Youngman steigt bei Saab ein

Ganz aktuell berichtet die DI hier, dass der chinesische Automobilhersteller Youngman als dritter Partner dem Joint-venture von Saab und Pang Da beitreten wird.

Gleichzeitag hat Saab soeben eine Pressemitteilung dazu hier veröffentlicht. Hier die deutsche Kurzzusammenfassung:

Trollhättan, Schweden: Spyker Cars N.V. (Spyker) meldete heute, dass Spyker, Saab Automobile AB (Saab Automobile), Pang Da Automobile Trade Co., Ltd. (Pang Da) und Zhejiang Youngman Lotus Automobile Co., Ltd.. (Youngman) ein unverbindliches Memorandum of Understanding (MOU) unterzeichnet haben. Die Vereinbarung beinhaltet eine Kapitalbeteiligung an Spyker von etwa 245 Mio. EUR sowie eine strategische Allianz, bestehend aus einem Vertriebs- und Fertigungs-Joint-Venture der drei Vertragsparteien. Das Fertigungs-joint-venture umfasst die Produktion von Saab-Fahrzeugen und Fahrzeugen einer gemeinsamen Tochtermarke in China. Am Fertigungs-joint-venture werden Saab und Youngman jeweils 45% und Pang Da 10% der Anteile halten. Am Vertriebs-joint-venture werden Saab und Youngman jeweils 33% halten, Pang Da 34%.

Gleichzeitig sollen Pang Da und Youngman Anteilseigner bei Spyker werden. Pang Da wird, wie schon am 16. Mai vereinbart, 24% der Spyker-Anteile übernehmen. Allerdings steigt jetzt der Kaufpreis für Pang Da von vormals 65 Mio. Euro auf 109 Mio. Euro. Youngman wird 29,9% der Spyker-Anteile übernehmen und dafür 136 Mio. Euro bezahlen.

Die Absichtserklärung ist zunächst unverbindlich. Es bedarf noch der Einigung über einzelen Punkte, der Zustimmung der chinesischen Behörden und Dritter.

Aus meiner Sicht eine gute Nachricht. Die Vereinbarung mit Pang Da war in Bezug auf die Herstellungskooperation zunächst skeptisch aufgenommen worden, da Pang Da kein Hersteller ist und die chinesische Regierung wohl eher negativ der Vereinbarung gegenüberstand. Insbesondere war von den chinesischen Behörden betont worden, dass eigentlich Youngman als erster mit Saab verhandeln dürfe. Der beabsichtigte Einstieg von Youngman sollte daher jetzt die chinesischen Behörden zufriedenstellen und eine Zustimmung insgesamt wahrscheinlich erscheinen lassen.

Die heute morgen aufgekommenen Insolvenzgerüchte dürften damit zunächst wieder verstummen. Allerdings geht es bei dieser Vereinbarung eher um die mittel- und langfristige Finanzierung von Saab. Gut ist aber, dass Victor Muller sich nicht nur auf eine Lösung konzentriert, sondern auf vielen Ebenen zur Sicherung der Finanzen von Saab verhandelt.

Eine Stellungnahme von Wladimir Antonow ist noch nicht erfolgt. Allerdings schließen die chinesischen Verträge Antonow nicht aus. Antonow wollte bisher für ca. 50 Mio. Euro Spyker-Anteile erwerben. Dies würde jetzt ca. 11% der Anteile entsprechen. Platz wäre also noch für Antonow!

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