Neues zu Saab – NEVS-Deal in China vollzogen

Heute gibt es wieder Neuigkeiten zu den Plänen von NEVS in China. Bereits am 8. Januar 2013 hatte NEVS mit der Stadt Qingdao ein Joint-venture vereinbart. Die Investmentgesellschaft der Stadt Qingdao sollte 22 Prozent der Anteile an NEVS erhalten. Im Gegenzug sollte Qingdao ca. 230 Mio. Euro investieren. Am 11. Juni wurde jetzt die Anteilsübertragung vollzogen. Qingdao ist laut Eintragung im schwedischen Handelsregister 22 prozentiger Anteilseigner. Es ist daher dovon auszugehen, dass das Geld aus China bereits an NEVS geflossen ist.

Damit wurde das im Januar vereinbarte Joint-venture zwischen der Qingdao Qingbo Investment Co. Ltd., der State Power Group Co. Ltd. und NEVS vollzogen. Darin hatte man neben der Anteilsübertragung und dem entsprechenden Investment in NEVS vereinbart, dass in der Stadt Qingdao (der ehemaligen deutschen Kolonie Tsingtau) ein Saab-Werk mit einer Kapazität für 400.000 Fahrzeuge errichten werden soll. Interessant dabei ist, dass die State Power Group ebenfalls zur Firmengruppe des NEVS-Besitzers Kai Johan Jiang gehört. Die Qingdao Qingbo Investment Co. Ltd. gehört der Stadt Qingdao und ist damit ein staatliches Investmentunternehmen. Das Joint-venture wird insgesamt 1,2 Mrd. Euro in China in die Fabrik, in ein Saab-Entwicklungs- und in ein Saab-Verkaufszentrum investieren. Zuerst will man mit ca. 480 Mio. Euro eine Fabrik mit zunächst 200.000 Fahrzeugen Kapazität aufbauen. Die chinesische Fabrik soll den asiatischen Markt bedienen, während Trollhättan für Europa und Nordamerika produzieren soll.

Ob diese geplanten Produktionszahlen realistisch sind, bleibt abzuwarten. Zunächst muss NEVS die Produktion des Saab 9-3II auf die Reihe bekommen. Hier scheint NEVS auf einem guten Weg zu sein. Kürzlich wurden die ersten Produktionsmitarbeiter eingestellt. Diese sollen im August ihre Tätigkeit aufnehmen. Hilfreich wird das Investment aus China sicherlich sein. Doch jetzt muss das Produkt folgen und vor allem endlich die Marketingmaschine anlaufen.

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11 Antworten zu Neues zu Saab – NEVS-Deal in China vollzogen

  1. Geoffrey schreibt:

    Das nehmen wir jetzt einfach mal so hin und freuen uns darüber. Werkeln im Verborgenen, aber sowas von. Da kriegt man richtig Lust, die PR für zu machen. Zumal es ja jetzt tatsächlich was zu erzählen gibt …

  2. Marcus schreibt:

    das passt doch alles nicht zusammen.
    so soll der start im spätherbst mit dem 9-3 cabrio erfolgen, welches nahezu komplett für den chinesischen markt, speziell die stadt qingdao gebaut werden soll.
    ein cabrio als behördenfahrzeug in „grossen“ stückzahlen? das gibts noch nicht einmal ein china.
    einen komplette autofabrik mit entwicklungszentrum etc. in china mat trollhättan entbehrlich. ein import von fahrzeugen aus china ist um welten billiger, als eine produktion in europa.
    was also soll dieses theather um diese mehr als nebulöse firma „nevs“ und auf was bitte sollen wir uns freuen? was ist daran noch saab?
    ich bleibe dabei: das ganze stinkt zum himmel und ein grund für dieses gebilde kann nur das abschöpfen von subventionen sein.
    wenn ich schon die leeren phrasen des einzigen nevs-mitarbeiters, der offensichtlich der sprache mächtig ist, lese, bin ich sicher, dass es sich dabei um ein luftnummer handelt.

    • Peter schreibt:

      Marcus hat da vollkommen Recht , man kann die Lage durchaus so sehen . Allerdings die Hoffnung stibt zuletzt und es gab schon schlechtere Nachrichten . Aber ich hab`s hier schon oft geschrieben , ich glaube erst an einen neuen Saab , wenn ich ihn beim Händler vor Ort stehen sehe

  3. URS schreibt:

    NEVS vollzieht einen Schritt um den anderen und schafft Realitäten. Das ist im Moment viel wichtiger als PR zu machen. Da kann NEVS im Moment gar noch nicht viel bieten, weil es da wenig zu berichten gibt und noch einige Stoplersteine auf dem Weg liegen.
    Aktuell sind es wir, die SAAB Besitzer und Fans die für die Marke etwas PR machen können, indem wir unsere Fahrzeuge pflegen und zeigen. In meiner Gegend sind in letzter Zeit einige „alte“ SAAB Fahrzeuge aufgetaucht, bzw. lassen sich auf den Strassen sehen. Das ist doch gute PR wie es sich für SAAB gehört – nicht das Gewöhnliche, sonder das Spezielle!

  4. Michael schreibt:

    Hej Urs,
    gehe mit dir, was du schreibst.
    Ausserdem kennt doch jeder die Chinesen. Ich bin absolut überzeugt, dass Trollhättan eine kleine Rolle spielen wird bei dem ganzen Hick-Hack. Die Chinesen werden einen Teufel tun und in Europa produzieren und wenn, dann wäre das nur eine Frage der Zeit, wenn die dann das Werk endgültig schließen und wieder stehen dann die Menschen auf der Strasse.
    Saab wird nicht mehr Saab werden deshalb bleibe ich meinem Saab treu u. werde ihn nie verkaufen. Ein Cinesen-Saab wird es nicht geben für mich.

  5. Marcus schreibt:

    das sind wohl trippelschritte, die hier gemacht werden.

    wenn man etwas in absehbarer zeit verkaufen möchte, muss an einen markt bearbeiten – nochmehr, wenn alles wie bei saab daniederliegt. die wollen nichts an uns verkaufen, das ist der punkt.
    ein saab ist nicht nur ein saab, weil es draufsteht, dazu gehört mehr und genau das sehe ich bei nevs nichtmal ansatzweise. die ganze grosse fangemeinde ist doch denen eigentlich nur lästig.

  6. Karl schreibt:

    Also, so wie Peter schreibt, erst wenn wirklich Autos beim Händler stehen, könnte man mich umstimmen. In meinem Hinterkopf ist immer noch der Gedanke aktuell, dass irgendwann die gesamte Ausrüstung nach China verfrachtet wird. Bis dahin macht es sich vielleicht ganz gut, wenn in Trollhättan aus ein paar Resten einige wenige 9-3 zusammengeschraubt werden.
    Wie Chinesen so „arbeiten“, sieht man ja aktuell an Youngman. Nachdem sie beim deutschen Bushersteller Viseon die Mehrheit übernommen haben, blieben die zugesagten Gelder aus. Jetzt ist die Firma Konkurs und Youngman hat für’n Appel und ein Ei die Technologie des innovativsten Busherstellers aus Europa bekommen.
    Wenn in Qingdao erst Hallen stehen, dann wird in Trollhättan die unrentable Kleinserie gestoppt. Selbst das Packen der Kisten werden dann Chinesen übernehmen.

    • Joachim schreibt:

      Es gibt auch bei den Chinesen unterschiedliches Geschäftsgebaren – aus diesem Grunde kann man wohl nicht von Youngman auf Jiang schließen – übrigens ist Jiang in Schweden groß geworden und hat damit sicherlich auch irgendwie die schwedische Mentalität mit angenommen.

      Ich behaupte mal, dass man das gesamte Vorhaben von NEVS nicht vorwiegend in schwarzen Farben malen sollte – negativ kommt allerdings die schlechte Öffentlichkeitsarbeit rüber. Hier müßte mittlerweile deutlich mehr passieren!

      • Michael schreibt:

        Hej Karl,
        ja gehe mit dir. Negativ sehe ich nichts. Wenn es einen Saab geben sollte, dann muss dieser aus Trollhättan kommen. Alles andere ist für mich kein Saab mehr. Ist bei Volvo deutlich zu spüren was da kommt. Auch deutlich zu erkennen, wenn die Chinesen ein Werk in ihrem Land bauen, dann werden nur noch Teile oder sonstiges, in Trollhättan hergestellt und– ich glaube auch, sollte Saab in China oder sonst wo gut verkauft werden, die ein weiteres Werk dort bauen werden — ist noch weite, weite Zukunft aber wer die Augen zumacht u. den Chinesen alles überlässt wird überrascht sein beim öffnen. Jedenfalls, habe das auch schon geschrieben, kaufe ich mir keinen Chinesen – Saab. Nur einen der aus Schweden kommt das ist ein echter Saab (grins).

        • Haakon schreibt:

          Ich hoffe sehr daß SAAB wieder aus Schweden möge. Und nicht nur wegen des Designs.

  7. Robert Müller schreibt:

    Ein richtiger Saab kommt aus Schweden !!!!

    oder
    eine richtige Orgel hat Pfeifen!

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