Saab Frühlingswochen 2013 – mein Kommentar zur aktuellen Händlersituation

Auch wenn die Wirtschaftsnachrichten für Saab Parts zwischenzeitlich nicht sonderlich positiv sind, bemüht sich Saab Parts Deutschland, den Service weiter zu verbessern. Das aktuellste Angebot sind die Saab Frühlingswochen 2013. Saab Parts hat für die Saab-Händler ein interessantes Angebot zusammengestellt. Allerdings ist das auch der Knackpunkt! Denn diese aktuelle Aktion – aber auch die früheren Aktionen – haben teilweise bei den Saab-Fahrern für Enttäuschung und Diskussionen gesorgt. Und das liegt aus meiner Sicht hauptsächlich nicht an Saab Parts, sondern an einigen Saab-Händlern.

Vertragspartner von Saab Parts sind (wie schon früher bei der Saab Automobile AB) nicht direkt die Kunden sondern ausschließlich die Saab-Händler. Diese können sich also entscheiden, ob sie das Angebot von Saab Parts annehmen oder nicht. Zusätzlich steht es den Händlern frei, die Preise für die angebotenen Aktionsbausteine selbst festzulegen. Das ist zunächst sinnvoll, denn so kann jeder Händler sich an das regional passende Preisniveau anpassen.

Allerdings wird es dann problematisch, wenn zwei naheliegende Händler völlig unterschiedliche Preise verlangen. Die Kunden fühlen sich dann nämlich etwas veräppelt. Das geht zunächst mit dem „teuren“ Händler heim, allerdings auch mit Saab Parts. Denn der Saab-Kunde unterscheidet in der Regel nicht bei einer solchen Aktion zwischen dem Saab-Händler und Saab Parts. Dies bedeutet, dass sich bei den meisten Kunden die Unzufriedenheit mit dem Saab-Händler auf Saab Parts überträgt.

Ein weiteres Problem: Nicht alle Saab-Händler nehmen an Aktionen teil und nicht alle teilnehmenden Saab-Händler schreiben alle Kunden an. Da können nur die Kundenkontakte veraltet sein. Aber es gibt nach meiner eigenen Erfahrung Händler, die Kunden willentlich oder unwillentlich selektieren. Für Kunden A gibt es dann eine Aktion oder eine Einladung zum Event, für Kunden B komischerweise nicht. Viele Händler sind also nicht auf dem aktuellen Stand. Und Saab Parts kann auch nicht in die Bresche springen. Denn die Kundenkartei gehört dem Händler, Saab Parts hat keinen Zugriff darauf. Saab Parts muss ebenso wie die Saab-Fahrer darauf hoffen, dass der eigene Händler engagiert ist und er die Kunden informiert.

Man sieht, an sich hat sich in den letzten Jahren nichts geändert.  Es ist wie früher, es gibt gute und engagierte Händler und es gibt uninteressierte Händler. Einige Saab-Fahrer fahren daher lieber lange Wege zum übernächten Händler. Aber viele werden sich aufgrund der Händlersituation auch über kurz oder lang für ein anderes Fabrikat entscheiden oder zu einer freien Werkstatt wechseln. Das ist sicher in Anbetracht der langfristigen Entwicklung keine gute Sache für Saab Parts – aber auch nicht für die Saab-Fahrer. Denn nur durch einen guten und preislich akzeptablen Service beim Saab-Händler kann Saab Parts mit Ersatzteilen genügend Geld verdienen. Und das ist nicht nur im Sinne von Saab Parts, sondern auch von allen Saab-Fahrern. Denn nur Saab Parts sorgt sich zur Zeit für eine breite Versorgung mit Saab-Ersatzteilen. Drittanbieter kümmern sich dagegen eher nur um die lukrativen Ersatzteile.

Aus meiner Sicht bemüht sich Saab Parts, die Händlersituation zu verbessern. Allerdings ist Saab Parts nicht in einer so starken Stellung, dass man einfach den unwilligen Händlern die Aufgabe der Saab-Vertretung nahelegen kann. Notwendig wäre das bei einigen, aber was kommt danach? Alternativen gibt es meist keine und so ist es mir zunächst lieber, dass es überhaupt in der Nähe einen Saab-Service gibt. Aber die Händlerproblematik ist und bleibt eine ungute Situation.

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13 Antworten zu Saab Frühlingswochen 2013 – mein Kommentar zur aktuellen Händlersituation

  1. Herbert Hürsch schreibt:

    Zwar ist auch der Handel mit Parts ein solcher, trotzdem mutet es für mich inzwischen komisch an, noch immer von „Saab-Händlern“ zu lesen …

    Das waren für mich immer die Saab-Autohändler und die gibt es notgedrungen schon lange nicht mehr. Auch ist das Ziel der verblieben „Saab Partner“ ja nicht der Handel, sondern die Komplette Service- und Werkstattleistung, die eben auch auf Ersatzteilen beruht, die man aber gar nicht aus der Hand geben, sondern selber verbauen möchte.

    Dachdecker sind ja auch keine Baustoffhändler.

    Na wie auch immer, es ist wohl klar, dass das alles kein Wachstumsmarkt ist, dass die Saab Parts AB, die Swedish Distribution Services Deutschland GmbH und die s. g. Saab Partner einen geordneten (und hoffentlich sehr langsamen) Rückzug aus dem Geschäftsfeld Saab angetreten haben.

    Schön, dass sie sich auf unbestimmte Zeit weiterhin um die abnehmende Zahl der Saab-Fahrer und ihre alternden Autos kümmern. Es hätte schlimmer für uns Saab-Besitzer kommen können. An der Stelle mal meinen Dank an alle verbliebenen Saab Partner.

    • Joachim schreibt:

      Hallo Herbert,

      Ihre Kommentare haben meistens eine etwas übertriebene negative Ausrichtung – wieso gibt es SAAB-Autohändler schon lange nicht mehr? Es gibt sie immer noch – auch wenn derzeit (bekanntlich seit Ende 2011) kaum noch mit Neufahrzeugen gehandelt wird.

      Genau dies soll sich unter dem neuen Eigentümer demnächst wieder in eine positive Richtung bewegen – einen Rückzug aus dem Geschäftsfeld kann man nur bei einigen wenigen Händlern feststellen. Andererseits wurde von SAAB Parts Deutschland vor einigen Wochen gemeldet, dass sogar neue Bewerber für den SAAB-Verkauf und SAAB-Kundendienst vorhanden wären – also sollte man die Dinge nicht unbedingt negativ sehen.

      Viele Grüße aus Hamburg

      PS: Hier ist beispielsweise keiner der langjährigen SAAB-Partner abgesprungen!

      • Peter schreibt:

        Das es neue Saab Fahrzeuge von NEVS geben wird , die dem Namen Saab gerecht werden glaube ich immer noch erst dann wenn ich eines beim Saab Händler auf dem Hof stehen sehe. Was die verbliebenen Saab Partner angeht , so glaube ich das da sicherlich nur noch die wirklich eingefleischten treuen Saab Händler übrig geblieben sind . Es sind sicherlich noch viele bei Saab geblieben , aber man muß auch sehen , das seit Anfang 2011 die Liste der Saab Händler kontinuierlich immer kleiner wurde und nicht erst mit der Insolvenz im Dezember. Der Händler , bei dem ich meinen Saab gekauft habe war einer der ersten der gerade schon im Frühjahr 2011 sofort die Saabschilder abmontiert hat und fortan sich nur noch um Opels und Koreachevy`s kümmern wollte. Seither muß sich leider mein Saab mit einer freien , aber denoch sehr guten Werkstatt zufrieden geben , da der nächste Händler doch sehr Verkersungünstig von mir liegt. Es wäre wünschenswert wenn Saab Parts sich um neue Partner gerade hier in unserem Raum ( zwischen Stuttgart und Augsburg kein Saabpartner ) bemühen würde , was aber bei der derzeitigen Perspektive ( neue Autos oder auch nicht ? ) schwierig sein dürfte .

      • Herbert Hürsch schreibt:

        Hallo Joachim,

        ich bin das Gerede um vermeintlich positiv und negativ satt. Mein Kommentar wurde bei allerbester Laune verfasst. Ich freue mich, dass langjährige Saab Partner den Saab-Fahrern weiterhin die Treue halten und drücke meinen Dank aus …

        Was wollen Sie noch von mir? Mir das Hirn mit ’nem rosaroten Saab-Schwamm waschen? Was soll der Quatsch?

        • Joachim schreibt:

          Herbert,

          nach allerbester Laune hört sich die Stimmung nun wirklich nicht an – lieber einfach mal zurücklehnen und abwarten.

          Der Versuch negativer Stimmungsmache in Bezug auf die Entwicklung von SAAB unter NEVS ist in meinen Augen nicht angebracht.

        • Herbert Hürsch schreibt:

          Joachim,

          mit Verlaub, Sie werden albern. Als Saab-Fahrer bin ich froh, dass Service und Ersatzteilversorgung auch unter schwierigen Bedingungen fortgeführt werden. Wenn Sie das als „Versuch negativer Stimmungsmache“ werten, sollten Sie mal prüfen, ob mit Ihrem Stimmungsbarometer noch alles in Ordnung ist.

  2. Detlef Rudolf schreibt:

    Der ursprüngliche Kommentar von Herbert Hürsch hat einige Abschnitte, die irgendwie negativ rüberkommen:

    Es werden standhafte SAAB-Händler mit der Bemerkung verunglimpft, dass es diese schon lange nicht mehr gibt – ziemlich unfair, weil selbst der Handel mit gebrauchten SAAB-Automobilen die Bezeichnung SAAB-Händler rechtfertigt (außerdem kommen SAAB-Zubehör und SAAB-Ersatzteile dazu – vereinzelt werden derzeit sogar Neuwagen angeboten. Letzteres zum Beispiel bei Lafrentz in Kiel).

    Außerdem wird von Rückzug aus dem Geschäftsfeld SAAB gesprochen. Dies gibt es vereinzelt auch – gleichzeitig gibt es aber auch neue Bewerber als SAAB-Partner! Und ob die Zahl der SAAB-Fahrer künftig wächst oder abnimmt kann noch keiner mit Sicherheit sagen – auch Herbert Hürsch nicht (wurde aber vollmundig behauptet).

    Da riecht doch einiges nach negativer Stimmungsmache!

    • Herbert Hürsch schreibt:

      So ein Blödsinn. Dass Sie und Joachim hier unisono einen schwunghaften Handel mit Neuwagen herbeireden, wird der realen Situation der Saab Partner wohl kaum gerecht. Dass diese Einnahmequelle weggefallen ist, kann doch wohl kein intakter Geist ernsthaft bestreiten!?

      Indem ich die schwierige Situation der ehemaligen Händler anerkenne und ihre gegenwärtige Rolle als Service Partner würdige (nämlich sich trotz unsicherer Perspektive gutem Service zu verschreiben) „verunglimpfe“ ich niemanden. Ganz im Gegenteil.

      Ihre Gesinnungsschnüffelei („Da riecht doch einiges nach negativer Stimmungsmache!“) ist unverschämt und anmaßend. Ende der Durchsage.

      • Detlef Rudolf schreibt:

        Herbert,

        in Ihrem ursprünglichen Kommentar sind nun mal einige Passagen, die nicht auf den Service der durchaus vorhandenen SAAB-Händler zielen – hier soll eindeutig suggeriert werden, dass ein Rückzug aus dem Geschäftsfeld SAAB (Ihre Wortwahl) erfolgen wird und die Zahl der SAAB-Fahrer abnehmen wird (kann beides aktuell nicht bewiesen werden). Ich bleibe dabei: Dies ist negative Stimmungsmache – zumindest in Bezug auf die
        Aktivitäten bei NEVS. Was soll damit bezweckt werden?

        • Herbert Hürsch schreibt:

          Sie bleiben dabei?

          Sie meinen wohl Sie und Ihre zweite Persönlichkeit – Sie der Herr Detlef-JOACHIM Rudolf aus Norddeutschland. Inhalt, Wortwahl, Rhetorik und Aufbau – allem Anschein nach handelt es sich beim Verfasser um ein und dieselbe Person.
          Sie sollten sich ordentlich schämen, andere Saab-Fahrer in die Zange Ihrer multiplen Persönlichkeit zu nehmen. Was soll damit bezweckt werden?

          Wollen Sie anderen Saab-Fahrern die Freude am Thema verderben? Das darf man wohl tatsächlich negative Stimmungsmache nennen …

          Und Tschüss!

          P. S.
          Was genau werfen Sie mir eigentlich vor? Mangelhafter Glaube an den „Endsieg“? Mache ich mich der „Wehrkraftzersetzung“ schuldig? Halten Sie Ihre verbissene
          Einstellung zu dem Thema noch für normal?

  3. tauentzien schreibt:

    So, jetzt stellen bitte alle die persönlichen Angriffe ein! Ich freue mich über sachliche Kommentare zur aktuellen Saab-Händler- (von mir aus auch Service-) Situation.

  4. Detlef Rudolf schreibt:

    Herbert,

    hier noch ein letzter Versuch, Sie überhaupt zum Thema zu bringen – Sie schreiben zwar vom „Thema“, es kommen aber lediglich Phrasen und Phantasien zum Vorschein, die jeglicher Grundlage entbehren. Schreiben Sie doch mal etwas mit Freude zum „Thema“!

    Viele Grüße aus Schleswig-Holstein
    Detlef Rudolf

    • Herbert Hürsch schreibt:

      >> hier noch ein letzter Versuch, Sie überhaupt zum Thema zu bringen <> Schreiben Sie doch mal etwas mit Freude zum “Thema”! <<

      Sie sind ein Zyniker, Detlef-Joachim Rudolf. Genau das hatte ich getan. Wie gesagt, ursprünglich bei bester Laune, die mir inzwischen ganz gründlich vergangen ist.

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