Umfrage: Die Alternativen zu Saab – Teil 2

Gibt es ein Leben nach Saab? Die Antwort frei nach Loriot ist eigentlich recht simpel: Ein Leben ohne Saab ist möglich, aber sinnlos! Das ist das Motto meiner Reihe zu den möglichen Saab-Alternativen. Beim ersten Teil der Umfrage ging um die Alternativen zum Saab 9-5. Heute geht es um das Segment des Saab 9-3. Hier gibt es eine Vielzahl von Alternativen, die ich natürlich nicht alle vollständig vorstellen kann. Auch werde ich dem Saab 9-3 Cabriolet einen eigenen Teil widmen. Daher geht es heute ausschließlich um die Alternativen zum Saab 9-3 SportCombi und zur Sportlimousine.

Also was haben die andere Hersteller als Alternative zu bieten? Hier mal meine Auswahl:

  1. Volvo V60/S60
    Naturgemäß kommt wieder als erste Alternative der andere schwedische Hersteller in Betracht. Hier hat Volvo recht neue Modelle zu bieten, die V/S60-Reihe. Volvo bricht hier mit der Vergangenheit. Zum einen bricht man mit den bisherigen Modellbezeichnungen und bietet den Lifestyle-Kombi unter der gleichen Nummer wie die Limousine an. Gleichzeitig wird das Design aggressiver und weniger zeitlos. So rchtig scheint sich der Erfolg dieser Maßnahme aber nicht einzustelleb. Die Volvo-Verkäuffe stagnieren.
    Meine Meinung: Schon wieder sorry an alle Volvo-Liebhaber! Volvo bekommt von mir zwar auch für die kleineren Volvos den Schweden-Bonus. Aber Volvo scheint mir zur Zeit zu sehr auf Lifestyle zu spielen. Dabei hat man die praktischen Qualitäten völlig außer Acht gelassen. 380 Liter Kofferraum beim S60 430 Liter beim Kombi V60) in Verbindung mit einem winzigen Heckzugang sind in dieser Klasse eine Unverschämtheit. Die ist auch die Lifestyle-Ausrede nicht mehr angebracht sondern klingt eher wie eine Entschuldigung für das Unvermögen der Ingenieure. Zwar hat der Saab 9-3 mit 425 Liter und 419 Liter als Kombi nicht viel mehr zu bieten. Aber bei einer Neukonstruktion noch weniger bzw. kaum mehr einzubauen ist schon etwas traurig. Ich persönlich möchte ein schickes Auto haben und verzichte dafür auch auf etwas Laderaumvolumen (siehe unseren 9-5 SportCombi), aber einen einigermaßen nutzbaren Kofferraum möchte ich mit Kindern schon haben. Und dieser ist beim V60 im Gegensatz zu den Saabs trotz ähnlicher Volumenangaben nicht vorhanden.  Volvo vernachlässigt diese Zielgruppe also völlig, wenn man so einseitig auf Design setzt und die Funktion völlig vernachlässigt. So gewinnt man keine Kunden, was auch die nicht berauschenden Verkaufszahlen von Volvo zeigen.
  2. Mercedes C-Klasse
    Die C-Klasse kommt mittlerweile ins fünfte Jahr. Vor einiger Zeit gab es ein kleines Facelift, das einige Kritikpunkte wie die schlechte Haptik der Innenraummaterialien beseitigte. Ansonsten gibt es nichts aufregendes über die C-Klasse zu berichten. Ein solides Mittelklassefahrzeuge, das wie viele andere Fahrzeuge auch dem Trend nach etwas Sportlichkeit nachrennt.
    Meine Meinung: Die C-Klasse ist sicher kein schlechtes Auto, verköpert aber auch die typische Mercedes-Langeweile. Ein gutes Auto, aber keinerlei Emotion. Zusätzlich noch ein extrem hoher Preis. Das ist nichts für mich – C-Klasse-Kunde werde ich wohl nicht werden. Da passt einfach das Prteis-Leistungsverhältnis nicht. Aber den A-Klasse-Ableger CLA finde ich optisch nicht schlecht. Der könnte sicher für einige, die insbesondere keinen Kombi benötigen, eine interessante Alternative darstellen. Allerdings eine extrem und unverschämt teure. Als mir mal meinen Wunsch-CLA konfiguriert habe, wäre ich beinahe umgekippt. Mit 204 PS 4-Zylinder-Turbomotor und guter Ausstattung soll ich fast 60.000 Euro für ein gehobenes Golf-Klasse-Fahrzeug bezahlen? Nicht nur ich, sondern auch die schwäbische Hausfrau rotiert…
  3. BMW 3er-Reihe
    Die 3er Reihe wurde gerade komplett erneuert und folgt dem BMW-Trend, die Bangle-Ära wieder vergessen zu machen. Die neuen BMW wirken schlanker und weniger schwulstig.
    Und BMW ist weiter auf dem Schrägheck-Trip. Vor einigen Tagen wurden erste Fotos des neuen 3er GTs veröffentlicht. Neben dem 5er GT gibt es also bald ein zweites Schrägheckmodell bei BMW – Saab-typisch mit großer Heckklappe und viel Kofferraumvolumen.
    Meine Meinung: Auch der aktuelle neue 3er sieht recht schick aus und wirkt zudem schlanker als das Vorgängermodell. Aber auch hier gibt es das allgemeine BMW-Problem: Das zunächst schicke Design wirkt sehr schnell recht altbacken. Zeitloses Design ist also keine Eigenschaft, die ich einem BMW zuordnen würde. Aber zumindest gibt es einen 3er GT. Der ist optisch besser gelungen als die Katastrophe 5er GT. Trotzdem wirkt auch der 3er GT etwas wie ein aufgedunsener 3er. Längerer Radstand, größere Fahrzeugabmessungen, höhere Sitzposition; da ist es keine Kunst, den Kofferraum auf 520 Liter Volumen zu bekommen. Das konnte Saab früher besser (Saab 900II/9-3I: knapp 600 Liter), auch wenn man zuletzt diese Tugend vernachlässigt hatte. Die Familientauglichkeit hatte Saab (und nicht wie immer vermutet GM) leider beim 9-3II vernachlässigt und sich gegen ein Schrägheck und für die Limousine entschieden.
  4. Audi A4/A5 Sportback
    Gibt es tatsächlich einen neuen Audi A4? So ähnlich habe ich den Beitrag zu den Alternativen des 9-5 auch beim A6 angefangen. Nein, natürlich gibt es keinen neuen A4! Allerdings kann man das ja nie so genau wissen, denn bei Audi sehen zur Zeit die neuen vorne fast wie die alten aus. Vielleicht hat also Audi einen neuen A4 eingeführt und mir ist es noch gar nicht aufgefallen.
    Meine Meinung: Eigentlich gilt für den A4 das gleiche wie für den A6 (sehen ja auch gleich aus…). Der Audi A4 ist ein gutes und gefälliges Auto. Aber diese Langeweile! Und dann noch die Masse an Dienstwagenfahrer und Mitbürgern die glauben, dass man in einem Audi „cool“ unterwegs sei, weil man ein paar Leuchtdioden-Spiele machen kann. Ist doch irgendwie nichts für einen Saab-Fahrer! Für mich ist Audi deshalb zwischenzeitlich ziemlich „uncool“ geworden. Aber auf der anderen Seite gibt es mit dem A5 Sportback einen recht ansprechendes Schrägheck. Natürlich mit Extraaufschlag zum A4, und natürlich mit Leuchtdiodenkammerspielen…
  5. Skoda Oktavia
    Der Skoda Oktavia ist der Liebling der Privatkäufer und Skoda ist Importmarke Nr. 1 (Eigenwerbung Skoda) in Deutschland. Dies kommt nicht unerwartet, denn Skoda bietet beim Oktavia auf bewährter VW-Technik deutlich mehr als das Golf-Schwestermoddell. Dazu kommt noch ein günstiger Preis im Vergleich zu VW. Gerade der Oktavia Kombi bietet ein großzügiges Kofferraumvolumen. Zwar baut er auf dem Golf auf, aber von den Abmessungen passt er gut in die Mittelklasse – und das zu einem sehr günstigen Preis. Warum also keinen Skoda wählen?
    Meine Meinung: Warum kein Skoda? Ganz einfach, der Wagen mag praktisch sein, ist aber auch unglaublich langweilig. Keine Emotion, damit taugt ernur zum Lastesel. Und ist zumindest deutlich billiger als die emotionslosen Premiumgewächse. Trotzdem irgendwie kann ich mich nicht für Skoda erwärmen. Wie sagt einmal eine ungarische Bekannte auf die Frage, warum sie sich keinen Skoda kauft: „Ich habe noch etwas Würde!“ Irgendwie gut auf den Punkt gebracht.
  6. Lexus IS
    Tja, was soll man zu Lexus sagen. An sich ein interessantes Projekt mit einer exklusiven Marke die Toyota-Modelle zu veredeln. Aber Lexus ist mehr als das, mit eigenständigen Modellen hat man den US-Markt erobert. Die anderen japanischen Hersteller haben mit Acura und Inifiniti nachgezogen. Aber in Europa bleiben die Japanaer mit dieser Taktik bisher chancenlos. Insofern ist der Lexus IS eine individuelle Alternative zum Saab 9-3.
    Meine Meinung: Die Fahrzeuge sind nicht schlecht und auch nicht unsympathisch. Aber zum einen wirkt der Lexus IS so, wie der Markennamen ist – künstlich. Zum anderen: Wenig Emotion und bei der Haptik (nicht bei der Qualität) im Innenraum gibt es Verbesserungsbedarf.
  7. Seat Exeo
    Audis Resterampe lässt grüßen! VW hat Probleme mit Seat. Die spanische Marke schwächelt auf dem Heimatmarkt aufgrund der Wirtschaftskrise. Und europaweit wird Seat zwischen VW und Skoda im VW-Konzern aufgerieben. Eigentlich gibt es dort nämlich keinen Platz für Seat. Daher versucht man sich jetzt als sportliche Marke im VW-Konzern.  Allerdings ist Geld knapp bei Seat. Daher bietet man seit einigen Jahren den alten Audi A4 an. Seat-Front und -Heck und dazu das Audi A4 Cabrio-Cockpit – schon hat man einen Seat Exeo. Zwischenzeitlich gibt es sogar ein kleines Facelift. Das hat überraschenderweise dem Exeo jetzt auch die Audi-Leuchtdiodenfestspiele eingebracht.
    Meine Meinung: Die Autos sehen zwar noch recht ansehlich aus, sind mir aber zu aggressiv. Auch fehlt es an einer echten Herkunft. Nur die Wolfsburger Markensprüche von der südländischen Sportlichkeit Seats reichen mir nicht. Wenn man ein sportliches südländische Auto will, dann fährt man Alfa Romeo und nicht Seat! Gegen den italienischen Aperol Spritz (die Schreibweise ist richtig!) Alfa Romeo ist Seat leider nur ein Eimer Sangria, der schon den ganzen Tag in der Schinkenstraße gestanden hat.
  8. Citroen DS5
    Der PSA-Konzern segelt in rauer See. Man ist zu sehr auf den europäischen Markt fixiert und fährt dort heftige Verluste ein. Die Konzernmarke Citroen könnte hier mit den recht neuen DS-Modellen ein Rettungsanker sein. Denn im Gegensatz zu den normalen PSA-Modellen kann Citroen diese Luxusvarianten in der Tradition von Mini und Fiat 500 mit geringerem Rabatt und mit mehr Gewinn verkaufen. Ob dies den Konzern retten wird, ist ungewiss. Aber zumindest bietet Citroen mit dem DS5 eine optisch eigenständige interessante Alternative an. Und das Crossover-Modell DS hat sogar so etwas wie ein Schrägheck!
    Meine Meinung: Warum eigentlich nicht! Auch wenn Citroen nicht eine meiner bevorzugten Marken ist üben die alten Modelle wie ID, DS, CX, Ami6, usw. eine besondere Faszination aus. Skuril und technisch fortschrittlich. Nach gefühlten 20  Jahren Einheitsbrei scheint sich Citroen wieder auf diese Traditionen besonnen zu haben. Daher stehe ich diesen Modellen positiv gegenüber, auch wenn Citroen weiterhin nicht „meine“ Marke ist. Hoffentlich ist es aber nicht zu spät für PSA.
  9. Subaru Legacy
    Hier kommt die von vielen schon bei der ersten Umfrage gewünschte Subaru. Die japanische Firma hatte sogar einmal ein Saab-Modell produziert, den Saab 9-2X, ein Impreza mit Saab-Schnauze. Gut, dieses Intermezzo sollte man schnell vergessen – wobei man hier Subaru keinen Vorwurf machen kann. Subaru ist individuell und hat mit den Boxermotoren und als Allradpionier auch technisch immer einen anderen Weg eingeschlagen als die Massenhersteller. Daher könnte der Subaru Legacy eine echte Alternative zum Saab 9-3 sein. Der Legacy ist zwar etwas größer als ein 9-3, passt aber von den Abmessungen eher in die Mittelklasse und nicht zum Saab 9-5.
    Meine Meinung: Bis vor wenigen Jahren war Subaru bei mir sehr positiv abgespeichert. Aber eine ausführliche Probefahrt mit einem Subaru Lagacy Kombi im Jahr 2009 hat mein bis dahin positives Verhältnis zu Subaru sehr stark angekratzt. Das Auto war grauenhaft, das Fahrverhalten und insbesondere der Allradantrieb waren eine Zumutung. Das billigste Plastik innen und laute Getriebegeräusche zerstörten die Wohlfühlatmosphäre. Subaru mag zwar individuell sein, aber etwas Niveau muss schon sein. Subaru hat meine Sympathien damals verspielt – zumindest zur Zeit. Aber einen solchen technischen und fahrerischen Rückschritt im Vergleich zu Saab muss ich persönlich nicht haben!
  10. Hyundai i40
    Ein echter Newcomer in diesem Segment ist Hyundai. Zwar bietet Hyundai schon lange Mittelklasse-Fahrzeuge an. Aber dieser waren immer äußert langweilig und nicht gerade inspirierend. Erst in den vergangenen Jahren hat Hyundai zu einer ansprechenden und vor allem eigenen Designsprache gefunden. Da gleichzeitig die Qualität der Fahrzeug sehr gut geworden ist, konnte sich Hyundai auch beim Markenimage deutlich verbessern.
    Meine Meinung: Kein schlechtes Auto und ein recht schickes Design, warum sollte man da noch einen Opel oder VW kaufen? Trotzdem, Hyundai ist irgendwie noch nichts für mich.

Natürlich gibt es noch einige andere Alternativen, insbesondere aus Japan und Korea. In der Umfrage fehlen zum Beispiel unter anderem der Honda Accord und der Mazda 6. Aber irgendwo muss man ja einen Strich ziehen und vielleicht kann man ja Lexus und Hyundai auch als Stellvertreter dieser Anbieter betrachten. Leider gibt es keinen kleinen Jaguar mehr. Der X-Type war ein schönes und völlig unterschätztes Auto. Daneben gibt es ja noch die Vertreter von VW, Ford und Opel. Insbesondere mag sich manch einer fragen, wo Opel in dieser Umfrage bleibt. Aus meiner Sicht ist das ganz klar: Nirgendwo! Denn ein Produkt, bei dem GM den Erlös einstreicht, kann keine Alternative zu Saab sein. Auch die anderen Vertreter der deutschstämmigen Lasteselklasse habe ich weggelassen. Irgendwo muss halt Schluss sein!

Zum Abschluss natürlich wieder die Frage an euch – welche Alternativen zum Saab 9-3 SportCombi/Sportlimousine würden für euch in Frage kommen?

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18 Antworten zu Umfrage: Die Alternativen zu Saab – Teil 2

  1. Ich glaube es gibt keine alternative zum 9-3 II, vielleicht einen 9-3 I 😉
    Im ernst, es ist einfacher eine Alternative für den 9-5 zu finden, aber JLR arbeitet schon daran.

  2. Gebhard schreibt:

    Die letzten 8 Jahre bin ich einen Saab 9-3 tid und einen 9-3 ttid gefahren. Ich war immer sehr zufrieden und wollte keinesfalls ein anderes Fahrzeug fahren. Jedoch bin ich beruflich zwischen 25.000 – 30.000 km jährlich mit dem Fahrzeug unterwegs und habe auf Grund des Verkaufs von Saab an Nevs das Fahrzeug verkauft und mir einen Volvo D5 S60 zugelegt. Das Fahrzeug ist absolut topp und verfügt über sehr viele tolle sicherheitsrelevanten Helferlein. Ich bin mit dem Fahrzeug sehr zufrieden, kann jedoch Saab nicht vergessen und mein 9-3er fehlt mir sehr. Ich plane mir nun wieder einen 9-3 I Cabrio zuzulegen und den Seelenfrieden wieder herzustellen. Eine richtige Alternative gibt es für mich somit auch nicht. Der Volvo S60 wird die arbeitsreichen Tage für mich da sein und der Saab dann für die Freizeit. Ist doch gut so!!!

  3. Thomas Beutler schreibt:

    Für mich fehlt da eindeutig Mazda in der Umfrage!
    Mazda hat sich meiner Meinung nach sehr schön entwicklet. Sie bringen jetzt richtig schöne Autos auf den Markt.
    Der neue 6 er und der CX-5 gefallen mir sehr gut.Schickes Desgin und gute Verarbeitung. Kann mir sehr gut vorstellen, dass sie das „Erbe“ meines 9-5 irgendeinmal antreten könnten.

    • Michael schreibt:

      Muss ich mich dranhängen… Ich hatte schon erste Erlebnisse mit dem Mazda 6 und ich muss sagen: Hut ab – ein „kleiner“ Hersteller, der mit Innovationen glänzt und dabei auf Design nicht vergisst – wo hab ich das nur schon mal gehört????

  4. Herbert Hürsch schreibt:

    >> Da gleichzeitig die Qualität der Fahrzeug sehr gut geworden ist, konnte sich Hyundai auch beim Markenimage deutlich verbessern.
    Meine Meinung: Kein schlechtes Auto und ein recht schickes Design, warum sollte man da noch einen Opel oder VW kaufen? <<

    Nun ja, wer solche Fragen stellt, gibt zugleich auch eine plausible Antwort. Nicht zuletzt darauf, warum der eine oder andere europäische Automobilhersteller kriselt und warum in Trollhättan und anderswo in Europa schon länger Arbeitsplätze zu tausenden verloren gehen, denn so denken viele Schweden, Briten, Italiener und Deutsche schon länger …

    Autos (Neuwagen) sind DIE kostspieligste Anschaffung, die höchsten Einzelausgaben, die Bürger in der Regel in ihrem gesamten Leben tätigen (von Immobilien, Yachten, Privatjets, Turnierpferden und dergleichen mal abgesehen).

    Es sei jedem selbst überlassen, aber man sollte sich hin und wieder schon mal bewusst machen, wie viel da eigentlich dran hängt, wenn Europäer alles (und zunehmend eben auch Autos) nur noch aus Asien beziehen. Fast jeder jammert, dass man angeblich kaum noch europäische Produkte aus europäischer Produktion kaufen könne, dass ein Industriezweig nach dem anderen, dass letztlich alles den Bach runterginge …

    Wer diese Entwicklung mit seinem Konsumverhalten forciert, der soll sich bitte auch nicht über sie beschweren.

  5. Jochen Eser schreibt:

    Ganz nette Zusammenfassung, aber bei manchen Aussagen muss ich widersprechen.

    1. “Zeitloses Design ist also keine Eigenschaft, die ich einem BMW zuordnen würde.“
    Sehe ich genau umgekehrt. Auch alte BMW`s wirken noch immer schön. Die E46-Baureihe finde ich noch immer super, schlank und elegant, obwohl sie aus der Chris Bangle Zeit stammt. Den alten eckigen 3ern kann man Zeitlosigkeit wohl auch nicht wirklich absprechen.

    2. Die Citroen-Alternative ist nicht das Experimental-Lifestyle-Mobil DS5, sondern der C5.
    3. Mazda wurde vergessen. Ganz klar.

    4. Die Aussage:“ Denn ein Produkt, bei dem GM den Erlös einstreicht, kann keine Alternative zu Saab sein.“ ist natürlich Unsinn. Wir reden hier schliesslich vom SAAB 9-3, und somit von der Zeit, als Saab zu GM gehörte. Also auch der 9-3 ist ein Produkt, wo GM den Erlös eingestrichen hat, oder besser : Die Verluste ausgeglichen hat.

    Ich fahre seit Mai2012 einen 9-3, meinen ersten Saab übrigens. Sehr ruhiger und leiser Gleiter, bequeme Sitze, schönes Ambiente.
    Meine Alternativen wären Mazda 6, BMW E46 oder auch C5 gewesen. Alle drei zeichnen sich durch gutes Design aus ( ist natürlich sehr subjektiv) Daß es dann doch ein Saab wurde, lag vor allem daran, daß ich durch meinen Arbeitgeber vorbelastet bin. Es ist ein großer amerikanischer Automobilkonzern, zu dem Saab mal gehörte…. Sonst wäre es wohl anders ausgegangen.

  6. Manfred aus Salzburg schreibt:

    Manfred aus Salzburg,
    Dein Kommentar lieber Herbert Hürsch spricht mir aus der Seele. Als Europäer sollte man sich doch Gedanken machen, welche Produkte man von welchem Hersteller, kauft. Immer wieder und immer häufiger werden Waren bei uns – in Europa – angeboten, welche in der überwiegenden Zahl als „made in China“ hergestellt wurden.
    Doch zurück zum Automarkt: Da habe ich für meinen Teil leider nicht die besten Erfahrungen mit der Automarke aus Wolfsburg gemacht. Es ist schon lange her, doch habe ich die Marke Golf noch immer und damit den Service in Salzburg, nicht in bester Erinnerung.
    Daß man sich in diesem „Salzburger Vertriebsunternehmen“ eher wie ein Bittsteller vorkommt, ist kann ich nicht sehr kundenfreundlich feststellen und man fühlt sich eigentlich vor den Kopf ge- stoßen.
    Gott sei Dank, sind die Schäden bei beiden Autos der Marke Golf II u. III schon in der Garantie- zeit aufgetreten (Kopfdichtung) und wurden auch anstandslos behoben. Doch mit haarstreu- benden Bemerkungen des zuständigen Werkmeisters, welche auch für mich als Laie sehr frag- würdig waren.
    Durch Zufall sah ich im Spätherbst des Jahres 2006, einen zwei Jahre alten, sehr gepflegten SAAB 9-3 II TiD (Erstzulassung Juni 2004) mit einem Kilometerstand von ca. 18t Km.
    Zusätzlich mit einer Mehrausstattung, wie Standheizung, Xenonlicht, Regensensor, automatische Rückspiegel-Abblendung.
    Nachdem ich selbst bereits auch ein älteres Baujahr (1940) bin, wird dieser SAAB voraussichtlich mein letztes Fahrzeug sein, wenn die Qualität, welche allgemein gelobt wird, paßt.
    Von der Fahrleistung, trotz des Fahrzeuggewichts von 1.510 kg, bin ich immer wieder überrascht. Die Grundausstattung und die Verarbeitung ist vorbildlich.

  7. Klaus 9-5 II schreibt:

    Zu meinem privaten aktuellen Fuhrpark gehören zur Zeit 11 Fahrzeuge:
    Saab 9-5 II Aero Turbo4 Autom.2012, Saab 9-3 Turbo Cabrio 2000, Saab 900-1 2,1-16V 1991, Citroén DS21 1972, Citroén GSA 1979, Citroén Ami6 1965, Citroén C6HDI 2009, Citroén C3 Picasso 2011, Citroén Jumper 2006, Subaru Outback 2,5 2002, Subaru Legacy 3,0R SW 2006.
    Speziell beim Thema Subaru kann ich die Eindrücke des Bloggers nicht bestätigen! Qualitativ ist ein Subaru das Non-Plus-Ultra. Selbst mein fast 11 Jahre alter Outback hat mit 175.000km noch den ersten Auspuff, die ersten Querlenker und sogar noch die ersten Koppelstangen! Defekte? Eine Lichtmaschine lief mal rauh, das wars. Klappern? Fehlanzeige. Solide wie eine Burg. Meinen Legacy 3,0R SW kann man ganz frech mit dem Turbo-X vergleichen, wenn auch der Turbo fehlt. Trotzdem Leistung satt. Klar ist Subaru anders als Saab, aber genauso einigartig: Understatement pur, nicht an jeder Ecke. Allrad, Boxer-Sound und Qualität auf Über-Niveau. Nicht umsonst ist Subaru seit vielen Jahren Weltmeister in der Kundenzufriedenbheit.
    Da uns der Saab 9-4X vorenthalten bleibt, steht jetzt noch der Kauf einer wirklichen und echten Alternative an: Subaru B9 Tribeca!
    Sorry, fast vergessen wir sind hier auf einem Saab-Blog 🙂
    Ne, Spaß beiseite, es wird mit Saab weitergehen, da bin ich mir ganz sicher und ich werde auch noch viele Saab neu und gebraucht kaufen.
    Aber Mercedes, BMW oder Audi eine Alternative zu Saab? Oder ein Auto aus dem Grusel-Verein Volkswagen und Co.? Um Gottes Willen, NIEMALS! Stellt euch doch mal vor, mit voll gepacktem Einkaufswagen sucht ihr im Regen euern silbernen Passat, von dem auf dem einen Parkplatz an die 10 stehen die sich nur am Nummernschild und den Raddeckeln unterscheiden…
    Wie schlimm muß es sein, am Morgen sein Haus zu verlassen und in der Garage einen VW zu sehen? Da kann die gute Laune doch nur hin sein, oder?
    Lexus oder Infiniti gingen wohl auch noch.

    Schöne Grüße
    Klaus

    • bia10nca schreibt:

      Lieber Klaus,
      Ich stimme dir voll zu. ich fahre seit fast einem Jahr einen Beetle ( den Neuen). ( Ausserdem gehört auch ein Saabrio 2009 in unseren Stall).
      Aber den individuellen Beetle findet man nur einmal in vielen Garagen, Parkplätzen,…
      Diese Individualität bezahlt man aber teuer. ausserdem ist er ein Mexikaner und nebenbei mit vielen Weichplastikteilen kompletiert. Wir hatten bisher nur Schwierigkeiten mit Porsche Austria wegen nicht schliessender Fenster.
      Und wenn der Beetle auch auf der Golf Plattform steht, es passt kein einziger Golf Teil in dieses Auto.
      Unser beetle gehört zwar jetzt zur Familie, aber ich würde mir keinen VW mehr kaufen.
      Zu schwedischer Qualität kommt VW nicht ran.
      Und übrigens : PSA hat letztes Jahr 15% an GM verkauft. Man sollte sich echt überlegen, wo die Waren herkommen, die wir kaufen. Denn es sind auch unsere Arbeitsplätze, die wir mit dem Kauf eines Europäischen Wagens sichern.
      Grüsse aus Tirol

    • Jürgen schreibt:

      Hallo, Klaus,
      ich kann Dir bezüglich Subaru nur zustimmen. Ich bin vor kurzem einen 6 Jahre alten Forester mit knapp 150 Tkm gefahren -meine erste Subaru-Fahrt- und ich war sehr angetan. Der Wagen fuhr sich prima leichtgängig und dadurch wie selbstverständlich. Ähnlich wie seinerzeit bei Romikaschuhen: reinsetzen und wohlfühlen. Ich bin übrigens durch meinen SAAB-Händler erst auf Subaru aufmerksam geworden. Er hatte diese Fahrzeuge einige Jahre im Vertrieb und war von der Haltbarkeit über mehrere Hunderttausendkilometer hinweg (woher kennen wir das?) sehr begeistert -lediglich das dünne Blech war Anlass zur Kritik. Für mich ist Subaru eine Alternative.
      Jürgen

  8. saabig93 schreibt:

    Ich bin ja normalerweise nur begeisterter Leser.
    Aber:
    Was ist denn da eigentlich für ein (!) Komiker und Spaßbieter am Werk, der uns die seelenloseste, würdeloseste Kartoffelkiste Octavia als SAAB-Ersatz vermitteln will?
    Ist das Ihr Ernst??? Sind Sie sicher, dass Sie richtig auf diesem schönen Block sind?
    Wolfsburger Langeweile-Gähn-Einerlei als SAAB-Alternative? Ernsthaft, gibt es etwas grauenvolleres als einen Skoda, VW oder Seat?
    Ein SAAB hat keine Alternative, oder wenn, dann evtl. von Volvo, Lexus oder evtl. auch Subaru.
    Blogger, bitte mal prüfen, wie viele wirklich auf das Ding Oktavia geklickt haben, vermutlich nur dieser eine Spaßvogel – und dann bitte zurücksetzen.
    Schöne Grüße
    Dirk

    • tauentzien schreibt:

      Sorry, aber bisher „passt“ die Umfrage!

      • saabig93 schreibt:

        Sorry, wenn ich wiederspreche!
        Ich habe beobachtet, wie der Octavia vorgestern vom vermeintlich vorletzten Platz binnen einer halben Stunde im Minutentakt gepuscht wurde bis er zeitweise noch vor dem Volvo lag. Das ist doch Verarsche und ganz bestimmt nicht im Sinne des Erfinders, oder?
        Wenn das alle so machen würden…?!

        • tauentzien schreibt:

          Mag sein, aber so nachvollziehen, dass es von einer Adresse ausging, kann ich es eben nicht. Und nur aufgrund der kurzen Zeitspanne die Votes wieder zu löschen halte ich auch nicht für angebracht. Dann müsste ich auch einige Stimmen für andere löschen.

  9. saabig93 schreibt:

    Schade.
    Dann bekommen wir alle bei dieser Umfrage ein sehr aussagekräftiges Ergebnis.
    Mich für meinen Teil hätte tatsächlich interessiert, welche Alternativen SAAB-Fans in ihren schlimmsten Träumen ins Auge fassen würden…
    Wo wäre wohl der tatsächliche Octavia-Konkurrent Dacia Logan als echte SAAB 9-3-Alternative gelandet? Ganz bestimmt auch mit Volvo S/V60 auf Augenhöhe!
    Traurig, traurig.

    • tauentzien schreibt:

      Natürlich bekommen wir ein aussagekräftiges Ergebnis. Es dürfen ja auch Skoda Oktavia-Fans mitabstimmen. Auch wenn ich dieses Fahrzeug persönlich nicht mag. Den Volvo mag ich aber auch nicht, trotzdem akzeptiere ich das Ergebnis für den Volvo.

  10. Jochen Eser schreibt:

    Traurig? Lassen Sie doch mal die Kirche im Dorf. Es geht doch nur um Autos….

    Traurig ist, wenn Jemand schreibt: „Stellt euch doch mal vor, mit voll gepacktem Einkaufswagen sucht ihr im Regen euern silbernen Passat, von dem auf dem einen Parkplatz an die 10 stehen…“ wenn also Jemand sein Selbstverständnis und sein Selbstwertgefühl von so einer Nebensache wie ein Auto abhängig macht….

  11. Joachim V. schreibt:

    Also ich finde den Skoda Oktavia, insbesondere das jetzt aktualisierte Modell, gar nicht so schlecht. Natürlich ist Skoda kein Saab. Aber die haben ein unschlagbares Preis-Leistungsverhältnis und verkaufen nicht umsonst so viele Fahrzeuge. Der Kofferaum beim Oktavia Combi ist übrigens größer als der des 9-3 SC. Und eine Allrad-Version gibt es auch noch.
    Also wenn ich mir ein neues Auto anschaffen würde, könnte ich mich für eine Übergangszeit, bis wieder SAABs produziert werden, durchaus anfreunden. Soll ja kein Fahrzeug für die dauer sein, wie es bei einem Saab möglich wäre, aber für eine Übergangszeit: Warum nicht?

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