Ganz aktuell verdichten sich die Informationen, dass das Elektrokonsortium mit der neugegründeten schwedischen Gemeinschaftsfirma National Electric Vehicle Sweden (NEVS) der Käufer von Saab sein wird. Nachdem die schwedische Presse NEVS bereits als Favorit ausgemacht haben will, hat jetzt Saabsunited ebenfalls diese Informationen erhalten. Update: Klarstellen möchte ich nochmals, dass alle Meldung bisher lediglich auf „Insider-Infos“ beruhen und natürlich nicht offiziell bestätigt sind.

Es sei nicht die Frage ob, sondern nur wann NEVS den Zuschlag erhalte. NEVS werde den Zuschlag erhalten, daher habe man auch die Firma gegründet. Mahindra und Youngman sollen aus dem Rennen sein, Mahindra angeblich aus politischen Gründen – was auch immer das bedeuten soll. Daneben gibt es jedoch noch die unbestätigte Spekulation, dass Mahindra und NEVS zusammenarbeiten würden.

Fraglich ist, was NEVS mit Saab vor hat. NEVS wird wohl keine GM-Teile mehr verwenden. Denkbar wäre damit nur die Herstellung des Saab 9-3II mit dem neuen Hybridantrieb eXWD oder mit den Dieselmotoren. Noch sind die genauen Pläne von NEVS nicht bekannt, gestern war nur zu lesen, dass man 100.000 Hybridfahrzeuge jährlich herstellen wolle. Dabei ist aber auch nicht sicher, ob dies unter dem Markennamen von Saab passieren wird. Bisher wurde gerüchteweise auch mal der Kunstname Qoros genannt. Für mich überhaupt keine Alternative.

Wie man sicher merkt, bin ich von der Nachrichtenlage kaum begeistert. Wie es mit der Saab-Tradition weitergeht ist mehr als ungewiss. Das Interesse von NEVS daran scheint eher gering zu sein. Das Museum ist schon weg und an Saab Parts hat NEVS kein wohl Interesse. Damit sind eigentlich alle Vetbindungen zur Saab-Vergabgenheit gekappt. Dann könnte man sich ja auch den Markennamen Saab sparen. Eigentlich wollten wir uns als Ersatz für den Rover demnächst einen Saab als Alltagsfahrzeug zulegen. Werden wir auch weiterhin an diesem Plan festhalten, aber das scheint möglicherweise auch unser letzter Saab-Kauf zu werden. Nun ja vielleicht sehe ich zu schwarz. Zumindest habe ich in den nächsten Monaten genug zu tun, um mich abzulenken: Stichwort Hausbau!

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7 Antworten zu Der Käufer von Saab: National Electric Vehicle Sweden?

  1. URS schreibt:

    Nun, es sind nur ein paar Indizien, welche man aber mit ergänzenden Spekulationen so zusammensetzen kann das es irgend eine Nachricht daraus ergibt.
    Vieleicht ist es einfach Zufall dass diese Firma grad jetzt gegründet wurde und auf Grund der Nervosität um SAAB dann solche Gerüchte entstehen. Folgende Punkte sind für mich nicht logisch, warum grad NEVS den Zuschlag erhalten soll:

    1.
    Youngman wurde abgelehnt weil im Zusammenhang mit den Chinesischen Behörden Zahlungen für das Investment zu unsicher sind. Das gleiche gilt ja auch für NEVS, weil hier ja hauptsächlich Chinesen beteiligt sind.

    2.
    Mahindra wurde aus politischen Gründen abgelehnt. Das dürfen Insolvenzverwalter nicht tun, denn sie haben in erster Linie die Interessen der Gläubiger warzunehmen. Das heisst die finanziell bestmöglichste Verwertung der insolventen Firma zu vollziehen.

    3.
    Kann dieses neu gegründete Konsortium und die nun in Schweden eingetragene Firma überhaupt glaubhaft eine Finanzierung gewährleisten. Das heisst NEVS müsste jetzt schon mit einem sehr hohen Aktienkapital ausgestattet sein; sprich Kaufpreis plus Investitionssumme für die Zukunft. Sonst müssten sich ja die Insolvenzverwalter auf irgendwelche unsicheren Zusagen verlassen, welche ja dann oft auch nicht mal das Papier wert sind auf denen sie gemacht sind. Hierzu (Kapitalausstattung und Vereinbarungen) gibt es aber keine Angaben.

    Also gilt es noch abzuwarten. Vielleicht gibt es ja immer noch einen uns unbekannten Bieter, welchem solche Gerüchte nicht ungelegen kommen.

  2. Peter schreibt:

    Diese Spekulationen sind Mist . Die Insolvenzverwalter sollten nun endlich Farbe bekennen und sagen was Sache ist .Sollte diese Geschichte sich jedoch bewahrheiten , so hat GM das erreicht was sie wollten . Sie haben Saab geschlachtet. E-Saab alleine ist wie Salat ohne Dressing , das wollen nicht wirklich viele Leute und ich schon gar nicht . Schade um Saab und vor allem gönn ich den Ami`s diesen Triumph nicht.

  3. Herbert Hürsch schreibt:

    WARUM PLÖTZLICH SO NEGATIV ? ? ?

    Der Phoenix ist doch beklatscht worden. Benzin verbrennt er auch. Wenn auf dieser Plattform ein neuer 9-3 aus der Asche stiege, dann wäre das doch ein geschickt eingefädelter Geniestreich. Ich verstehe nicht, warum hier so negativ auf diese Option reagiert wird.

    GM-frei von 0 auf 100 in 5,9 sec mit einem kleinen 4-Zylinder-Turbo und eXWD sind doch wohl ganz sicher kein Grund zum Heulen. Ich würde den 9-3 II sofort kaufen. Sogar und gerade als Fließheck. Das ist allerbeste Saab-Tradition. Das wäre der 900 Turbo des 21. Jahrhunderts.
    Perfekt.

    GM könnte sich dann so richtig in seinen Allerunwertesten beißen.

  4. BluePerformance schreibt:

    Wenn NEVS keine GM Teile verwendet, dann wird die Technik hinter dem Saab Marketing Begriff eXWD wohl nicht erscheinen. Die Rechte an der Technologie dürfte bei der GM Tochter liegen, da die Insovenzverwalter sich von Anteilen am Joint Venture verabschiedet haben.
    NEVS rückwärts ist der böse SVEN 😉

  5. Marcus schreibt:

    in arilds blog kann man von einem interview lesen, in dem das gebot bestätigt wurde.
    die aussage, dass man daran interessiert ist, wofür saab steht, die grosse kompetenz von saab und eine produktion auf weltklasseniveau lassen etwas hoffnung aufkommen, dass man doch gewisse beziehungen zur vergangenheut von saab nztzen möchte.

    einige scheinen hier wohl manches durcheinanderzubringen:
    gm hat weder an der phoenix-plattform, noch an den zuletzt entwickelten antrieben rechte, man hat nur gm-teile darin berücksichtigt, die man aber umkonstruieren kann.
    auch die lizenzen, die man als sicherheit vergeben hat, sind nur lizenzen zur parallelnutzung einzelner komponenten und für sich alleine wohl ohne wert.
    warten wir mal ab, ob mahindra so leicht aufgibt – bis jetzt waren immer die, die am lautesten getrommelt haben die verlierer.
    lustig finde ich, dass es blogger gibt, die ihre masse an völlig falschen vorhersagen jetzt als immer richtige informationen anpreisen – auf den westeuropäischen investor warten wir ja wohl trotz ankündgung seit monaten vergebens – annorlunda…

  6. Detlef Rudolf schreibt:

    Hybridfahrzeuge wären von der Vermarktung her schon eine Möglichkeit den Laden wieder in Schwung zu bringen – dies klappt aber nur, wenn diese Fahrzeuge mit der Markenbezeichnung SAAB angeboten werden. Dieser Name ist bekannt und hat weltweit nach wie vor ein gutes Image.

    Die angepeilte Stückzahl von 100 000 Fahrzeugen ist sicherlich auch für den globalen Markt vorgesehen.

    Hybridfahrzeuge wie der Prius von Toyota erfeuen sich zunehmender Beliebtheit und sind ja wie wir alle wissen nicht zu verwechseln mit reinen Elektrofahrzeugen, die eigentlich alle das Handicap einer ziemlich eineschränkten Reichweite haben.

    Eine zusätzliche Baureihe mit sparsamen herkömmlichem Verbrennungsmotoren schließe ich nicht gänzlich aus – im Bereich der sog. Antriebstechnologien wird sich bekanntlich in den nächsten Jahren ohnehin noch so einiges tun.

    Die ausschließliche Herstellung von Elektrofahrzeugen würde allerdings grundsätzlich von der Vermarktung her „sehr überschaubar“ bleiben (siehe andere Hersteller) – dafür wäre der Name SAAB eigentlich auch zu schade!

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