Selbst ist der Mann: Fahrzeugaufbereitung Jaguar X-Type – Teil 1

Ich möchte heute die Reihe der Autopflegebeiträge im Blog fortsetzen. Bereits vor mehr als einem Jahr hatte ich über die Reinigung und die Auffrischung des Verdecks unserer Saab 9-3 Cabriolets hier berichtet. Ich persönlich finde die persönliche Autoreinigung per Hand an sich recht entspannend und sie ist für mich ein gewisser Ausgleich für meine Bürotätigkeit. Insofern habe ich schon immer geplant, meine Hand-Autopflege auf etwas „höheres Niveau“ zu bringen. Daher habe ich vor kurzem eine schöne Exzenter-Poliermaschine angeschafft und fange jetzt mit der Aufbereitung des Lacks unserer Fahrzeuge an.

Bisher habe ich eigentlich nur ganz selten meine Fahrzeuge in einer Waschanlage gereinigt. Unser Cabrio wird sogar ausschließlich von Hand gewaschen. Dies sieht man meiner Meinung nach auch. Trotzdem haben sich im Lauf der Jahre doch einige minimale Kratzer auf dem Lack eingeschlichen. Allerdings ist unsere eigener „Familienzuwachs“ – der Saab 9-5 Sportkombi – wohl ständig in die Waschanlage gefahren worden. Zusätzlich hat er einige sichtbarere Kratzer. Insgesamt nichts gravierendes aber eine maschinelle Lackaufbereitung wird sich bei unserem 9-5 sicher lohnen.

Insofern geht es mir also nicht um die ganz harten Fälle, sondern eher um die leichtere und mittlere Lackaufbereitung. Daneben kann man die Poliermaschine natürlich auch für die normale Autopflge einsetzen, also für das Bearbeiten mit dem Precleaner und teilweise für das Aufbringen des Wachses. Also habe ich mich vor einigen Wochen mit den notwendigen Marerialien eingedeckt. Hier mal eine Liste meiner (zusätzlichen) Anschaffungen:

  • Meguiar’s Poliermaschine G220V2 mit Aktionsset
  • 9 Lake Country Polierpads in verschiedenen Härtegraden
  • kleinerer Polierteller mit entsprechenden Lake Country Pads
  • mehrere Microfasertücher
  • 3M Scotch Abklebeband
  • weitere Meguiar’s-Produkte (Ultimate Compound, SwirlX, Deep Crystal Step 1 und Step 2)

Natürlich möchte ich keine Werbung diese Produkte machen. Ich beschreibe lediglich meine Erfahrungen mit den genannten Produkten. Aber natürlich gibt es noch viele andere sehr gute Pflegeprodukte!

Die recht neue Meguiar’s G220V2 ist in der Anschaffung teurer als viele Einsteigermaschinen, aber noch deutlich günstiger als z.B. die Flex XC3401. Nach einigen gelesenen Berichten würde ich sie als Mitttelklassemodell einstufen. Nicht billig, aber von guter Qualität, Haltbarkeit und Leistung. Daneben bietet sie eine Zwangsmitnahme (light), d.h. falls der Druck zu stark ausgeübt wird, bleibt der Teller nicht stehen, sondern wird durch eine automatische Drehzahlerhöhung weiterbewegt.

Insgesamt kostet mich der gesamte Spaß zunächst ca. 450 Euro, wobei ich einige der noch notwendigen Mittel und verschiedene Tücher schon vorrätig hatte. Nachdem es  (siehe auch Fahrbericht Teil 1 und Teil 2) auch einen Fuhrparkzuwachs im Familienkreis gab, lohnen sich die doch hohen Anschaffungskosten umso mehr.Vergleicht man die Kosten für eine professionelle Aufbereitung, dann dürften sich diese Kosten bei zur Zeit vier zu pflegenden Fahrzeugen im Familienkreis schnell amortisiert haben. Gut, ob meine Leistung entsprechend ausfallen wird bleibt abzuwarten.

Erstes Pflegeobjekt wird allerdings nicht eines unserer Autos, sondern eben der besagte Jaguar aus dem Familienkreis. Böse Zungen können jetzt behauten, dass ich zunächst einmal an einem fremden Auto üben will. Aber das Pflegeobjekt Jaguar hat sich jetzt eben aus zeitlichen Gründen einfach ergeben, so dass ich diese Vermutung scharf von mir weisen muss…

Und da es sich bei der Meguiar’s-Maschine nicht um eine der für Laien (bzw. für den Lack, den die Laien damit bearbeiten) äußerst gefährliche Rotationspoliermaschine handelt, kann auch beim ersten Mal nicht so viel schief gehen. An eine Rotationsmaschine wage ich mich nicht heran, da diese bei falscher Bedienung sehr schnell zu Lackschäden, sei es durch Hitze oder durch Abschleifen von Lack an Karosseriekanten, führen können. Bei diesen Maschinen braucht man viel Erfahrung, die ich nicht habe. Ich bin allerdings sehr zuversichtlich, dass ich mit der Meguiar’s Exzenter-Maschine ein recht gutes Ergebnis erzielen kann!

Weiter geht es in Selbst ist der Mann: Fahrzeugaufbereitung Jaguar X-Type – Teil 2 demnächst!

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4 Antworten zu Selbst ist der Mann: Fahrzeugaufbereitung Jaguar X-Type – Teil 1

  1. blueperformance schreibt:

    Polieren sollte man nicht in der Sonne und nie lange einwirken lassen, ansonsten hinterlässt man bleibende Schlieren. Polieren ist natürlich auch ein ganz feines Schleifen und sollte nicht jedes Wochenende gemacht werden.
    Für mich ist das Schrauben am Auto Entspannung pur.

  2. Geoffrey schreibt:

    Gratulation! Das macht Spaß! Und ist sinnvoll. Autopflege ist ja nicht nur für die Optik, sondern hilft, dass das Fahrzeug auch in ein paar Jahren noch vor der Türe parkt. Sonst würde es alte Alfas gar nicht mehr geben. Und Alfa-Fahrer sind mal weitgehend Spießertum-Unverdächtig, würd ich mal attestieren … Also Wert- und Fahrzeugerhalt. Ich hätte heute noch meine goldene W-116-er S-Klasse, wenn ich sie besser gepflegt hätte, im Dauereinsatz. Oder den quietschgelben 02-er BMW. Der hatte ja quasi gar keinen Rostschutz. Deshalb wird unser 900er auch immer wieder poliert und gewachst (zugebeben noch mit Hilfe alter T-Shirts …), vor allem jetzt nochmal, vor dem Winter mit seinen Streusalz-Scheußlichkeiten. Auch wenn Rost bei Saab nicht das vorherrschende Thema ist, aber der rote Lack kreidet doch recht schnell aus (Farbe verbleicht) und jetzt nach dem Sommerurlaub sieht er eben nicht mehr nach Neuwagen aus. Und das ist ja auch immer ganz schön, wenn man gefragt wird: „Ist der neu?“ Oder die französiche Werkstatt nach einer Panne sich „impressioniert“ zeigt, wenn ein Fahrzeug in dem Alter noch so da steht. Kennen sie in Frankreich nur bedingt. Obwohl ich einen wunderschönen Renault 20 gesehen habe, ganz original. Auch ein automobiles Kulturgut.

  3. radtroll schreibt:

    ich hab den väterlichen 9000er auch mal poliert (der rote lack…), mit den rotationspolierern gibt es dabei meines erachtens wenig probleme, wenn es a) polierer sind und b) ähnlich professionellen exzenterschleifern entsprechende steuerelektroniken haben – sonst perforiert sich auch der tischler sachen. der unterschied zwischen den maschinen besteht vermutlich in erster linie in der auslegung auf dauerbelastung bei den profigeräten und demgegenüber für weniger belastung konzipierten heimwerkermaschinen. hier bitte sehr auf die schwämme achten, ich hab da auch schon aus zweierlei sorten schaumstoff verklebte sachen gesehen, wo ich bedenken hätte, mit der klebschicht irgendwie den lack zu eriwschen. da steht man mit den bei flex (damals) investeierten 130 ohren auf der sicheren seite. womit ich sehr vorsichtig wäre, sind steinpolierer, da durch das hohe gerätegewicht schnell eine beule verpaßt ist. außerdem ist der drehmoment immens. aus kölner zeiten weiß ich noch, daß bei einem autopflegebetrieb mit festo/festool-maschinen gearbeitet wurde. aber wie flex und fein dürften die auch nur bei gewerblichen anwendern oder arg qualitätsverliebten gelegenheitsnutzern wirklich lohnen.

  4. snowtiger schreibt:

    Na, da bin ich mal gespannt, wie lange deine Maschine mitmacht. Ich hatte mit die Vossner DAP 6800 geholt, die mMn baugleich mit der Maguiars und noch einigen anderen dieser Chinakracher ist. Gestern hat sie dann den Geist aufgegeben. Viel hatte ich noch nicht poliert, einmal meinen TurboX im Frühjahr komplett mit Lake Country Orange Pads klein und Mezerna 1000, dann gestern „befallenen Stellen“ mit 1000 nochmals nachpoliert. Den Vorderwagen dann bereits mit 2500 und als ich auf der Haube mit 4000er war, ging sie einfach aus. Mal schauen, ob es nur die Kohlen sind, wenn nicht, muss ich doch mal in eine Flex o.ä. investieren, da mich auch die nicht vorhandene Zwangsmitnahme stört. Denn bei manchen Kratzern braucht man schon etwas Druck und das Gerät bleibt einfach gnadenlos stehen, sogar wenn man nur mit den kleinen Pads arbeitet.
    Ich bin mal gespannt, ob sich deine Maschine da von meiner unterscheidet.

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