitäten durchaus auch mit sportlicher Optik überzeugen kann. Für Saab war der 9-3X Concept das erste Fahrzeug mit Offroad-Fähigkeiten, mit dem das Unternehmen die Entwicklung einer neuen „Sub-SUV“-Marktnische vorwegnahm.

 

© Saab Automobile AB

Innerhalb des dreitürigen Coupéformats bietet der 9-3X ausreichend Platz für vier Erwachsene und überrascht durch vielseitig nutzbare Zuladekapazität. Der 280 PS starke 2,8-Liter-V6-Turbomotor überträgt sein Drehmoment an einen „intelligenten“ Allradantrieb, der als Vorläufer des Saab XWD gilt. Dadurch war sportliche Leistung unabhängig vom Zustand der Fahrbahn garantiert.

Der 9-3X wurde auf der mittelgroßen Epsilon-Plattform von General Motors entwickelt und übernimmt Elemente ihrer Designsprache. Auch einige technische Ausstattungsmerkmale wurden übernommen. Damit zeigt der 9-3X eine Vorausschau auf Themen, die voraussichtlich in zukünftigen Produkten von Saab umgesetzt werden.

Zu den wichtigsten Highlights des Saab 9-3X zählen:

  • Mondernes „Infotainment“-System mit zwei Bildschirmen
  • Flexibles neues Cargo Management-System mit automatisch ausfahrbarem Boden
  • Neuer 2,8-Liter-V6-Turbomotor, erstmalig mit Saab Combustion Control (SCC)
  • Automatikgetriebe mit Saab Sentronic für manuelle Gangwahl


 

© Saab Automobile AB

Saab 9-3 Sport-Hatch (2004)

Die Saab 9-3 Sport-Hatch Konzeptstudie wurde auf der Frankfurter Automobilmesse vorgestellt. Saab meldet damit seine Absicht an, im Kompaktkombi-Segment mit einem Fahrzeug erfolgreich zu sein, das die traditionelle Abgrenzung zwischen Hatchback- und Kombidesign aufhebt.

Das markante Fünftürer-Format mit vier Sitzen fällt durch ähnliche Schrägheck-Proportionen auf wie der klassische Vorgänger Saab 900. Angetrieben wird das Konzeptfahrzeug von einem 250 PS starken 2,0-Liter-Turbomotor mit Automatikgetriebe und Saab Sentronic. Das tiefergelegte Sportfahrwerk vermittelt Fahrfreude, ergänzt durch innovative Laderaum-Funktionalität.

Außen- und Innenstyling greifen Themen des Saab 9-3X „Crossover-Coupé“-Konzepts aus dem Vorjahr sowie der aktuellen 9-3 SportLimousine auf.

Zu den wichtigsten Highlights zählen:

  • Kompakter, sportlicher Auftritt durch ein Fahrwerk mit Saab ReAxs-Hinterachse
  • Viersitzige Konfiguration mit Clear Zone-Bereichen, die im Innenraum Transparenz als zentrales Thema aufgreifen
  • Touchscreen-Funktionalität liefert Informationen auf Abruf
  • Glasdach ohne Dachreling; vier im Dach integrierte Befestigungspunkte dienen zur Fixierung von Adaptern oder Dachboxen
  • Servounterstützte Heckklappe mit innovativer und integrierter Fahrradtransport-Funktion

© Saab Automobile AB

Saab BioPower Hybrid Concept (2006)

Dieses Technologiekonzept wurde auf der Stockholm Motor Show im März vorgestellt und ist das erste Fahrzeug, das sowohl mit Bioethanol (E100) als auch mit elektrischem Strom betrieben werden kann. Damit ist diese Saab 9-3 Cabriolet-Studie weltweit das erste Hybridfahrzeug, das völlig ohne fossile Energieträger auskommt. Es ist außerdem das erste Hybrid-Cabriolet der Welt.

Das modulare Hybridsystem besteht aus einem wartungsfreien Lithium-Ionen-Batteriepaket, das 300 Volt Spannung liefert, einem heckseitig montierten Elektromotor mit 38 kW Leistung, einem integrierten Startergenerator mit 15 kW Leistung und einem Allradantrieb mit elektrischer Kraftübertragung an die Hinterräder. Das gesamte System nimmt so wenig Raum in Anspruch, dass es – wie in dem Showcar eindrucksvoll demonstriert – keinerlei Beeinträchtigung des Platzangebots für die Fahrgäste oder im Kofferraum gibt.

Der vollständig aus Aluminium konstruierte 2,0-Liter-BioPower-Motor leistet 260 PS und wurde so modifiziert, dass er mit Bioethanol (E100) fahren kann. Auf diese Weise entstehen keinerlei fossile CO2-Emissionen. Das Triebwerk arbeitet ergänzend zum elektrischen Antrieb. Der Saab BioPower Hybrid Concept zeichnet sich zudem durch eine verbrauchsenkende Anhalte-/Anfahr-Funktion aus, elektrische Drehmomentverstärkung auf Abruf, regenerative Bremsen und einen „Null-Modus“ für reinen Elektrobetrieb in der Stadt.

 

© Saab Automobile AB

Saab Concept Cars – Teil 1

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Saab-Design bei Volvo?

Auf der Shanghai Auto Show 2011 hat Volvo eine neue Fahrzeug-Studie vorgestellt, die die einzigartige skandinavische Designqualität und den außergewöhnlichen Premium-Charakter des schwedischen Automobilherstellers eindrucksvoll widerspiegeln soll. Beim Volvo Concept Universe handelt es sich laut Volvo um eine imposante Luxus-Limousine, die eine neue Volvo Formensprache aufzeigt, zugleich jedoch die elegante Linienführung klassischer Volvo Modelle berücksichtigt.

Also ich erkenne hier eher bei Front und Heck Anleihen bei Saab. Die Front erinnert mich an den Saab 99, das Heck an den aktuellen Saab 9-5II.

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Spyker veröffentlicht Quartalszahlen Q1 2011

Spyker hat heute die Quartalszahlen für das 1. Quartal 2011 veröffentlicht:

  • Umsatz: 257 Mio. Euro,
  • Verlust: 79,4 Mio. Euro,
  • Cash-flow: -19,4 Mio. Euro,
  • 9.674 verkaufte Fahrzeuge,
  • Verkaufszahlen sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 167% gestiegen,
  • 10.888 produzierte Fahrzeuge (+ 406%).

Einzelheiten hier.

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Reichsschuldenverwaltung genehmigt Einstieg Antonows

Es gibt zu Saab endlich gute Nachrichten! Die Reichsschuldenverwaltung tagte heute erneut, um eine langfristige Lösung für die Probleme bei Saab zu finden. Letzte Woche war von der Regierung und der Reichsschuldenverwaltung die Zustimmung zu einer Verringerung des EIB-Darlehens und zu einer Freigabe von Sicherheiten erteilt worden. Leider hat aber die EIB unverständlicherweise die notwendige Zustimmung verzögert und mit weiteren sehr hohen Bedingungen verknüpft.

Jetzt hat die Reichsschuldenverwaltung nach einer ausführlichen Prüfung den Weg für den Einstieg des russischen Investors Wladimir Antonow freigemacht. Die Reichsschuldenverwaltung hat Wladimir Antonow persönlich und finanziell ausführlich geprüft und kann keine Gründe finden, die gegen Antonow sprechen. Antonow besitzt laut Prüfung ein persönliches Vermögen von mehreren hundert Millionen Euro und kann damit die 30 Mio. Euro zum Kauf der Anteile problemlos aufbringen. Kriminelle Verbindungen Antonows konnte die Reichsschuldenverwaltung heute und in der Vergangenheit nicht entdecken. Damit sind die „Mafia“-Vorwürfe gegen Antonow völlig haltlos (vgl. Bericht in der DI hier).

Saab hat ebenfalls in einer Pressemitteilung hier offiziell bekannt gegeben, dass die Reichsschuldenverwaltung keine Einwände gegen den Einstieg des russischen Investor Wladimir Antonow (Bild links) als Anteilseigner bei Saab hat. Antonow hatte mehrfach angekündigt (vgl. Bericht TTela), im Fall der Erlaubnis durch die schwedische Regierung und durch die EIB unverzüglich 50 Mio. Euro eigenes Kapital in Saab investieren zu wollen. Des weiteren will Antonow im Falle des Einstiegs mit weiteren Partnern nochmals 350 Mio. Euro in Saab investieren. Dadurch soll auch die Entwicklung des Saab 9-2, der ab 2014 in den Verkauf kommen könnte, ermöglicht werden.

Zusätzlich müssen Änderungen der Eigentümerstruktur von Saab durch die schwedische Regierung und die EIB genehmigt werden. Nach Angaben der DI und von TTela hier hat GM bereits zugestimmt.
Nach den leidvollen Erfahrungen mit der Vorgehensweise der EIB bei der kurzfristigen Hilfe durch das sale-and-lease-back-Geschäft bleibt es weiterhin spannend. Ich hoffe, dass die EIB nicht nochmals solche unverständlichen Allüren an den Tag legt!

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Neues zu Saab – 28.04.2011

  • Victor Muller und Jan Ake Jonsson sind heute gemeinsam auf dem Weg nach Hong Kong, um über Plan B, wohl eine Verkauf bzw. Lizensierung von Technologien,  mit einen chinesischen Hersteller zu verhandeln. Die DI vermutet hier, dass es sich um den Hersteller BAIC handelt, der wohl auch Interesse an der neuen PhoeniX-Plattform hat.
  • Das Aftonbladet kritisiert hier die unwürdige Behandlung von Saab. Eine solche Behandlungen hätten die Saab-Mitarbeiter, die Lieferanten und die Saab-Enthusiasten nicht verdient. In der Kritik des Aftonbladet stehen die „Stockholmer Mitte-Rechts-Presse“ mit ihrer überzogen negativen Berichterstattung und Finanzminister Anders Borg, der die falsche Behauptung aufgestellt hatte, dass Saab Staatsgelder wolle. Das Aftonbladet verweist darauf, dass das größte Risiko für Schwedens Steuergelder eine Insolvenz von Saab sei.
  • Robert Collin spekuliert hier in seinem Aftonbladet-Blog, ob der Besuch von Wladimir Putin auch etwas mit Saab zu tun hatte. Putin hatte von der schwedischen Regierung allgemein gefordert, russische Investoren fair zu behandeln. Collin verweist darauf, dass der Kauf von Volvo zur Hälfte von der kommunistischen Regierung Chinas finanziert wurde, die im Gegensatz zur schwedischen Regierung automobile Technologie als Schlüsseltechnologie sehe.

Update 10.00 Uhr:

Nach einem Bericht in der DI hier würde eine Insolvenz von Saab 8250 Arbeitsplätze kosten und die schwedische Wirtschaftsleistung um ca. 600 Mio. Euro verringern. Aufgrund dieser Zahlen habe ich mal versucht zu berechnen, mit welchen Steuerausfällen der schwedische Staat im Falle einer Insolvenz zu rechnen hätte:
Eine Insolvenz von Saab kostet den schwedischen Staat jährlich ca. 200 Mio. Euro an Steuermindereinnahmen zzgl. Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung.

In Ergänzung des obigen Berichts der DI über die Reise des Saab-Managements nach China berichtet die TTela hier, dass VM und JAJ sich in China mit 4 Automobilfirmen zu Gesprächen über Geschäftsbeziehungen und Investitionen treffen.

Update 16.30 Uhr:

Antonow erhält grünes Licht von der Reichsschuldenverwaltung. Die DI berichtet hier, dass die Reichsschuldenverwaltung zugestimmt hat, dass Wladimir Antonow Anteilseigner von Saab werden kann. Dies bestätigte Bo Lundgren von der Reichsschuldenverwaltung. Man habe bei der Prüfung der Person Antonow keine Gründe gefunden, warum Antonow nicht Eigentümer von Saab werden könnte. Auch sei Antonow solvent und könne auf jeden Fall das benötigte Kapital von mindestens 30 Mio. Euro aufbringen, sein Vermögen wird auf mehrere hundert Millionen Euro geschätzt.
Auch GM hat laut DI verkündet, dass man nichts gegen Antonow als Anteilseigner einzuwenden hat. Damit haben sich die „Mafia“-Vorwürfe gegen Antonow endgültig als völlig haltlos erwiesen.

Saab verhandelt laut TTela hier weiter mit der EIB. Dabei geht es darum, die von der EIB verlangte Frist zur Rückzahlung des EIB-Darlehens von 90 Tagen erheblich zu verlängern. Saab plant schon länger, das teure und sehr einschränkende EIB-Darlehen durch ein Darlehen vom freien Kapitalmarkt zu ersetzen. Dies ist für Saab aber innerhalb von 90 Tagen nicht möglich. Mit einer Entscheidung der EIB ist aber nicht vor nächster Woche zu rechnen. Laut EIB fehle immer noch die formelle Zustimmung von GM zum sale-and-lease-back-Geschäft.

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Neues zu Saab – 27.04.2011

  • Zur kurzfristigen Finanzierung von Saab in Bezug auf die Forderungen der EIB gibt es keine Neuigkeiten. Die gestrigen Gespräche Antonows mit der Reichsschuldenverwaltung scheinen positiv abgelaufen zu sein. Nach einem Bericht in der DN hier ist Antonow sehr zufrieden mit den Gesprächen mit der Reichsschuldenverwaltung und deren Handhabung der Problematik. Vorbehalte gegenüber der Person Antonow aufgrund der bekannten falschen Gerüchte seien seitens der Schuldenverwaltung nicht geäußert worden. Man habe gegen die Person Antonow nichts einzuwenden. Eine Entscheidung über der langfristigen Einstieg Antonows könnte noch diese Woche getroffen werden. Allerding muss wiederum die schwedische Regierung, die EIB und GM zustimmen. Weniger zufrieden ist Antonow mit einigen Ministern der schwedischen Regierung. Diese hatten geäußert, dass Saab Steuergelder zum Überleben bräuchte. Dies hat Antonow dementiert. Es gehe aktuell nicht um Steuergeld, sondern darum, dass er selbst sein eigenes Geld investieren dürfe. Auch seien Steuergelder nur aufgrund der Bürgschaft für Saab gefährdet. Dabei übersehe die Regierung, dass der schwedische Staat für eine Bürgschaft von 400 Mio. Euro Sicherheiten von Saab im Wert von ca. 660 Mio. Euro erhalten habe.
  • Es gab heute entgegen der gestrigen Mutmaßungen keine Betriebsversammlung in Trollhättan. Die Arbeitnehmer von Saab kamen heute wieder in die Fabrik. Dort wurden sie kurz über die aktuelle Lage und ihre aktuellen Aufgaben informiert, also Instandsetzung, Wartung, Fortbildung, etc., vgl. Bericht der DI hier. Insbesondere wird wohl die Produktionslinie des 9-5II Sportkombi vorbereitet. Die Produktion des 9-5 Sportkombi soll wie geplant in der 20. Kalenderwoche, als ab 16. Mai, beginnen.
  • Plan B nimmt Gestalt an. Die schwedische Presse, z.B. TTela hier, berichtet weiter, dass Saab über alternative kurzfristige Finanzierungmöglichkeiten mit chinesischen Investoren verhandelt. Informationen könnte es bereits im Verlauf dieser Woche geben.
  • Interessant finde ich noch folgende Aussage eines Saab-Arbeitnehmers in der DI hier: „Früher hatten wir einen Eigentümer, der Saab nicht wollte. Jetzt haben wir Eigentümer, die Interesse, Lust und das notwendige Geld haben. Warum gibt man ihnen keine Chance?

Update 13.00 Uhr:

TTela berichtet in einem Artikel  hier, dass Wladimir Antonows Sprecher Lars Carlström sich aktuell zur Geschichte mit der EIB geäußert hat. Antonow will keine weitere Zeit mit der EIB verschwenden. Der Produktionsstillstand koste mehrere Millionen Euro. Da die EIB bekannt für äußerst langwierige Entscheidungen sei, arbeite man bereits an anderen Lösungen zur kurzfristigen Finanzierung von Saab.  Antonow ist sehr zuversichtlich, dass diese neue Lösung, die auf das Immobiliengeschäft verzichtet und laut Antonow keiner weiteren Zustimmung Dritter bedürfe, schon sehr schnell zum Erfolg führt.

Update 19.00 Uhr:

Die Vizepräsidentin der EIB hat sich hier wieder zu Wort gemeldet. Eva Srejber teilt mit, dass die EIB keineFinanzierung der Firmenliquidität zur Verfügung stellt, sondern lediglich bestimmte Projekte langfristig finanziert. Die Liquiditätsfinanzierung müsse durch andere Quellen, zum Beispiel durch einen normale Bankenfinanzierung kommen. Das Zitat zeugt davon, dass man offensichtlich noch nicht einemal verstanden hat, um was es geht. Saab wollte nie von der EIB eine Liquiditätsversorgung, sondern einfach eine Verringerung des Kredits, um diese Bankenfinanzierung überhaupt zu ermöglichen. Es geht um weniger Geld von der EIB, nicht um mehr Geld. Bei solchen Aussagen muss man die Fachkompentenz der EIB ernsthaft anzweifeln. Ich würde mich schämen, die eigene Inkompetenz öffentlich so zu verbreiten.

Wladimir Antonow hat zwischenzeitlich über Twitter die Zulieferfirmen gebeten, noch keine Mitarbeiter zu entlassen. Offensichtlich geht er davon aus, dass Plan B in kurzer Zeit funktionieren wird.

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Neues zu Saab: 26.04.2011 – noch keine Entscheidung!

Bisher gibt es keine Neuigkeiten zu den Verhandlungen von Saab mit der EIB über die Verringerung des EIB-Darlehens. Spyker hat heute dazu eine Pressemitteilung (Link) herausgegeben. Diese fasst in aller Kürze die Entwicklung am Wochenende zusammen, bringt allerdings keine neuen Details. Spyker teilt mit, dass eine zeitnahe Zustimmung der EIB weiter unsicher ist.

Die EIB verlangt die Refinanzierung des Verkaufs der Saab-Fabrik oder eine Ablösung des EIB-Darlehens in kurzer Zeit – in der Presse wurde der Zeitraum von 90 Tagen genannt. Auch stimmt die EIB wohl nur einem Teilverkauf der Saab-Fabrik zu. Zusätzlich fehlt nach Ansicht der EIB noch die formelle Zustimmung der schwedischen Regierung, der Reichsschuldenverwaltung und von GM (vgl. DI-Artikel hier). Dies ist etwas erstaunlich, da die schwedische Regierung und die Reichsschuldenverwaltung in der letzten Woche mehrfach mitgeteilt haben, dass man diese Zustimmung erteilt.

Victor Muller und Wladimir Antonow beabsichtigen, noch heute in Stockholm eine Pressekonferenz abzuhalten. Antonow hält sich wohl in Stockholm auf, um mit der schwedischen Regierung und der Reichsschuldenverwaltung über seinen Einstieg bei Saab als eine langfristige Lösung der finanziellen Probleme bei Saab zu sprechen. Aber auch die aktuellen Probleme sollen laut einem Artikel der TTela hier besprochen werden. Die schwedische Regierung will im Falle einer Insolvenz die Arbeitnehmer unterstützen. Antonow will laut diesem Artikel hier in der DI trotz der ernsten Lage und der schweren Hürden der EIB nicht aufgeben.

Die EIB scheint laut diesem Artikel hier in der DI jedoch ein Problem mit der Person Antonow zu haben. Angeblich wünscht sich die EIB eine Bestätigung von Saab, dass der Verkauf der Saab-Fabrik an Antonow ein Vertragsbruch sei.

Das Verhalten der EIB wird aus meiner Sicht immer undurchsichtiger. Sollten die Presse-Meldungen stimmen, dann kann man das Procedere der EIB als völlig unprofessionell bezeichnen. Sollte es Probleme mit der Person Antonow geben, dann wäre es jetzt mal an der Zeit, Beweise für ein Fehlverhalten Antonows auf den Tisch zu legen. Die EIB verlangt nochmals die Erfüllung von Bedingungen, die schon letzte Woche erfüllt waren. Gleichzeitig setzt man höhrer Bedingungen als die für Saab bürgende und das Risiko tragende schwedischen Regierung, die Saab kaum erfüllen kann. Dazu gibt man diese neuen Bedingungen erst Minuten vor dem Osterurlaub der EIB bekannt. Nachvollziehbar ist das alles nicht mehr. Die EIB sollte einfach mal daran denken, dass man hier mit dem Wohl von 10.000 Beschäftigten spielt und man ein Unternehmen in die Insolvenz treibt, obwohl zur Finanzierung nach Angaben Antonows genügend Gelder bereitstehen.

Update 17.30 Uhr:

Es gibt bisher keine weiteren Informationen zu den Verhandlungen und auch keine Pressekonferenz. Die schwedische Zeitung TTela berichtet hier, dass es einen „Plan B“ gibt, um Saab kurzfristig zu finanzieren. Dabei geht es um Verhandlungen mit chinesischen Partnern (BAIC?), die wohl bereit sein könnten, neben einer langfristigen Zusammenarbeit Saab auch kurzfristig auszuhelfen.

Die Saab-Beschäftigten werden morgen wieder im Werk sein. Angeblich will die Saab-Führung wichtige Informationen an die Beschäftigten weitergeben.

Update 18.00 Uhr:

GM hat nach diesem Artikel in der DI hier gegenüber der EIB wohl die Zustimmung zum sale-and-lease-back-Geschäft erteilt. Weiterhin berät die schwedische Regierung mit Muller und Antonow im Augenblick immer noch über das weitere Vorgehen.

Update 20.00 Uhr:

Das Treffen zwischen der Reichsschuldenverwaltung und Antonow ist vorbei. Konkrete Infos gab es noch keine, auch nicht zu den Problemen mit der EIB. Die schwedische Regierung wird in den nächsten Tagen über den langfristigen Einstieg von Antonow bei Saab entscheiden. Laut Quellen der TTela hat Antonow diesbezüglich einen positiven Eindruck bei der Reichsschuldenverwaltung hinterlassen.

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Überraschung beim Autoexpress Drive Power 2011

Die englische Autozeitschrift Autoexpress, ein Schwesterblatt der Autobild, veranstaltet jedes Jahr die ausführliche Umfrage „Drive Power“. Dabei bewerten tausende Leser die Zufriedenheit mit ihren eigenen Fahrzeugen in 10 Kategorien:

  • Leistung
  • Zuverlässigkeit
  • Komfort
  • Handling
  • Bremsen
  • Laufende Kosten
  • Qualität
  • Einfaches Fahrverhalten
  • Praktikabilität
  • Fahrkomfort

Autoexpress hat jetzt hier die Ergebnisse veröffentlicht. Dabei gab es für den Rover 75 einige überraschende Ergebnisse. Beim Gesamtergebnis der einzelnen Fahrzeuge erreichte der seit 6 Jahren nicht mehr produzierte Wagen Platz 13 von 100 und schlug dabei einige modernere Konkurrenten wie zum  Beispiel den Audi A6, den Jaguar S-Type und den BMW 5er! Nicht ganz so gut fiel das Ergebnis für Saab aus.

Hier ein Auszug des Gesamtergebnis der besten Einzelfahrzeuge:

1. Skoda Superb
2. Skoda Yeti
3. Jaguar XF
4. Skoda Oktavia
5. Nissan Qashqai
13. Rover 75 / MG ZT
26. Saab 9-5I
27. Jaguar S-Type
39. Audi A6
41. Volvo S60
43. BMW 5er
77. Saab 9-3
100. Ford Ka

Auszug Gesamtergebnis nach Herstellern (insgesamt 34):

1. Skoda
2. Lexus
3. Jaguar
9. BMW
17. Saab
27. MG Rover
29. Vauxhall
34. Chevrolet

Sehr gut schneidet der Rover 75/MG ZT bei den Einzelwertungen Leistung, Komfort, Fahrverhalten und Fahrkomfort ab. Der Saab 9-5I kann bei den Wertungen Komfort und Fahrkomfort punkten. Der Saab 9-3 ist bei der Wertung zum Komfort vorne mit dabei.

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Verärgerung über weitere Bedingungen der EIB

Die Verärgerung und das Unverständnis über die EIB wächst. Am Osterwochenende kamen weitere Details über die Verhandlungen von Saab mit der EIB ans Tageslicht. Am Donnerstag hat die EIB wohl einer Verringerung des EIB-Darlehens zugestimmt, sofern Saab den gesamten Kredit innerhalb von 90 Tagen insgesamt zurückzahlt. Diese Forderung wurde von Saab abgelehnt.

Der Sprecher von Wladimir Antonow, Lars Carlström, vermutet hier in der DI, dass die EIB Antonow nicht im Boot haben möchte. Die Verhandlungsweise der EIB gefährde laut Carlström den Fortbestand von Saab und von 10.000 Arbeitsplätzen bei Saab und den Zulieferfirmen.

Anderslautende Informationen kamen jedoch von der Vizepräsidentin der EIB, Eva Srejber (Foto links). Die Vizepräsidentin der EIB sagte vorgestern gegenüber der DI hier, dass es nur noch an der Zusage von GM läge. Inwieweit noch die Forderung vom Donnerstag, den EIB-Kredit innerhalb von 90 Tagen zurückzuzahlen, auf dem Tisch lag ist unklar. Nach dem Wortlaut des Artikels wäre die Rückzahlungsforderung nicht mehr aktuell.

GM hat per Email schon der EIB bestätigt, dass man gegen dieses Geschäft nichts einzuwenden hat. Auch hat GM schon früher schriftlich erklärt, solche Immobiliengeschäfte mit Wladimir Antonow grundsätzlich zu genehmigen. GM hat sich bereit erklärt, am Montag an einer Telefonkonferenz teilzunehmen, um etwaige Zweifelsfragen mit der EIB zu klären.

Eigentlich liegt eine kuriose Situation vor. Saab ist eigentlich liquide und hat genügend Mittel zur Verfügung. Gleichzeitig steht ein Investor bereit, der noch eine hohe Summe investieren will. Das ganze scheitert aber zur Zeit daran, dass Saab durch einen Kredit der EIB gebunden ist. Dadurch können die vorhandenen Mittel nicht frei eingesetzt werden und alle Transaktionen müssen von der schwedischen Regierung und der EIB genehmigt werden.
Dies bedeutet, dass Saab mittelfristig keine finanziellen Probleme hätte, wenn sich die EIB und die schwedische Regierung zu einer sinnvollen Lösung aufraffen könnten, die weniger finanzielle Risiken für die EIB und den schwedischen Staat beinhaltet. Doch gerade die EIB, die sich der Wirtschaftsförderung in der EU verschrieben hat, scheint diese sinnvolle Lösung nicht zu wünschen.
Welche Gründe die EIB für ihr eigentlich unlogisches Verhalten hat, ist nicht nachvollziehbar. Dabei hatte die EIB die Auszahlung der letzten Rate von 183 Mio. Euro, die Saab allerdings wohl noch nicht abgerufen hat, Ende März noch ohne Probleme nach einer Überprüfung der finanziellen Lage bei Saab genehmigt.

Bisher gibt es allerdings noch keine gesicherten Informationen darüber, ob und welche weiteren Forderungen der EIB es gibt. Es bleibt also abzuwarten, was die kommenden Tage bringen.

Hintergrund:

Aufgrund der verzögerten Erholung der Verkaufszahlen kam es bei Saab zu einem Liquiditätsengpass. Das Problem für Saab besteht darin, dass Saab durch das EIB-Darlehen über genügend Mittel verfügt, diese aber nicht für den laufenden Betrieb einsetzen kann.  Weiterhin steht der russische Investor Wladimir Antonow bereit, um zunächst mit ca. 30 Mio. Euro den Liquiditätsengpass kurzfristig zu beseitigen. Antonow möchte auch als Anteilseigner bei Saab einsteigen, um mehrere hundert Mio. Euro zu investieren.

Das EIB-Darlehen beträgt insgesamt ca. 400 Mio. Euro, davon ist aber bisher nur ein Teilbetrag von 217 Mio. Euro ausbezahlt. Saab möchte den Gesamtkredit auf 280 Mio. Euro begrenzen. Auf den Restbetrag von 120 Mio. Euro will Saab verzichten, um damit die Bürgschaft der schwedischen Regierung für den EIB-Kredit zu verringern. Diese Bürgschaft der schwedischen Regierung ist wiederum abgesichert durch die Vermögenswerte von Saab, unter anderem durch das Fabrikgelände.

Die Lösung besteht nun darin, den EIB-Kredit zu verringern. Dadurch kann die schwedische Regierung auch ihre Bürgschaft für Saab verringern und kann einige der Sicherheiten wieder freigeben. Saab kann mit diesen freien Sicherheit, geplant ist die Freigabe des Fabrikgeländes, auf dem Kreditmarkt sich refinanzieren und diese Mittel im Gegensatz zum EIB-Kredit frei einsetzen. Die Finanzierung soll über ein sale-and-lease-back-Geschäft mit dem Investor Wladimir Antonow ablaufen. Dieser stellt zunächst 30 Mio. Euro zur Verfügung. Die schwedische Regierung und die Reichsschuldenverwaltung haben dieser Vorgehensweise letzten Dienstag zugestimmt, nachdem Saab alle Bedingungen der Regierung erfüllt hatte. Probleme bereitet jetzt etwas überraschend die EIB.

Weitere Infos zur EIB hier.

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Hintergrund: Die EIB-Gruppe

Saab steht zur Zeit in schwierigen Verhandlungen mit der EIB über eine Verringerung des EIB-Darlehens. Interessant ist dabei, mit wem es Saab dabei zu tun hat:

Die EIB-Gruppe umfasst die Europäische Investitionsbank und den Europäischen Investitionsfonds (EIF).

Die Europäische Investitionsbank ist die Finanzierungseinrichtung der Europäischen Union. Ihre Anteilseigner sind die 27 Mitgliedstaaten, die das Kapital der Bank gemeinsam gezeichnet haben und die Mitglieder ihres Rates der Gouverneure benennen, bei denen es sich in der Regel um die Finanzminister dieser Länder handelt. Aufgabe der EIB ist die Bereitstellung langfristiger Finanzierungen von Projekten.

In der Europäischen Union unterstützt die EIB die grundsatzpolitischen Ziele der EU in den folgenden Bereichen:

  • Kleine und mittlere Unternehmen: Förderung von Investitionsvorhaben mittelständischer Betriebe.
  • Zusammenhalt und Konvergenz: Beseitigung der wirtschaftlichen und sozialen Ungleichgewichte in Regionen mit Entwicklungsrückstand.
  • Bekämpfung des Klimawandels: Minderung der globalen Erwärmung und Anpassung an ihre Folgen.
  • Umweltschutz und nachhaltige Kommunalentwicklung: Investitionen in Vorhaben zur Verbesserung der natürlichen und städtischen Umwelt.
  • Nachhaltige, wettbewerbsfähige und sichere Energieversorgung: Förderung des Einsatzes erneuerbarer Energien und Verringerung der Abhängigkeit von Importen.
  • Wissensbasierte Wirtschaft: Förderung einer Wirtschaft, von der Impulse für Wissen und Kreativität ausgehen. Dies geschieht durch die Unterstützung von Investitionen, die die Informations- und Kommunikationstechnik betreffen und zur Entwicklung des Human- und des Sozialkapitals beitragen.
  • Transeuropäische Netze: Errichtung von grenzüberschreitenden Verkehrs-, Energie- und Telekommunikationsnetzen.

2010 beliefen sich die Finanzierungen der EIB auf insgesamt 72 Mrd EUR, davon entfielen rund 88% auf Vorhaben in der EU.

Die EIB finanziert eine breite Palette von Projekten in allen Wirtschaftsbereichen.  Die Projekte müssen mindestens einem der Finanzierungsziele der EIB entsprechen. Grundsätzlich finanziert die Bank höchstens 50% der Investitionskosten eines Projekts. Die Mittel der EIB sind damit an das jeweilige Projekt gebunden und können nicht in anderen Unternehmensbereichen des Kreditnehmers eingesetzt werden.

EIB-Gebäude in Luxemburg
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Saab Concept Cars – Teil 1

Saab EV-1 (1985)

Der erste Saab Concept Car – die Abkürzung steht für Experimental Vehicle Number One – war eine voll funktionsfähige Designstudie auf Basis eines Saab 900 mit Turbomotor. Erstmalig vorgestellt auf der Los Angeles Auto Expo, war dieses Fahrzeug seiner Zeit weit voraus. Weiterlesen

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Wer ist Wladimir Antonow?

Wladimir Antonow ist in der letzten Zeit in aller Munde. Zunächst als Anteilseigner des Saab-Käufer Spyker, der aufgrund der damals bekannt gewordenen aber haltlosen Mafia-Vorwürfe aus dem Käufer-Konsortium ausscheiden musste. Dann nochmals in den letzten Wochen als Geldgeber und potentieller Anteilseigner von Saab.

Wladimir Antonow ist der etwas unscheinbare 35-jährige Besitzer eines zunehmend globalen Firmen-Imperiums. Es beinhaltet vor allem mehrere Banken, den Sportwagenhersteller Spyker Automotive, ein Telekommunikationsunternehmen in der Schweiz, einen Straßenbahn-Hersteller, eine Fluglinie und Medienunternehmen in Russland und im Baltikum. Über seine Convers Group tritt Antonow auch noch als Sponsor verschiedenster Sportarten und Sportvereine auf.

Am 20. Juni 1975 wurde Antonow in Tjkalovsk/Tadschikistan geboren. Nach alter russischer Sitte erhielt er seine Vornamen nach seinem Großvater Wladimir und seinem Vater Alexander. Antonows Großvater Wladimir war einer der Gründer des sowjetischen Atomwaffen-Programms, sein Vater Alexander war damals als leitender Ingenieur einer Uran-verarbeitenden Firma im nördlichen Tadschikistan beschäfftigt.

1993 begann Antonow ein BWL-Studium in Moskau und absolvierte seinen MBA im Jahr 1998 im Alter von 23 Jahren. Während seines Studiums erwarb er sein erstes Auto, einen Saab 9000.

Antonow gelang eine glänzender Start ins Geschäftsleben. Er konnte als Chefökonom der  Moskauer Bank Lefko sein erstes Geld verdienen. Mit Hilfe dieses Geldes und wohl auch mit der finanziellen Unterstützung und durch Vermittlung seines Vaters konnte Antonow die Akademkhimbank von der Universität Moskau erwerben. Diese Bank war sehr klein und aufgrund der russischen Bankenkrise 1998 sehr günstig zu erwerben. Mit dieser Übernahme war das Geschäftsmodell von Antonow geboren. In der Krise günstig unterbewertete Unternehmen erwerben, dann zu sanieren und mit diesen Unternehmen gutes Geld zu verdienen.

2003 konnte der zwischenzeitlich in England lebende Antonow wieder einen großen geschäftlichen Erfolg verbuchen. Antonow konnte bei einem Übernahmekampf um die unterbewertete russische Conversbank als lachender Dritter die Mehrheit der Anteile erwerben. Im selben Jahr erwarb er die litauische Snoras Bank. Die Litauische Regierung suchte nach einem Käufer, der die kriselnde Snoras Bank wieder auf Vordermann bringen konnte. Antonow war offensichtlich der richtige Mann für diese Aufgabe, die Snoras Bank ist heute saniert. Auch in der Folgezeit gelang es Antonow, noch weitere Unternehmen zu erwerben und zu sanieren. Gesteuert werden seine Unternehmen von der in England ansässigen Holding Convers Group.

Aus der Zeit der Übernahme der Akademkhimbank 1998 rühren auch die Mafia-Vorwürfe gegen Wladimir Antonow her. Eine Person, die in Geschäftsbeziehungen zur Akademkhimbank stand, wurde 1998 ermordet. Dabei wurden auch Vorwürfe gegen Antonow laut. Allerdings gab es keine Ermittlungen gegen Antonow von Seiten der Polizei oder der Staatsanwaltschaft. Die russsiche Presse berichtete damals, dass korrupte Beamte ein Interesse an der Verbreitung solcher Gerüchte gehabt haben könnten.

Nachdem diese Gerüchte Antonows Beteiligung an der Übernahme von Saab durch Spyker verhindert hatten, wurden diese Mafia-Vorwürfe nochmals von GM und der amerikanischen Regierung (angeblich durch den Geheimndienst) überprüft. Diese Überprüfung ergab, dass Antonow keine Beziehungen zu illegalen Organisationen unterhält. Auch die Reichsschuldenverwaltung hat Antonow ausführlich überprüft und keine Unregelmäßigkeiten gefunden.

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EIB hat entschieden – aber keine Bekanntgabe!

Das Kopfschütteln über die EIB geht weiter. Laut Berichten in der schwedischen Presse hat die EIB schon am Donnerstag über die Verringerung des Kredits für Saab positiv entschieden. Aber die EIB verlangt wohl noch die Zustimmung von GM und will deshalb noch nichts offizielles bekannt geben.

Die zusätzliche Bedingung war von der Reichsschuldenverwaltung und der schwedischen Regierung nicht gestellt worden. Nach Angaben von Saab wird GM dem sale-and-lease-back-Geschäft nicht im Wege stehen.

GM hat per Email schon der EIB bestätigt, dass man gegen dieses Geschäft nichts einzuwenden hat. Auch hat GM schon früher schriftlich erklärt, solche Immobiliengeschäfte mit Wladimir Antonow grundsätzlich zu genehmigen. GM hat sich bereit erklärt, am Montag an einer Telefonkonferenz teilzunehmen, um etwaige Zweifelsfragen mit der EIB zu klären.

Link zum Artikel in der DI, Link zum Artikel der TTela.

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Neues zu Saab – 23.04.2011

Aktuell gibt es leider nichts neues zu berichten. Die EIB hat sich am Donnerstag in den Oster-Urlaub verabschiedet und wird wohl erst Anfang nächster Woche eine Entscheidung über die Herabsenkung des EIB-Darlehens für Saab treffen.
Da die schwedische Regierung und die Reichsschuldenverwaltung dieser Verringerung des EIB-Kredits zugestimmt haben, wächst bei der schwedischen Presse und bei Saab das Unverständnis gegenüber dem Verhalten der EIB. Immerhin geht es um eine Verringerung eines Kredits, dem der schwedische Staat zugestimmt hat und für den der schwedische Staat als voller Bürge auftritt.

Link zum Artikel in der DI; Link zum Artikel in der TTela

Die Reichsschuldenverwaltung und auch Saab haben nochmals bestätigt, dass alle am letzten Dienstag aufgestellten Bedingungen der schwedischen Regierung erfüllt sind, die Zwischenfinanzierung von Antonow bereitsteht und man nur noch auf die Entscheidung der EIB wartet. Die Reichsschuldenverwaltung hat sich am Donnerstag extra nochmals an die schwedische Presse gewandt, um dies zu bestätigen.

Link zum Bericht in der DI; Link zur Spyker-Pressemitteilung.

Etwas unklar ist die Zustimmung von GM. Hier gibt es verschiedene nicht bestätigte Informationen: Zum einen, das eine Zustimmung von GM gar nicht notwendig ist, zum anderen, dass GM einverstanden ist und auch schon dem Einstieg Antonows zugestimmt hat.

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Saab 9-5II Video

Zum Osterwochenende ein schönes Saab 9-5II-Video, das ich gerade bei Youtube gefunden habe:

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Karfreitagsgerücht: Volvo an Saab interessiert?

Heute meldete die Nachrichtenagentur Reuters zunächst hier, dass Volvo eine Anfrage der schwedischen Regierung erwartet, dass man Saab übernehmen soll. Später gab es dann aber ein Dementi von Volvo hier bei Reuters. Es ist also nichts dran an diesem Gerücht.

Aus meiner Sicht gibt es auch keinen Grund für Volvo, Saab zu übernehmen. Man kann mit Saab keine Erweiterung des eigenen Geschäftsfeldes erzielen. Vielmehr sind Saab und Volvo Hauptkonkurrenten in Schweden und weltweit in fast gleichen Fahrzeugsegmenten vertreten.
Volvo benötigt lediglich 1.000 Ingenieure. Hier wäre Saab eine willkommene Quelle. Wenn man die Aussagen des Volvo-Sprechers hier sich anschaut, dann kommt man zum Schluß, dass eine Volvo-Übernahme das Ende von Saab, aber auch von vielen Zulieferfirmen  bedeuten würde.

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Entscheidung der EIB verzögert sich

Bisher hat die EIB trotz der Zustimmung der schwedischen Regierung und der Reichsschuldenverwaltung noch keine Entscheidung über die Zwischenfinanzierung von Saab getroffen.

Offenbar möchte die EIB noch zusätzliche Punkte vereinbart wissen, wie die schwedische Zeitung TTela hier berichtet. Dabei geht es um die Frage der Rückübertragung des Fabrikgeländes durch den Investor Wladimir Antonow im Falle einer Insolvenz von Saab.

Die schwedische Schuldenverwaltung hat zwischenzeitlich nochmals bestätigt, dass von der schwedischen Seite das Einverständnis für die kurzfristige Hilfe durch Antonow vorliegt, aber die EIB trotzdem nochmals eine eigene Prüfung durchführen möchte.
Über den Einstieg von Antonow als Anteilseigner wurde dagegen durch die Schuldenverwaltung noch nicht entschieden, da noch Gespräche mit Antonow ausstehen.

Dies entspricht auch der Spyker-Pressemitteilung hier, dass Saab sämtliche Bedingungen der Reichsschuldenverwaltung und der schwedischen Regierung erfüllt hat.

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