Rover 75 Coupe Concept

Kurz vor dem Ende der MG Rover Group gab es im November 2004 einen letzten Kraftakt des Automobilherstellers: Er stelle zwei Concept Cars vor, den MG GT und das Rover 75 Coupe Concept.

Bereits die Rover 75 Limousine war von der Linienführung fast ein viertüriges Coupe. Elegante Linienführung und ein stark abfallendes Heck zeigten  deutlich die klassische Coupelinie. Doch die Überlegungen für ein Coupe begannen bereits während der Entwicklung des Rover 75 Ender der 90er Jahre.RGS-0199-095

Bernd Pieschetsrieder, der Neffe des Mini-Erfinders Sir Alec Issigonis und damaliger BMW-Vorstandsvorsitzender, hatte ein Faible für die alten englischen Marken. Daher entschied er, dass ein Rover 75 Coupe unter dem Markennamen Riley entwickelt werden sollte. Leider hatte BMW nicht die richtige Strategie für die Rover Group. Diese falsche Strategie führte von Gewinnen bei Rover vor der Übernahme durch BMW zu massiven Verlusten Ende der 90er Jahre. Pieschetsrieder wurde Anfang 2000 als BMW-Chef abgelöst, die Rover Group wurde von BMW völlig zerschlagen und größtenteils mit guten Gewinnen verkauft bzw. die lohnenden Teile verblieben bei BMW. Das Riley Coupe blieb in den Wirren des Jahres 2000 auf der Strecke.

Doch die Coupe-Idee lebte weiter in Birmingham. MG Rover stellte der Presse zum 100-jährigen Geburtstag von Rover das Rover 75 Coupe Concept Ende 2004 vor. Zwar war es nur eine Conceptstudie. Aber das Interieur sollte für alle Rover 75 Modelle im geplanten Modelljahr 2006 verwendet werden. Das Coupe sah zwar kürzer als die Limousine aus, verwendete aber exakt die gleiche Bodengruppe der Rover 75 Limousine mit einem Radstand von 2,75 Meter. Das Coupe wurde von dem im Rover 75 V8 eingesetzten Ford V8 mit 260 PS angetrieben. Als Besonderheit erhielt das Concept noch 19 Zoll Alufelgen und eine Doppelrohrauspuffanlage. Eigentlich sollte das Coupe Concept noch eine andere Front mit einem Lancia-ähnlichen Kühlergrill erhalten. Dies scheiterte jedoch an Zeitmangel, da das Designteam lediglich 9 Wochen zur Herstellung des Coupes Zeit hatte.

Der Wagen sah toll aus und wurde begeistert aufgenommen. Doch auch dieses Projekt scheiterte. Nach dem gescheiterten Einstieg von SAIC bei MG Rover musste der Konzern im April 2005 Insolvenz anmelden. Der Erwerber von MG Rover, der chinesische Autohersteller Nanjing, machte im Jahr 2006 aus dem Rover Coupe ein MG7 Coupe. Es wurden jedoch lediglich die Markenembleme außen ausgetauscht, auf dem Lenkrad befindet sich noch das Rover-Emblem. Das Coupe Concept steht heute in der MG Sammlung des MG Eigentümers SAIC (übernahm Nanjing 2007) in Longbridge bei Birmingham.

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4 Antworten zu Rover 75 Coupe Concept

  1. Blackpool Rocket schreibt:

    Ein wirklich traumhaft schöner Wagen! Vor allem der Innenraum mit abgestepptem Leder – Wow! Sehr schade, dass er nie gebaut wurde, ich hätte ihn sofort gekauft.

  2. Roland schreibt:

    Na das wäre auch eine echte Alternative für meinen SAAB gewesen… Schade das er nie gebaut wurde…

  3. Markus Bollig schreibt:

    Auch ich finde,dass es ein tolles Auto ist und wäre. Leider wird heute im Automobilbauer auf vieles geachtet,jedoch nicht auf Eleganz. So müssen wir denn ,da auch für der 75 kein Ersatz in Sicht ist,alles dafür tun,dass unsere Autos lange halten. Wer weiß,vielleicht baut Jaguar eines Tages wieder ein schönes Auto. Bis dahin heißt es pflegen,pflegen und nochmal pflegen.

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