Neues zu Saab: 26.04.2011 – noch keine Entscheidung!

Bisher gibt es keine Neuigkeiten zu den Verhandlungen von Saab mit der EIB über die Verringerung des EIB-Darlehens. Spyker hat heute dazu eine Pressemitteilung (Link) herausgegeben. Diese fasst in aller Kürze die Entwicklung am Wochenende zusammen, bringt allerdings keine neuen Details. Spyker teilt mit, dass eine zeitnahe Zustimmung der EIB weiter unsicher ist.

Die EIB verlangt die Refinanzierung des Verkaufs der Saab-Fabrik oder eine Ablösung des EIB-Darlehens in kurzer Zeit – in der Presse wurde der Zeitraum von 90 Tagen genannt. Auch stimmt die EIB wohl nur einem Teilverkauf der Saab-Fabrik zu. Zusätzlich fehlt nach Ansicht der EIB noch die formelle Zustimmung der schwedischen Regierung, der Reichsschuldenverwaltung und von GM (vgl. DI-Artikel hier). Dies ist etwas erstaunlich, da die schwedische Regierung und die Reichsschuldenverwaltung in der letzten Woche mehrfach mitgeteilt haben, dass man diese Zustimmung erteilt.

Victor Muller und Wladimir Antonow beabsichtigen, noch heute in Stockholm eine Pressekonferenz abzuhalten. Antonow hält sich wohl in Stockholm auf, um mit der schwedischen Regierung und der Reichsschuldenverwaltung über seinen Einstieg bei Saab als eine langfristige Lösung der finanziellen Probleme bei Saab zu sprechen. Aber auch die aktuellen Probleme sollen laut einem Artikel der TTela hier besprochen werden. Die schwedische Regierung will im Falle einer Insolvenz die Arbeitnehmer unterstützen. Antonow will laut diesem Artikel hier in der DI trotz der ernsten Lage und der schweren Hürden der EIB nicht aufgeben.

Die EIB scheint laut diesem Artikel hier in der DI jedoch ein Problem mit der Person Antonow zu haben. Angeblich wünscht sich die EIB eine Bestätigung von Saab, dass der Verkauf der Saab-Fabrik an Antonow ein Vertragsbruch sei.

Das Verhalten der EIB wird aus meiner Sicht immer undurchsichtiger. Sollten die Presse-Meldungen stimmen, dann kann man das Procedere der EIB als völlig unprofessionell bezeichnen. Sollte es Probleme mit der Person Antonow geben, dann wäre es jetzt mal an der Zeit, Beweise für ein Fehlverhalten Antonows auf den Tisch zu legen. Die EIB verlangt nochmals die Erfüllung von Bedingungen, die schon letzte Woche erfüllt waren. Gleichzeitig setzt man höhrer Bedingungen als die für Saab bürgende und das Risiko tragende schwedischen Regierung, die Saab kaum erfüllen kann. Dazu gibt man diese neuen Bedingungen erst Minuten vor dem Osterurlaub der EIB bekannt. Nachvollziehbar ist das alles nicht mehr. Die EIB sollte einfach mal daran denken, dass man hier mit dem Wohl von 10.000 Beschäftigten spielt und man ein Unternehmen in die Insolvenz treibt, obwohl zur Finanzierung nach Angaben Antonows genügend Gelder bereitstehen.

Update 17.30 Uhr:

Es gibt bisher keine weiteren Informationen zu den Verhandlungen und auch keine Pressekonferenz. Die schwedische Zeitung TTela berichtet hier, dass es einen „Plan B“ gibt, um Saab kurzfristig zu finanzieren. Dabei geht es um Verhandlungen mit chinesischen Partnern (BAIC?), die wohl bereit sein könnten, neben einer langfristigen Zusammenarbeit Saab auch kurzfristig auszuhelfen.

Die Saab-Beschäftigten werden morgen wieder im Werk sein. Angeblich will die Saab-Führung wichtige Informationen an die Beschäftigten weitergeben.

Update 18.00 Uhr:

GM hat nach diesem Artikel in der DI hier gegenüber der EIB wohl die Zustimmung zum sale-and-lease-back-Geschäft erteilt. Weiterhin berät die schwedische Regierung mit Muller und Antonow im Augenblick immer noch über das weitere Vorgehen.

Update 20.00 Uhr:

Das Treffen zwischen der Reichsschuldenverwaltung und Antonow ist vorbei. Konkrete Infos gab es noch keine, auch nicht zu den Problemen mit der EIB. Die schwedische Regierung wird in den nächsten Tagen über den langfristigen Einstieg von Antonow bei Saab entscheiden. Laut Quellen der TTela hat Antonow diesbezüglich einen positiven Eindruck bei der Reichsschuldenverwaltung hinterlassen.

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