Saab: Einigung über Fabrikverkauf bis Ende der Woche

Saab hat soeben hier bekannt gegeben, dass man eine Einigung über das sale-and-lease-back-Geschäft bis Ende dieser Woche erwartet wird. Dabei soll das Fabrikgelände in Trollhättan zur kurzfristigen Sicherung der Saab-Finanzen für ca. 30 Mio. Euro verkauft werden und dann zurückgemietet werden. Käufer sollte bislang der russische Investor Wladimir Antonow werden. Die Saab-Mutter Spyker erwartet, dass man in Kürze Details bekannt geben kann, sobald eine ensgültige Vereinbarung erreicht wurde.

Nicht bekannt ist, ob tatsächlich Antonow der Käufer sein soll. Laut TTela hier könnte auch der Immobilieninvestor Hemfosa Käufer der Saab-Fabrik werden. Laut Hemfosa-Homepage wurde Hemfosa Real Estate im Juni 2009 von einem erfahrenen Team um Jens Engwall (Bild rechts) gegründet, mit einem soliden Hintergrund im Immobiliengeschäft.

Die schwedische Regierung hatte sich kürzlich positiv über Antonow geäußert. Allerdings verhielt sich die EIB, die der Vereinbarung und der damit verbundenen Verringerung des EIB-Kreditvolumens auch zustimmen muss, eher ablehnend. Zusätzlich wurden Anfang Mai überzogene Bedingungen von der EIB, wie z.B. die Rückzahlung des gesamten bisher ausgezahlten EIB-Kredits, der von der Verringerung nicht betroffen ist, innerhalb von 90 Tagen gefordert. Dies hatte selbst bei der schwedischen Reichsschuldenverwaltung für Empörung gesorgt. Danach herrschte jetzt mehrere Wochen Funkstille, Saab konnte sich zunächst über chinesische Quellen kurzfristig finanzieren.

Nach meiner Sicht hört sich das an, als könne Saab sich jetzt nach der auch heute bekannt gegebenen langfristigen Finanzierungsmöglichkeit nun auch kurzfristig finanziell absichern!

Insgesamt ein ereignisreicher Morgen! Zuerst „schlechte Presse“ mit der Insolvenzdrohung durch einen Zulieferer, dann mehrere positive Nachrichten von Saab. Hoffen wir, dass die Produktion schnell wieder aufgenommen wird.

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Youngman steigt bei Saab ein

Ganz aktuell berichtet die DI hier, dass der chinesische Automobilhersteller Youngman als dritter Partner dem Joint-venture von Saab und Pang Da beitreten wird.

Gleichzeitag hat Saab soeben eine Pressemitteilung dazu hier veröffentlicht. Hier die deutsche Kurzzusammenfassung:

Trollhättan, Schweden: Spyker Cars N.V. (Spyker) meldete heute, dass Spyker, Saab Automobile AB (Saab Automobile), Pang Da Automobile Trade Co., Ltd. (Pang Da) und Zhejiang Youngman Lotus Automobile Co., Ltd.. (Youngman) ein unverbindliches Memorandum of Understanding (MOU) unterzeichnet haben. Die Vereinbarung beinhaltet eine Kapitalbeteiligung an Spyker von etwa 245 Mio. EUR sowie eine strategische Allianz, bestehend aus einem Vertriebs- und Fertigungs-Joint-Venture der drei Vertragsparteien. Das Fertigungs-joint-venture umfasst die Produktion von Saab-Fahrzeugen und Fahrzeugen einer gemeinsamen Tochtermarke in China. Am Fertigungs-joint-venture werden Saab und Youngman jeweils 45% und Pang Da 10% der Anteile halten. Am Vertriebs-joint-venture werden Saab und Youngman jeweils 33% halten, Pang Da 34%.

Gleichzeitig sollen Pang Da und Youngman Anteilseigner bei Spyker werden. Pang Da wird, wie schon am 16. Mai vereinbart, 24% der Spyker-Anteile übernehmen. Allerdings steigt jetzt der Kaufpreis für Pang Da von vormals 65 Mio. Euro auf 109 Mio. Euro. Youngman wird 29,9% der Spyker-Anteile übernehmen und dafür 136 Mio. Euro bezahlen.

Die Absichtserklärung ist zunächst unverbindlich. Es bedarf noch der Einigung über einzelen Punkte, der Zustimmung der chinesischen Behörden und Dritter.

Aus meiner Sicht eine gute Nachricht. Die Vereinbarung mit Pang Da war in Bezug auf die Herstellungskooperation zunächst skeptisch aufgenommen worden, da Pang Da kein Hersteller ist und die chinesische Regierung wohl eher negativ der Vereinbarung gegenüberstand. Insbesondere war von den chinesischen Behörden betont worden, dass eigentlich Youngman als erster mit Saab verhandeln dürfe. Der beabsichtigte Einstieg von Youngman sollte daher jetzt die chinesischen Behörden zufriedenstellen und eine Zustimmung insgesamt wahrscheinlich erscheinen lassen.

Die heute morgen aufgekommenen Insolvenzgerüchte dürften damit zunächst wieder verstummen. Allerdings geht es bei dieser Vereinbarung eher um die mittel- und langfristige Finanzierung von Saab. Gut ist aber, dass Victor Muller sich nicht nur auf eine Lösung konzentriert, sondern auf vielen Ebenen zur Sicherung der Finanzen von Saab verhandelt.

Eine Stellungnahme von Wladimir Antonow ist noch nicht erfolgt. Allerdings schließen die chinesischen Verträge Antonow nicht aus. Antonow wollte bisher für ca. 50 Mio. Euro Spyker-Anteile erwerben. Dies würde jetzt ca. 11% der Anteile entsprechen. Platz wäre also noch für Antonow!

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Neues zu Saab – 13.06.2011

  • Die DI spekuliert hier über finanzielle Probleme von Saab. Angeblich soll Saab nicht alle finanziellen Vereinbarungen mit den Lieferanten erfüllt haben. Der Zulieferer IAC trifft sich heute mit Saab, um den Zahlungsplan zu verhandeln. Sollte Saab den Zahlungsplan nicht einhalten, dann droht Marcus Nyman, Chef des Zulieferers IAC, dass man Insolvenzantrag stellen will. Nach dem Bericht zu urteilen liegen DI aber keine wirklichen Informationen, sondern nur Gerüchte und die Aussage Nymans vor.
  • Gleichzeitig soll laut DI aber auch diese Woche eine Entscheidung über das sale-and-lease-back-Geschäft mit Wladimir Antonow fallen. Durch den Verkauf des Fabrikgeländes sollen nochmals ca. 30 Mio. Euro in die Saab-Kassen fließen. Angeblich soll es auch einen neuen chinesischen Investor (Anm.: Vielleicht der noch gesuchte dritte Partner der Herstellungskooperation mit Pang Da? Oder weitere Fahrzeugkäufe durch Pang Da?) geben, der kurzfristig mehrere 10 Mio. Euro investieren will.
    Unter Bezug auf die DI berichtet auch das SvD hier darüber, nennt allerdings die Summe von ca. 75 Mio. Euro als mögliche Investition des „unbekannten Chinesen“.

Update 9.00 Uhr:

TTela berichtet hier über die verkürzten Sommerferien bei Saab. Saab und die Gewerkschaften haben eine Vereinbarung über Mehrarbeit im Sommer getroffen. Urlaub wird es nur in den Kalenderwochen 30 und 31 geben. In der 28. und 29. Woche wird stattdessen weitergearbeitet werden. Dafür erhalten die Saab-Mitarbeiter eine Entschädigung von 20.000 SKr (umgerechnet ca. 2.200 Euro).

Update 13.00 Uhr:

Der schwedische Sprecher von Wladimir Antonow, Lars Carlström, hat sich in der DI hier zur aktuellen Entwicklung bei Saab geäußert. Antonow wurde von Victor Muller über die aktuelle Entwicklung immer auf dem Laufenden gehalten. Antonow steht den neuen Verhältnissen positiv gegenüber; er möchte weiterhin Anteilseigner von Saab werden und ca. 100 Mio. Euro investieren. Carlström äußert sich weiter kritisch über das Verhalten der EIB und der schwedischen Regierung gegenüber dem Wunsch Antonows, bei Saab einzusteigen. Hätte man eine industriefreundliche Politik betrieben, hätten alle Schwierigkeiten dieses Frühjahrs vermieden werden können. Er bezeichnet das aktuelle Verhalten als „Spiel zwischen der schwedischen Regierung und der EIB, bei dem es um politisches Prestige gehe und dabei 10.000 Arbeitsplätze gefährdet würden“.

Link 1 und Link 2 zu den Einzelberichten des Blogs.

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Schnäppchen Saab 9-4X?

Saab wurde bisher für die etwas ambitionierte Preisgestaltung der Fahrzeuge, insbesondere beim 9-5II, kritisiert. Zwar liegt die Preisgestaltung der bisher angebotenen Saab-Fahrzeuge in Deutschland ca. 5 bis 10% unter der deutschen Premium-Konkurrenz, doch war dieser Abstand einigen nicht groß genug.
Doch beim 9-4X scheint Saab-Deutschland jetzt andere Wege zu gehen. Saab hat kürzlich die Preise des 9-4X bekannt gegeben (vgl. hier).

Einstiegsmodell ist der 9-4X 3.0 V6 Linear mit 265 PS zum Preis von 43.000 Euro. Das Top-Modell 9-4X 2.8T Aero mit 300 PS wird 52.500 Euro kosten.

Größenmäßig ist der 9-4X (Länge: 4,83 Meter, Kofferraumvolumen: 480 Liter) eher ein Konkurrent zu Mercedes ML (4,79 Meter, 551 Liter), BMW X5 (4,86 Meter, 620 Liter) und Audi Q7 (5,09 Meter, 775 Liter). Deren Preise bewegen sich aber in eher astronomischen Größen:

Einstiegsversion:

  • Mercedes ML 350 (272 PS): 50.090 Euro
  • BMW X5: Einstiegsmodell 35i (s.u.)!
  • Audi Q7 3.2 (272 PS): 53.500 Euro

Topversion:

  • Mercedes ML 500 (388 PS): 64.590 Euro
  • BMW X5 35i (306 PS): 55.200 Euro
  • Audi Q7 3.2 (333 PS): 63.400 Euro

Interessant ist daher der Vergleich zur SUV-Klasse tiefer. Hier kommen Mercedes GLK (4,53 Meter, 450 Liter), BMW X3 (4,65 Meter, 480 Liter), Audi Q5 (4,63 Meter, 540 Liter) und Volvo XC60 (4,63 Meter, 425 Liter) als Konkurrenten in Betracht:

Einstiegsversion:

  • Mercedes GLK 300 (231 PS): nicht mehr erhältlich
  • BMW X3 28i (258 PS): 45.960 Euro
  • Audi Q5 2.0 (211 PS): 42.850 Euro
  • Volvo XC60 3.2 (243 PS): 39.400 Euro (Momentum)

Topversion:

  • Mercedes GLK 350 BE (306 PS): 49.266 Euro
  • BMW X3 35i (306 PS): 52.150 Euro
  • Audi Q5 3.2 (270 PS): 46.900 Euro
  • Volvo XC60 T6 (304 PS): 51.200 Euro (Xenium)

Zu bedenken ist, dass der Saab in der Aero-Ausstattung deutlich mehr bietet als die deutsche Konkurrenz in der hier dargestellten Grundausstattung. Insofern kann man den Saab 9-4X wirklich als Schnäppchen bezeichnen. Aufgrund dieser Tatsache und den von der amerikanischen Presse hoch gelobten Eigenschaften des 9-4X wird der Saab-SUV sicher einige Käufer auch in Europa gewinnen können. Die fehlenden Diesel-Motoren beim 9-4X wird die Masse der Käufer jedoch leider bei den „bewährten“ Premium-SUV-Modellen bleiben lassen.

 

 

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Saab 9-7X – der amerikanische Bruder

Der Saab 9-7X sollte für Saab endlich den Einstieg in das boomende SUV-Geschäft in Nordamerika bringen. Nach der Jahrtausendwende waren immer mehr nordamerikanische Käufer auf große und simple einheimische SUV umgestiegen und ließen die althergebrachten Limousinen, Kombis und Vans links liegen. Nachdem viele europäische Hersteller ins SUV-Segment eingestiegen waren und sogar der schwedische Konkurrent Volvo den SUV XC90 entwickelte, wollte Saab auch auf den SUV-Zug aufspringen. Allerdings konnte Saab kein eigenes Modell entwickeln, sondern sollte auf ein GM-SUV-Modell zurückgreifen. Weiterlesen

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Saab Concept Cars – Teil 4

Saab 9-4X BioPower (2008)

Die 9-4X BioPower-Konzeptstudie wurde erstmals auf der Detroit Motor Show dem Publikum vorgestellt. Saab hat damit seinen Anspruch untermauert, im wachsenden Markt für Crossover-Fahrzeuge mitzureden.

Das kühl gestaltete Exterieur entspricht den bekannten skandinavischen Designprinzipien mit klarer Linienführung und dem Verzicht auf Verzierungen, Einfassungen und eine Dachreling. Das Styling der Frontpartie und das Innendesign wurden vom spektakulären Aero X Concept Car inspiriert.

Optimiert für Bioethanol (E85), ist der 2,0-Liter-Vierzylinder-Turbomotor mit BioPower-Technologie ein weiterer Beweis für die Vorteile der Rightsizing-Strategie in der Motorenentwicklung. Trotz der kompakten Abmessungen liefert das Aggregat eine Spitzenleistung von 300 PS und ein enormes Drehmoment von 400 Nm. Der wegweisende XWD-Allradantrieb von Saab mit seinem allzeit sicheren Grip sorgt dafür, dass mit dem 9-4X BioPower „die Fahrt zum Ausgangspunkt des Abenteuers so viel Spaß macht wie das Abenteuer selbst“.

Im ganz auf den Fahrer zugeschnittenen Cockpit fällt ein als Clear Zone bezeichneter transparenter Bereich auf, der vom Aero X Concept Car inspiriert wurde und die bündige Integration von Starterknopf und Bedienelementen für das Infotainment-System beinhaltet. Die markentypische grüne Instrumentenbeleuchtung ist eine Reminiszenz an den Ursprung des Unternehmens im Flugzeugbau, ebenso die an einen Höhenmesser erinnernde Skala der Geschwindigkeitsanzeige.

Weiter haben die Designer von Saab in Zusammenarbeit mit Top-Skifahrern der von Saab Salomon geförderten „Big Mountain“-Szene ein neuartiges Gepäckladesystem für Skier und Sportausrüstungen entwickelt. Der Gepäckraum im Heck hat einen ausziehbaren Boden mit ausklappbarer Skihalterung aus Aluminium, an der bis zu drei Paar Skier plus Skistöcke befestigt werden können. Die Skischuhe lassen sich in einem beheizten Fach unter der Ladefläche verstauen. Besonders praktisch ist auch die Auskleidung des gesamten Gepäckraums mit einem wasserdichten und verschleißfesten Gummibelag.

 

© Saab Automobile AB

Saab 9-X BioHybrid (2008)

Der Saab 9-X BioHybrid Concept wurde auf dem Genfer Automobilsalon als Studie präsentiert und sollte zeigen, wie ein zukünftiger Kompaktwagen von Saab aussehen könnte. Dabei ging es in erster Linie um die Erfüllung der Vorstellungen einer jungen Kundschaft, der es auf gutes Karosseriedesign, verantwortungsvolle Leistung und Hightech-Kommunikationsmöglichkeiten ankommt, all dies in einem Fahrzeug mit hohem Spaßfaktor.

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Neues zu Saab – 10.06.2011

Urlaubsbedingt konnte ich diese Woche bisher keine aktuellen Nachrichten veröffentlichen. Dafür konnte unser Saab Cabrio seine Allwettertauglichkeit in den Unwettern im nördlichen Brandenburg erfolgreich unter Beweis stellen. Hier ein Überblick über die Meldungen der letzten Tage:

  • Die Fahrzeug-Produktion bei Saab läuft zur Zeit nicht rund. Seit Dienstag kommt es immer wieder zum Stillstand der Produktion (vgl. Bericht der DI hier, Bericht der TTela hier und Bericht der GP hier). Saab hat gestern hier bekannt gegeben, dass man die Produktion befristet aussetzt, bis die Verhandlungen mit allen Zulieferern erfolgreich abgeschlossen sind.
    Genaue Informationen und Hintergründe zu den Ursachen gibt es bislang noch nicht. Der Saab-Pressesprecher Eric Geers hatte schon letzte Woche bekannt gegeben, dass es in den nächsten Wochen immer wieder zu Störungen der Produktion kommen könnte.
    Spekuliert wird jetzt, dass Saab sich noch nicht mit allen der ca. 1.000 Zulieferfirmen einigen konnte. Da es auch Zulieferer gibt, die nicht just-in-time liefern, könnten jetzt von einigen dieser Zulieferer die Vorräte aufgebraucht sein und eine weitere Belieferung von der fehlenden Einigung abhängen.
    Eine weitere Spekulation ist, dass aufgrund von Entlassungen bei einigen Zulieferern es jetzt bei diesen zu Produktionsengpässen mit der entsprechenden Auswirkung auf Saab kommt.
    Weiter wird natürlich spekuliert, dass Saab sich erneut in einem finanziellen Engpass befindet.
  • Wie bereits berichtet, wird sich Spyker am 15. Juni in Swedish Automobile N.V. umbenennen. An der Amsterdamer Börse wird das Unternehmen dann nicht mehr unter dem Kürzel SPYKR, sondern unter dem Kürzel SWAN geführt. Hoffen wir, dass das hässliche Entlein bald zu einem strahlenden Schwan wird!
  • Von Seiten der EIB bezüglich Wladimir Antonow herrscht weiter Funkstille. Eine Entscheidung ist nicht absehbar. Zumindest konnte Antonow aber auf einem anderen Gebiet einen Erfolg feiern. Am 1. Juni konnte er für 15 Mio. Pfund den englischen Fußball-Zweitligisten FC Portsmouth übernehmen.

Update 12.00 Uhr:

Inside Saab berichtet hier, dass Saab auch nächste Woche in Trollhättan nichts produzieren wird. Die Produktion des 9-4X läuft aber wie geplant. Grund für den verlängerten Produktionsstopp sind Probleme bei einigen Zulieferfirmen, die nicht zuverlässig liefern können. Unklar ist nach meinem Verständnis, ob es zusätzlich auch noch finanzielle Probleme gibt.

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Saab gibt Preise für 9-5II Sportkombi und 9-4X bekannt

„Wettbewerbsfähige Preise und ein spezielles Einführungsangebot für den 9-5 SportCombi
Frankfurt – Saab Deutschland hat die Preise für den komplett neuen Saab 9-5 SportCombi sowie den neuen Crossover des Hauses, Saab 9-4X, veröffentlicht. Beide Neueinführungen sind für die Marke von großer Bedeutung. Um den Premiumanspruch der Marke noch weiter hervorzuheben, wurde die ohnehin lange Liste der serienmäßigen Ausstattung der Saab 9-5 Modellreihe des Modeljahres 2012 zusätzlich erweitert. Weiterlesen

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Saab Automobile setzt Produktion befristet aus, bis der Zustrom von Komponenten wieder stabiler ist

Hier die Pressemitteilung von Saab Deutschland zum erneuten Produktionsstopp:

„Trollhättan, Schweden: Saab Automobile hat heute entschieden, die Produktion im Werk in Trollhättan befristet auszusetzen. Der siebenwöchige Produktionsstopp im April und Mai hatte nicht nur Auswirkungen auf Saab Automobile selbst, sondern insbesondere auch auf die Zulieferer. Zwar konnte Saab Automobile deutliche Fortschritte verbuchen und sich bereits mit der Mehrzahl der Zulieferer einigen, doch sind die Verhandlungen mit einer Reihe von Zulieferern über Zahlungs- und Lieferbedingungen noch nicht abgeschlossen. Weiterlesen

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Saab verbessert sich beim ADAC Auto-MarxX

Als überzeugtes Nicht-ADAC-Mitglied ist mir heute die Juni-Ausgabe der ADAC-Motorwelt in die Hände gefallen. An sich nicht sonderlich spannend, aber alle zwei Monate veröffentlicht der ADAC eine „Ranking-Liste“ aller Autohersteller.

Ob dieses ADAC-Ranking jetzt so den Tatsachen entspricht, darüber kann man lange streiten. Gerade einige Einzelwertungen – nicht nur bei Saab – erscheinen mir so nicht nachvollziehbar. Trotzdem war ich neugierig, wie Saab in der aktuellen Krise so abgeschnitten hat.

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Saab 9-5II Sportkombi Crashtest-Video

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Neues zu Saab – 06.06.2011

  • Die SvD berichtet hier darüber, dass trotz der Krise bei Saab die Fluktuation bei den Beschäftigten sehr niedrig geblieben ist. Bei den Arbeitern beträgt die Fluktuationsrate weiterhin 1%, bei den Angestellten 2%. Eine Abwanderung, insbesondere Richtung Volvo, ist nicht ersichtlich.
  • Ansonsten scheint erstmal Ruhe in den schwedischen „Pressewald“ eingekehrt zu sein. Die Produktion scheint problemlos zu laufen. Damit ist Saab natürlich für die Presse nicht mehr interessant.
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Umfrage: Welches Saab-Modell wird Dein nächstes Fahrzeug?

Seit der Unabhängigkeit von Saab scheint sich wirklich was zu bewegen. Auch wenn die ersten neuen Modelle noch unter GM-Regie entstandien sind, scheint Saab unter Spyker doch so etwas wie eine kleine (oder für Saab-Verhältnisse riesengroße) Modelloffensive zu starten. Gerade der angekündigte 9-3III scheint mit dem eXWD-Hybridantrieb und dem bahnbrechenden IQon-Multimediasystem ein richtiger Leckerbissen zu werden. Und Saab-Anhänger werden im 9-3III wieder mit dem lang ersehnten Schrägheck verwöhnt!

Wie sieht denn eure automobile Zukunft aus? Hier mal eine kleine Umfrage dazu:

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Zusammenfassung: Bisherige Infos zum 9-3III

Immer wieder tauchen jetzt weitere kleine Infos zum neuen Saab 9-3III auf. Ich will deshalb hier mal die bisher bekannten Infos und ein paar der plausibleren Gerüchte zusammenfassen:

  • Die Vorstellung des 9-3III soll auf der IAA in Frankfurt im September 2011 stattfinden. Ich persönlich halte aber den Autosalon in Genf im März 2012 für den wahrscheinlicheren Vorstellungort.
  • Bei den Händlern wird der 9-3III laut JAJ ab Oktober 2012 stehen. Es gibt Gerüchte, dass sich die Einführung um 6 Monate verzögern könnte. Dies wurde von Saab-Pressesprecher Eric Geers aber dementiert.
  • Es sind bisher drei Karosserie-Formen bestätigt: Cabriolet, Sportkombi und 5-türer (Sporthatch). Beim Sportkombi soll es sich um einen „Crossover“ handeln. Unklar ist, ob es nur den Crossover geben wird oder wie bisher auch den 9-3II Sportkombi und den 9-3X.
  • Produktionsstätten sollen Trollhättan und China (für den chinesischen Markt) sein.
  • Der 9-3III wird auf der Phoenix-Plattform aufbauen, einer stark modifizierten GM-Epsilon I-Plattform. Angeblich will Saab aber jetzt doch eine neue Plattform für fast alle zukünftigen Modelle entwickeln. Für mich ist noch unklar, ob da nicht das gleiche gemeint ist. Der Unterschied zwischen stark modifiziert und neu entwickelt ist gering und fließend. Auf jeden Fall wird GM keine IP-Rechte mehr an der neuen Phoenix-Plattform besitzen.
  • Der 9-3III wird von einem 1,6 Liter BMW-Mini-Motor angetrieben. Dieser leistet bis zu 240 PS.
  • Zusätzlich wird ein Hybrid-Allradsystem mit 34 PS die Hinterachse antreiben – Saab eXWD.
  • Angeblich soll es auch einen Hybrid-2.8T V6 in Verbindung mit eXWD geben.
  • Das bahnbrechende Multimediasystem Saab IQon wird serienmäßig an Bord sein.
  • Die Studie PhoeniX gibt einen ersten Hinweis auf das Design des 9-3III. Vor allem die Front soll wohl in ähnlicher Weise beim 9-3III kommen.

© Saab Automobile AB
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Saab Verkaufszahlen Mai 2011

Besonders spannend waren die Verkaufszahlen der Saab-Fahrzeuge im Mai 2011 aufgrund der aktuellen finanziellen Widrigkeiten. Aufgrund der erst wieder am 27. Mai gestarteten Produktion konnte Saab nach meiner Einschätzung im Mai keine guten Verkaufsergebnisse erzielen.

Erwartungsgemäß sind die Verkaufszahlen im Mai in den Hauptmärkten stark rückläufig. Dies ist natürlich wie gesagt keine Überraschung. Wenn man nichts produziert kann man auch nichts verkaufen. Laut Saab kam es schon im April und Mai zu einem Produktionsausfall von ca. 6.500 schon bestellten Fahrzeugen. Da zwischen Produktion und Auslieferung teilweise nur zwei bis drei Wochen liegen, musste der Produktionsstopp im April und Mai Auswirkungen auf die Zulassungszahlen im Mai haben. Ich gehe davon aus, dass der Juni sich aus den gleichen Gründen nicht besser entwickeln wird. Überraschend ist jedoch, dass in einigen Märkten die Entwicklung weiter positiv verlief. Dies könnte aber auch noch am Abverkauf von vorhandenen Lagerbeständen im Mai liegen.

Hier mal die Einzelmärkte im Mai 2011 (fehlende Landesdaten folgen in den nächsten Tagen): Weiterlesen

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Wie BMW Rover vernichtete – Teil 2: 2000 bis 2005

Fortsetzung von „Wie BMW Rover vernichtete – Teil 1: 1994 bis 2000„:

Mit dem berüchtigten Interview des BMW-Vorstandsvorsitzenden Bernd Pischetsrieder bei der Vorstellung des Rover 75 im Oktober 1998 auf der Birmingham Motor Show war natürlich der Verkaufsbeginn des Rover 75 mit einem großen Makel behaftet.

Bekannt war natürlich, dass Rover zum Zeitpunkt der Präsentation des Rover 75 Verluste einfuhr. Warum aber Pischetsrieder die Präsentation des Rover 75 nutzte, um Rover und insbesondere das Modell 75 verkaufsmäßig zu zerstören, ist nie bekannt geworden. Pischetsrieder hat sich nie dazu geäußert. Auch aufgrund dieser Ereignisse wurde Pischetsrieder im Februar 1999 als Vorstandsvorsitzender von BMW durch Joachim Milberg abgelöst. Dies spielt keine Rolle mehr, das Ergebnis blieb das gleiche.

Im Gespräch war nicht mehr das tolle neue Fahrzeug, sondern nur noch die Probleme von Rover und die Schließungsgerüchte. Die Kunden verloren das Vertrauen in Rover, die Verkaufszahlen gingen zurück. Der Rover 75 verkaufte sich trotzdem recht gut mit ca. 50.000 Einheiten im Jahr 1999, aber nicht gut genug für die BMW-Führung. Die Verkaufszahlen der beiden Vorgängerreihen 600 und 800 konnten zwar erreicht werden, aber die BMW-Führung hatte viel mehr erwartet, um die hohen Entwicklungskosten wieder einzubringen.

Rover fuhr 1999 nicht überraschend wieder einen hohen Verlust ein. Neben der negativen Propaganda des BMW-Vorsitzenden lag dies auch an den weiterhin hohen Entwicklungskosten. Rover entwickelte 1999 gleichzeitig 4 Baureihen, nämlich den Range Rover, den Rover 55, den New MINI und den Rover 75 Tourer. Auch baute man gerade eine neue Teile-Fabrik in Hams Hall. Diese hohen Kosten konnten natürlich aufgrund der ständig weiterbetriebenen desaströsen PR durch den BMW-Chef und weitere BMW-Vorstände und aufgrund des weiterhin ungünstigen Pfund-Wechselkurses nicht durch die Einnahmen ausgeglichen werden.

Im Jahr 2000 entschied deshalb die neue BMW-Führung unter Joachim Milberg, die Rover Group zu zerschlagen und möglichst viel Geld aus Rover herauszuziehen. Zunächst wurden Verkaufsgespräche mit der Alchemy Partners um John Moulton aufgenommen. Moulton wollte kurzfristig nur noch die MG-Modelle und den Rover 75 weiterproduzieren und langfristig unter dem Label MG Car Company in Kleinserie MG Sportwagen verkaufen. Diese Verkaufsverhandlungen scheiterten jedoch aufgrund der BMW-Forderungen.

Dann trat das Phoenix-Konsortium um den ehemaligen Rover-Chef John Towers auf den Plan. Towers (Foto links) akzeptierte die katastrophalen BMW-Forderungen.

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Pang Da bestellt weitere Fahrzeuge

Saab hat heute in einer PM hier bekannt gegeben, dass der Kooperationspartner Pang Da weitere 630 Saab-Fahrzeuge im Wert von 15 Mio. Euro bestellt. Diese Fahrzeuge werden zusätzlich zu den bereits bestellten 1.300 Fahrzeugen an Pang Da geliefert.

Diese Bestellung war bei der Kooperationsvereinbarung am 16. Mai schon vereinbart worden. Allerdings mussten dazu seitens Saab einige Bedingungen erfüllt sein, darunter der erfolgreiche Start der Produktion unter den Augen einer Delegation von Pang Da.

Der Anlauf der Produktion und der Besuch der Delegation von Pang Da am vergangenen Freitag waren wohl sehr erfolgreich. Der Eigentümer von Pang Da zeigt sich überzeugt von der Kooperation mit Saab und hat die Kaufoption über die weiteren Fahrzeuge heute wahrgenommen. Pang Da wird innerhalb einer Woche die 15 Mio. Euro an Saab überweisen. Die Auslieferung der zusätzlich bestellten 630 Fahrzeuge wird im Herbst 2011 stattfinden.

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Neues zu Saab 01.06.2011

  • „Saab-Produktion läuft gut an“, berichtet die TTela hier. „Es ist gut gelaufen, obwohl es ein paar kurze Stopps gegegeben hat“, sagte Margaretha Högström von der Saab-Kommunikationsabteilung. Saab sei noch in der Anlaufphase und komme daher nicht ganz auf eine Produktion von etwa 220 Autos, die Saab vor der Krise produziert hat. Saab beabsichtigt, die normalen Produktionzahlen noch diese Woche zu erreichen. Das Werk in Trollhättan hat einen Auftragsbestand von 6.500 bestellten Fahrzeuge.
  • Die TTela berichtet hier ebenfalls darüber, dass auch bei den Zulieferbetrieben die Produktion wieder begonnen hat. Das erste Mal seit sieben Wochen werden wieder Teile nach Trollhättan geliefert.
    TTela besuchte das Werk des Zulieferers IAC. Die Firma IAC war einer der Lieferanten, die zuerst die Lieferungen an Saab gestoppt hatten, als sie nicht mehr bezahlt wurden. Sie waren auch schnell dabei, 200 Arbeitnehmern die Kündigung am 28. April anzukündigen. 56 Arbeitern mit befristeten Arbeitsverträgen hätten gestern ihren letzten Arbeitstag bei IAC gehabt, wenn Saab nicht die Produktion wieder aufgenommen hätte. Diese Arbeitnehmer seien erleichtert, dass sie nun zunächst weiter einen Job besitzen.
    Viele Arbeitnehmer bei IAC haben aufgrund der Situation bei Saab verlängerten Osterurlaub genommen und Überstunden abgebaut.
    „Es ist ein perfektes Timing um das Osterwochenende. Einige haben auch in anderen Fabriken gearbeitet“, sagt Lars-Ove Bryngelsson von IAC.
    IAC fertigt Instrumentenpanele, Türverkleidungen sowie eine Vielzahl von Kunststoff-Spritzgussteilen für Saab. 50% der IAC-Produktion geht an Saab.
  • Ebenfalls berichtet die TTels hier, dass Saab 180 externe Berater wieder engagiert hat. Diese Berater waren vor dem Produktionsstopp für verschiedene Projekte tätig gewesen und wurden dann abgezogen.
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Saab 9-5 für einen Tag

Heute stand der Zwischenservice bei unserem Saab 9-3 Cabrio an. Probleme waren keine aufgetreten. Daher verlief der Service ohne zusätzliche Reparaturen und zusätzlichen Kosten.

Interessanter war aber unser fahrbarer Untersatz, den wir von unserem sehr freundlichen und sehr empfehlenswerten Saab-Händler als Werkstattersatzwagen bekamen. Als Ersatzwagen gab es für uns einen Saab 9-5II! Da mussten wir natürlich die Gelegenheit nutzen, den Wagen mal auf Herz und Nieren zu prüfen. Bei unserem Ersatzwagen handelte es sich um einen 2.0T Aero, der 220 PS leistet. Aus meiner Sicht die „saabigste“ Motorisierung.

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Neues zu Saab – 30.05.2011

  • „Die Jagd nach einem chinesischen Autohersteller geht weiter.“ TTela berichtet hier, dass Saab und Pang Da, die für die Herstellungskooperationen noch einen dritten Partner benötigen, mit einigen chinesischen Automobileherstellern in Verhandlungen stehen. Saab und Pang Da wollten aber nicht bestätigen, dass darunter sich auch die Firmen BAIC oder Youngman befinden. Saab geht davon aus, dass es aufgrund der Kooperation mit Pang Da leichter sein wird, einen weiteren Partner zu finden. Die Fertigung des Saab 9-3III für den chinesischen Markt ist laut Victor Muller ab 2013 beabsichtigt.
    Der chinesische Partner Pang Da sieht für Saab eine gute Zukunft in China. Allerdings sind für die Herstellungskooperation noch weitere Genehmigungen der chinesischen Behöden und der EIB notwendig.
  • Ansonsten scheint bisher alles seinen normalen Gang zu nehmen. Es gibt seitens der Presse nichts aktuelles zu berichten (was aus meiner Sicht positiv ist), so dass sich die TTela hier sogar mit einem Gerichtsstreit zwischen Saab und der schwedischen Steuerbehörde über eine Zahlung von ca. 200.000 Euro im Jahr 2009 beschäftigt.
    Großes Thema ist dagegen der deutsche Atomausstieg und die Befürchtung, dass Deutschland mehr (Atom-)Strom aus dem Ausland importieren müsse und dadurch auch die Strompreise in Schweden steigen. Schwedische Experten streiten sich darüber, ob der Strompreis in Deutschland sich verdoppeln wird…
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