Schwedische Presse bestätigt unabsichtlich Saab Business-Plan

Wohl unabsichtlich hat die schwedische Zeitung Dagens Insustrie mit diesem Artikel bestätigt, dass der Busines-Plan von Saab-Spyker (oder wohl bald Swedish Automobile AB = SAAB) tragfähig ist!

Etwas seltsam ist der DI-Artikel, da hier als „Neuigkeit“ die monatlichen Kosten von Saab dargestellt werden, aber keine Einnahmen dagegengestellt werden. Natürlich liest es sich erst schlimm, wenn man von 130 Mio. Euro Ausgaben spricht. DI wollte darstellen, dass Saab zur Zeit monatlich Geld verbrennt, insbesondere bei einem Produktionsstillstand. Dies ist natürlich keine Neuigkeit, bei Kenntnis des Spyker Businesplan für Saab. Wenn man die Gewinnschwelle bei 80.000 Einheiten ansetzt, dann kann man mit weniger produzierten Einheiten keinen Überschuss der Einnahmen über die Ausgaben errechnen.

Jetzt war ich aber mal so frei und habe die vielleicht als „Horrorzahlen“ gedachten Summen von DI, die ich als richtig unterstelle, zusammengerechnet und die jeweiligen von mir errechneten Einnahmen dagegengerechnet. Da ich die durchschnittlichen Einnahmen von Saab je Fahrzeug nicht genau kenne, bin ich von 24.000 Euro je Fahrzeug ausgegangen. Dies scheint mir zu passen, da trotz unterschiedlicher Nettopreise weltweit  die Preisspanne bei den Nettopreisen zum Beispiel in Deutschland von 24.790 Euro bis 59.865 Euro reicht. Wenn man die Zahlen im Spyker-Geschäftsbericht herunterrechnet, kommt man 2010 auf einen Verkaufserlös von ca. 26.000 Euro je Fahrzeug. Mit 24.000 Euro je Fahrzeug rechnen ich also etwas vorsichtiger.

Ich habe jetzt Einnahmen und Ausgaben pro Monat bei verschiedenen Produktionszahlen gegenübergestellt. Die Kosten habe ich für höhere Produktionszahlen entsprechen erhöht, wobei sich die einzelnen Kostenarten unterschiedlich entwickeln.

Und siehe da, nach den von der eher negativen schwedischen Presse genannten Zahlen scheint der Saab Businessplan mit dem Erreichen der Gewinnzone ab einer Produktionszahl von 80.000 Einheiten im Jahr zuzutreffen!

5.000 produzierte Fahrzeuge im Monat (60.000 p.a.):

Gewinn: -12 Mio. Euro

Einnahmen: 120 Mio. Euro

Kosten: 132 Mio. Euro

  1. Löhne und Gehälter: 27,5 Mio. Euro
  2. Produktion und Teile: 66,5 Mio. Euro.
  3. Fabrikbetrieb: 9 Mio Euro
  4. Marketing: 9 Mio Euro
  5. Entwicklungskosten: 17 Mio. Euro
  6. Finanzierungskosten: 3 Mio. Euro

6.000 produzierte Fahrzeuge im Monat (72.000 p.a.):

Gewinn: -5 Mio. Euro

Einnahmen: 144 Mio. Euro

Kosten: 149 Mio. Euro

  1. Löhne und Gehälter: 30,5 Mio. Euro
  2. Produktion und Teile: 79,5 Mio. Euro.
  3. Fabrikbetrieb: 10 Mio Euro
  4. Marketing: 9 Mio Euro
  5. Entwicklungskosten: 17 Mio. Euro
  6. Finanzierungskosten: 3 Mio. Euro

7.000 produzierte Fahrzeuge im Monat (84.000 p.a.):

Gewinn: +1 Mio. Euro

Einnahmen: 168 Mio. Euro

Kosten: 167 Mio. Euro

  1. Löhne und Gehälter: 33,5 Mio. Euro
  2. Produktion und Teile: 93,5 Mio. Euro.
  3. Fabrikbetrieb: 11 Mio Euro
  4. Marketing: 9 Mio Euro
  5. Entwicklungskosten: 17 Mio. Euro
  6. Finanzierungskosten: 3 Mio. Euro

9.000 produzierte Fahrzeuge im Monat (108.000 p.a.):

Gewinn: +14 Mio. Euro

Einnahmen: 216 Mio. Euro

Kosten: 202 Mio. Euro

  1. Löhne und Gehälter: 38,5 Mio. Euro
  2. Produktion und Teile: 119,5 Mio. Euro.
  3. Fabrikbetrieb: 13 Mio Euro
  4. Marketing: 9 Mio Euro
  5. Entwicklungskosten: 17 Mio. Euro
  6. Finanzierungskosten: 3 Mio. Euro
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