Neues zu Saab – 11.09.2012

Viel ist in den letzten Tagen bei NEVS bzw. bei Saab nicht viel passiert. Am Werk in Trollhättan wurde der Greif entfernt und die Pylonen mit einem leeren Wappenbereich wieder aufgestellt.  Daneben findet diese Woche eine große Tagung der Fahrzeugzulieferer in Göteborg statt. Doch die Veranstaltung wird trotz expliziter Einladung ohne NEVS stattfinden.

In Göteborg  treffen sich die Spitzenvertreter von Wirtschaft und Politik zu ihrer jährlichen Fachtagung, organisiert von der Zulieferervereinigung FKG. Aufgrund der neuen Eigentumsverhältnisse bei Saab waren die Vertreter von NEVS eingeladen worden. Die Zulieferer hatten auf erste Kontakte und wichtige Informationen über eine zukünftige Zusammenarbeit mit NEVS gehofft.

Für NEVS-Sprecher Mikael Östlund jedoch kommt die Tagung zu früh. NEVS konzentriere sich auf die Rekrutierung von Personal – bisher wurden 75 Personen, alle frühere Saab-Mitarbeiter, eingestellt – und auf den Business-Plan. Eine Teilnahme am Kongress mache daher keinen Sinn.

Die Enttäuschung ist natürlich groß bei den Zulieferern. Bisher liegen auch den Zulieferfirmen nicht mehr Informationen als die Pressemitteilungen von NEVS bei der Übernahme von Saab vor. Sprich also kaum etwas verwertbares. Selbst wenn NEVS noch keine größeren Verhandlungen mit den Zulieferen führen kann oder keine weiteren Informationen über die zukünftigen Planungen weitergeben kann wäre doch zumindest ein Höflichkeitsbesuch zur Festigung von Kontakten nicht ungeschickt gewesen. Aber NEVS hat zumindest PR-mäßig bisher nicht sonderlich geschickt agiert.

Dies zeigt sich auch beim Greif-Logo. Eigentlich ist die Entfernung des Greif-Wappens eine logische Angelegenheit, da NEVS ja das Wappen nach dem „Njet“ von Scania nicht verwenden darf. Aber zum einen macht so ein öffentlicher Auftritt mit leerem Wappenbereich optisch einen schlechten Eindruck und zum anderen ist auch das Greif-Wappen ein Symbol für unsere Saab-Fahrzeuge. Daher tut es doch ein wenig weh, das Wappen so entfernt zu sehen.

Für einige ist der Greif ja nicht ganz so wichtig, da er erst in den 80er Jahren an Saab-Fahrzeugen auftauchte. Trotzdem finde ich es als Freund solcher Wappen schade, dass dieses schöne Wappen wohl nie mehr an neuen Saab-Fahrzeugen zu sehen sein wird. Mal sehen, welches Logo an neuen Saab-Fahrzeugen zu sehen sein wird – sofern es überhauppt Neufahrzeuge geben wird.

Saab selbst wollte vor der Insolvenz die Wortmarke Saab in den Vordergrund stellen. Natürlich gibt es noch einige historische Wappen, die man Wiederbeleben könnte, wie zum Beispiel den Saab-Bomber. Einen optisch und farblich veränderten Greif würde mir persönlich jedoch nicht gefallen.

Was meint ihr – welches Wappen oder Logo würde jetzt am besten zu Saab passen?

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22 Antworten zu Neues zu Saab – 11.09.2012

  1. Michael schreibt:

    Ja ganz klar dann den Saab-Bomber. Das ist dann wieder auf Saab-Fahrzeuge zurück zu führen wie bei z.B. den 9000 in den Sitzen u.s.w.

  2. Ekkehard Wetzel schreibt:

    Da kommen einem wirklich die Tränen, wenn man sich das Ende von SAAB vor Augen führt.
    Schade, dass so eine tolle Marke auf dem Müllhaufen der Geschichte gelandet ist. Noch kann ich meinen 9,5 Combi fahren, aber wie lange noch. Danach werde ich auf eine der Massenmarken umsteigen müssen.
    Neues Logo: Saab mit Tränen

    • Detlef Rudolf schreibt:

      Der Business-Plan von NEVS ist in allen Einzelheiten noch nicht bekannt bzw. soll wohl auch nicht (wie zuvor bei Spyker) in der Öffentlichkeit breitgetreten werden.

      Insoweit ist die Aussage, dass SAAB auf dem Müllhaufen der Geschichte gelandet ist, faktisch nicht zu belegen – die Neuausrichtung von SAAB scheint andererseits jedoch begonnen worden zu sein.

      Es bleibt keine andere Wahl, als abzuwarten, was die Zukunft bringt. Die Sprüche mit irgendwelchen negativen Inhalten (Mühlhaufen der Geschichte etc.) halte ich eher für ungeschickt – zumindest der Sache nicht gerade förderlich!

  3. Marcus schreibt:

    irgendwie macht es aktuell keine freude mehr, sich mit der zukunft von saab zu beschäftigen.

    selbst wenn – was ich nicht glaube – nevs die zukunft von saab sein sollte muss ich mich fragen, ob ich mich auch nur ansatzweise mit einer firma identifizieren könnte, die sich dermassen ungeschickt im allen bereichen der öffentlichkeitsarbeit anstellt.
    zum zuliefertreffen nicht zu erscheinen ist ein affront und schlicht dummheit, oder dümmliche borniertheit.
    den saab-pylon abzubauen und den greif einfach ohne ersatz zu entfernen, ist ein armutszeugnis erster güte – ein pylon ohne platz für den greif hätte wohl auch kostenmässig noch drin sein müssen…
    sind die wirklich zu einfältig zu begreifen, dass niemand jemals von einem unsymphatischen unternehmen etwas kaufen möchte?

    wenn das die zukunft von saab sein sollte, wird diese sicher ohne mich stattfinden.

  4. Geoffrey schreibt:

    Ein Logo muss nicht für die Ewigkeit sein. Manchmal erscheint ein Logo nicht mehr zeitgemäß, und
    wird im Sinne eines neuen Corporate Designs angepasst oder ganz ausgetauscht. Das ist ein ganz
    normaler Vorgang. Der eben nicht nur aus der Not heraus geschehen muss.
    Ich muss gestehen, dass ich das Logo mit dem „Greif“ vor der Diskussion nicht
    hätte aus dem Kopf nachzeichnen können – obwohl es auf dem Lenkrad meines Wagens prangt.
    Entscheidender ist der Name. Und der ist nunmal eindringlich, eindrücklich und gelernt. Erinnert
    sich noch jemand, als Daewoo seine Marke einführte und in der Werbung ein Damenmund die
    Aussprache zu vermitteln suchte? Hatte und hat Saab nicht nötig.

  5. Marcus schreibt:

    ich sehe auch kein problem in der änderung des logos – jedoch in der art und weise, wie man damit dilletantisch umgeht.

  6. Kalle schreibt:

    Sorry aber das ganze ist mittlerweile sowas von unseriös und dilettantisch. Jeder Trottel der nur etwas mit Marketing oder PR am Hut hat, hätte sich vorher für den Fall das er das Logo nicht bekommt etwas Neues überlegt und wäre auf Shake-Hands Tour mit den Zuliefern gegangen. Aber es gibt ja nicht mal eine Internetseite!!!
    Es ist eine Schande dass dieser Haufen den Namen Saab weiter führt. Ich behaupte mal das nur sehr sehr wenige Saab Fahrer sich so einen Haufen kaufen werden!

  7. niels schreibt:

    ich denke schon, dass Saab eine Zukunft haben kann.
    Ich hoffe das NEVS da ein gutes Konzept hat. SIe haben ja eine Grundlage, den 93 der schon auf E Antrieb lief. damals waren die Akkus noch nicht so weit wie jetzt, wenn jetzt ein neuer besserer Akku Einzug erhält, ist das erste Konzept doch schon fertig! Fließbänder sind vorhanden und Teile bestimmt auch genug, evtl noch ein Facelift um die neue Zukunft wieder zu spiegeln, LED Scheinwerfer usw. Ansonsten kann ich mir nicht vorstellen, dass sie 2014 das erste Auto vorstellen wollen/können.
    Lass den neuen dann mal 200 oder 250 km Reichweite haben, geschätze 150 ps ( realistisch) und gute Beschleunigungswerte, was will man im Altag ( Opel Studie: Fahrt zur Arbeit nicht mehr als 60 km am Tag) in der Stadt mehr? für China, und dafür ist es erstmal gedacht, doch super! klar will man einen Saab hier kaufen können der europäisch aussieht, und auch so fährt. Aber ich denke, da will NEVS auch hin. Ein Bericht aus China zeigte, dass die Chinesen gar keine eigenen Autos kaufen wollen ( wenn sie das Geld haben), made in Germany oder zumindest Europa zählt ganz viel und wird bevorzugt! ein großes Plus um dort verkaufen zukönnen. Deshalba uch Produktion hier in Europa/Schweden.
    Und wenn erstmal die produktion in der Masse läuft, wer weiß, evtl fahren dann hier auch wieder NEUE SAAB umher. Ich wünsche es mir, und sehe es jetzt, nach dem Verkauf an NEVS als kleine Change. Wie ich schon mal schrieb, erst 2 Takt, dann Turbo, immer Exoten, jetzt Elektro. Saab wurde von Ausserhalb schon immer als „Nieschenmarke“ gesehen. das werden sie auch bleiben, gewöhnen wir uns dran und hoffen auf eine gute (Strom)starke Zukunft…

    • Detlef Rudolf schreibt:

      Hallo Niels,

      wenn man irgendwie könnte, sollte man als neuer SAAB-Eigner – in diesem Falle wohl erstmal nur NEVS – auf jeden Fall auch Hybrid-Fahrzeuge (ähnlich wie der Toyota Prius) mit anbieten. Reine Elektro-Fahrzeuge (wie zunächst von NEVS ausschließlich vorgesehen), sind nun mal nicht jedermanns Geschmack (Zuladung, Reichweite usw.).

      Ich behaupte mal, dass nahezu 100% der bisherigen SAAB-Kunden in Europa und Amerika keinen neuen reinen Elektro-SAAB haben möchten – für diese große Gruppe von künftigen Kunden sollte man zumindest einen 9-3 Hybrid in verschiedenen Varianten anbieten.

  8. Peter schreibt:

    Ich bleibe dabei , das dieses Festlegen auf ausschließlich Elekroantrieb vollkommener Blödsinn ist . Mag sein , das solche Fahrzeuge eine Zukunft haben und vieleicht ganz besonders in China , aber wäre Saab nicht Pleite gegangen und es gebe einen Elektro 9-3 , so wäre dieser nur eine Ergänzung in der Modelpalette gewesen. Die Autos die NEVS bauen möchte haben den Namen Saab nicht verdient. Ein Saab ist ein sehr bequemes , gut motorisiertes Reisefahrzeug . Wie bitteschön soll jemand in einem NEVS Fahrzeug von München nach Berlin reisen können wenn er dann in Nürnberg nicht mal auf die Schnelle ein paar Liter Strom nachgiesen kann

    • Marcus schreibt:

      genauso ist es!
      als camper würde mich mal die lösung für wohnwagenfaher interessieren….

      reichweite so 20 km ist wirklich ein burner!

  9. niels schreibt:

    Ich habe ja auch nicht gesagt, dass Saab die gleiche Kundschaft ansprechen will.
    Ich denke von dem Gedanken, dass wir hier bald wieder Saab Neuwagen sehen werden, die wir für alle Gewohnheiten nutzen können (auch ich bin Wohnwagenfahrer) können wir uns erstmal verabschieden. Leider!
    Klar würde ich ein hybrid wie bei Lexus oder Toyota begrüßen, aber was nicht ist, ist halt nicht. Ich war und bin großer Saab-Fan.
    Ich wollte mit meinem Kommentar nur meine Sichtweise über eine hoffentlich positive, wenn auch komplett andere Zukunft beschreiben.
    ein Comeback wie wir Saab kennen, halte ich für ausgeschlossen inzwischen.
    Aber Niemand weiss, wie sich diese jetzt junge Firma aufstellt und entwickeln wird.
    Ich hoffe, das irgendwann aus dieser Elektro Idee ein „Greif“ aus der Asche entsteigt.
    Ich denke meine Kinder(jetzt 3&6) könnten in 20 Jahren dann sagen, „Papa, dein alter Saab 93 Cabrio ist ja so altmodisch, der braucht ja noch Benzin…“ fahr lieber mit meinem 93 epower…. “
    Ihr seht, ich hoffe natürlich. Aber einen gewissen Sinn sehe ich auch in der Nevs Idee.
    Nur gefallen tut mir das jetzt aber auch nicht.

  10. niels schreibt:

    Achso, Thema wohnwagenziehen, ich meine zu wissen das Elektroantriebe ein sehr gutes Drehmoment haben, das sollte kein Problem sein. Die Akkus sind das Problem, aber Akkus sind nur der Übergang zur Brennstoffzelle….

  11. Marcus schreibt:

    das drehmoment ist bei elektroantrieb sicher kein problem, zumal es sofort zur verfügung steht.
    was nutzt mir aber ein tolles drehmoment, wenn ich damit reichweitebedingt niemals in urlaub fahren kann?
    ich bin jetzt 55 – ich werde weder den flächendeckenden einsatz von elektrofahrzeugen, noch den von brennstoffzellenantrieben als fahrer erleben.
    nevs ist in der jetzigen form völliger nonsens, da auch diese luftblase nicht unbegrenzt forschen und entwickeln kann – denen geht schneller das geld aus, als es bei spyker der fall war.
    und: für einen flächendeckenden einsatz ist weder unser stromnetz geeignet, noch sind genügend kraftwerke vorhanden.
    das ganze ist augenwischerei und sonst nichts.
    in karlsruhe wurde gerade ein riesiges kohlekraftwerk in betrieb genommen – der umweltgedanke bei elektrofahrzeugen ist eine farce

  12. niels schreibt:

    Man kann auch alles negativ sehe….
    Irgendwann ist Öl alle oder unbezahlbar.
    Und dann sagen wir,hätten wir mal alternativen entwickelt….
    Muss es jetzt Saab sein? Leider ja….. Ob sie es schaffen….? Keine Ahnung….
    Ist es mutig? Ja! Gefällt uns das? Nein!
    Mir auch nicht…. Also kaufen wir was anderes, es leiht ja nicht in unserer Hand. Evtl lag es ja dadrin, hätten wir damals mal mehr Saab gekauft…..

    • Peter schreibt:

      Saab hatte ja eine alternative zum Öl . Stichwort Biopower. Wie so oft gibt es immer mehrere Alternativen . Gerade deshalb halte ich es für hirnrissig sich auf nur ein Konzept zu versteifen. Bei Saab alt war von herkömmlichem Benzin über E85 bis E-Antrieb alles machbar

    • Marcus schreibt:

      ich bin sicher der letzte, der alles negativ sieht. ich bin aber auch kein träumer, der jedem mist lobhudelt, nur weil „saab“ draufsteht.
      bleiben wir doch bei den fakten: bei ca. 350 km ist aktuell schluss mit elektroantrieb – im hochsommer und ohne anhänger, ohne volle beladung – und es gibt bis heute kein konzept, wie man grössere strecken überwinden kann.
      neben der äusserst umweltschädlichen produktion von batterien, werden auch hierfür rohstoffe verbraucht – z.b. lithium.
      das thema kernkraft kann man ja wohl ad acta legen – gottseidank.
      wie soll den der strom produziert werden? aus luft und liebe? es werden wohl eine grosse anzahl an kraftwerken zusätzlich benötigt, die sicher wieder mit rohstoffen die endlich sind betrieben werden.
      ich habe zu vm´s zeiten zwei neue saab gelauft – hätten dies alle dieser „fangemeinde“ so gehalten, gäbe es das problem nevs nicht.
      meist sind es doch die „hardcore-fans“ die meinen, saab ist damit geholfen, dass ihr auto schon zehn jahre alt ist…
      ab und an die augen aufmachen und realitäten betrachten hilft dabei ungemein.

      aber dennoch: ein wenig hoffe ich noch, dass dieser alptraum nevs nur ein übergang ist…

  13. niels schreibt:

    Ich auch, versuche halt nur das aktuelle irgendwie positiv zusehen…

  14. Detlef Rudolf schreibt:

    Wenn die (NEVS) auch mal jährlich zusätzlich 100.000 oder mehr SAAB-Fahrzeuge außerhalb von China an den Mann oder die Frau bringen wollen – wie zu guten SAAB-Zeiten – kommen sie an einem Hybrid-Saab (Benzin / Elektro) nicht vorbei!

    Entweder die können das selbst bewerkstelligen oder ein finanzkräftiger Partner kümmert sich um den alten Kundenstamm – wie meine Wenigkeit, Marcus, Niels und viele andere SAAB-Enthusiasten.

    Nur eine Sache darf dabei natürlich nicht passieren: Man darf nicht agieren wie einst GM – nämlich Modelle wie beispielsweise den 9-5 nahezu unverändert ca. 13 Jahre am Markt belassen. Dann werden auch eingefleischte SAAB-Fans spätestens nach dem ersten Modell zu einer anderen Marke wechseln. Aber so ein Marketing wie GM es an den Tag gelegt hat, dürfte selbst NEVS nicht hinbekommen.

    Ich bin sehr zuversichtlich, dass NEVS in den nächsten Jahren die Kurve kriegt – Kai Johan Jiang ist mit Sicherheit kein Blödmann!

    • Herbert Hürsch schreibt:

      >> (…) nämlich Modelle wie beispielsweise den 9-5 nahezu unverändert ca. 13 Jahre am Markt belassen. <<

      Das verstehe ich jetzt in zweifacher Hinsicht nicht so ganz …

      Erstens verstehe ich nicht, warum das kennzeichnend für die GM-Regentschaft sein soll, wenn zuvor der 9000 ebenfalls 13 Jahre am Markt war und davor der legendäre 900-1, für viele der Saab schlechthin, sogar 15 Jahre und vor diesem der 96 für 20 Jahre und der 95 sogar für 21 Jahre …

      Und zweitens verstehe ich nicht, worin das Problem bestehen sollte. wenn Fahrzeuge, die ihrer Zeit voraus waren, etwas länger am Markt verweilen. Es ist ja sogar heute noch immer so, dass so manch aktueller und hochmoderner 6-Zylinder mal gerade so mit meinem gehirschten 2.0t BioPower mithalten kann.

      Ist das Problem nicht viel mehr die Verfügbarkeit einer hinreichend großen Modellpalette gewesen , sowie überhaupt die Verfügbarkeit von irgendwas?

      Ich war zwischendurch so verzweifelt, dass ich schon bereit war einen neuen 9-3 SportsCombi zu kaufen, weil es gar keinen 9-5 I mehr gab und der 9-5 IIer als Kombi noch immer in den Sternen stand. Allerdings weigerte sich mein weiser Saabhändler, mir einen zu bestellen. Er meinte, dass ich (Familienvater) mit dem 9-3 erstens nicht glücklich werden würde und zweitens, dass er aufgrund der Lieferschwierigkeiten von Saab guten Gewissens gar keine Bestellungen mehr annehmen könnte.

      • Detlef Rudolf schreibt:

        Hallo Herbert,

        Marcus ist mir mit einem Teil der Antwort schon zuvorgekommen. Ich möchte noch ergänzen und ins Gedächtnis rufen, dass GM nun mal schon 1990 bei SAAB eingestiegen ist, aber eben durchweg bis zum (eigenen) bitteren Ende keine zeitgemäßen Neuerungen (Modellpolitik, Marketing etc.) eingeführt hat – dies kann somit eigentlich nur dem GM-Management angekreidet werden.

        Die Modellpalette war meiner Ansicht nach gut bis sehr gut aufgestellt – was fehlte, waren eigentlich dank GM nur die 5-türigen gut verkäuflichen Fließheck-Modelle wie der 9-3 I oder der 9000er. Ansonsten gab es vom normalen 4-türigen 9-5 (wenn auch vom Design her veraltet) über den neueren 4-türigen 9-3 in beiden Baureihen einen Kombi und eben die sehr begehrten 9-3 Cabrios.

        Das zum Schluß der GM-Mißwirtschaft und danach durch den Lizenz-Entzug (Verursacher bekanntlich ebenfalls GM) Verfügbarkeit bestimmter Fahrzeuge als auch einiger Bauteile nicht gegeben gegeben war, muß doch wohl auch einzig und allein den Leuten in Amerika angelastet werden.

  15. Marcus schreibt:

    es gibt ja nicht nur schwarz-weiss.
    eine produktlebenszeit von 13 jahren geht heute nicht mehr – ob das sinnvoll ist, ist ein anderes thema.
    schlussendlich muss sich auch saab nach den wünschen der verbraucher richten und diese akzeptieren das heute nicht mehr, egal wie gut die konstruktion auch sein mag.
    für mich war der grösste wurd immer noch der 900 I – gefolgt, zumindest optisch vom damailgen 9000 der zweiten generation, mit dem ich allerdings nicht zufrieden war.
    der „schönste“ ist für mich mit grossem, abstand der 9-5 II – und auch der problemloseste bis jetzt.
    saab waren nicht nur die autos, saab war das gesamtpaket, das es nicht mehr gibt. daher muss sich jeder nachfolger daran messen lassen, wie er es hinbekommt, wieder ein „saab-feeling“ zu schaffen.
    dies traue ich nevs nicht zu. als beispiel kann ich citroen nennen – die ds war sicher einer der grössten würfe der automobilgeschichte und war das synonym für citroen.
    einer der nachfolger, der c6, war und ist noch kurze zeit ein hervorragendes auto, was ich drei jahre fahren drufte und jeden kilometer genossen habe – aber es war kein citroen mehr, da citroen jahrelang alles verwässert hat, was einmal die marke ausmachte.
    diese grosse gefahr sehe ich auch bei saab – und dann braucht saab kein mensch mehr.

    das angebot an autos für individualisten wird zunehmend ärmer – kein wunder, wenn fast 75% der neuzulassungen in deutschland vom vw-konzern kommen…

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