NEVS kauft die Saab-Fabrik zurück

Ganz aktuell meldet die DI, dass der neue Eigentümer von Saab die Saab Fabrik in Trollhättan heute zurückgekauft hat. Ganz korrekt ist diese Aussage natürlich nicht. Tatsächlich hat NEVS 50,1 Prozent von Saab Properties zurückgekauft.

Im Juni 2011 hatte Saab diese Anteile an der eigenen Immobiliengesellschaft nach langen Verhandlungen an die Investmentfirma Hemfosa für ca. 28 Mio. Euro verkauft. Vorangegangen waren Verhandlungen über den Einstieg des russischen Investors Wladimir Antonow. Die schwedische Regierung und die EIB blockierten faktisch diesen Einstieg Antonows. Schon damals wurde spekuliert, dass der Verkaufspreis, der von Hemfosa gezahlt wurde, deutlich zu niedrig war. Auch konnte dieser Erlös Saab nicht vor der Insolvene bewahren.

Jetzt konnte NEVS dieses Geschäft quasi wieder rückgängig machen. Der Kaufpreis ist nicht bekannt. Jetzt stellt sich für mich weiterhin die Frage: Was will NEVS mit einer riesigen Fabrik, die man nach den bisherigen Planungen gar nicht ausfüllen kann? Platz schaffen für einen weiteren Investor, vielleicht aus Indien?

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7 Antworten zu NEVS kauft die Saab-Fabrik zurück

  1. bergsaab schreibt:

    ….na wir hier jetzt auch spekuliert? 😉 !

    • bergsaab schreibt:

      kaufe ein d!

      ….na wird hier jetzt auch spekuliert? ok, is doppeldeutig mit der immobilie und im blog! hier waren doch sonst nur die fakten. ist auch egal ich denke die meisten lesen eh alles was von saab an infos greifbar ist. vielen dank an die blogger und bitte weitermachen, es bleibt ja spannend!

  2. tauentzien schreibt:

    Für den letzten Satz: klare Antwort Ja! 😀

  3. Marcus schreibt:

    bei den nicht-infos, die wir erhalten, bleibt einem ja fast nichts anderes übrig – eigentlich sind wir doch alle sprachlos, oder?

  4. Karl schreibt:

    „Schon damals wurde spekuliert, dass der Verkaufspreis, der von Hemfosa gezahlt wurde, deutlich zu niedrig war.“
    Die Frage ist, wurde das Geschäft nur rückabgwickelt, hat also NEVS nur die ca. 28 Mio. Euro bezahlt, oder etwa deutlich mehr. Lezteres glaube ich nicht und dann dürfte es ein gutes Geschäft sein. Was man nicht braucht wird verkauft oder vermietet, so wie überall, es wird ein Industriepark daraus gemacht.
    Trollhättan braucht ja Arbeitsplätze, als wird man versuchen neue Beschäftigungen zu finden, also sind die Gebäude mittelfristig ein Geschäft.
    Der Chinese von NEVS, weiss wie man aus nichts Geld macht, da habe ich keine Sorge drum.

    • Detlef Rudolf schreibt:

      Hallo Karl,

      das ganze macht doch wirklich nur Sinn, wenn dort auch Fahrzeuge produziert werden sollen. Sicher, man könnte alles umrüsten und dann etwas anderes dort bewerkstelligen -hier müßte aber auch entsprechende Nachfrage vorhanden sein. Würde irgendwie keinen großen Sinn ergeben, etwas in Trollhättan in dieser Größenordnung auf Verdacht zu erwerben – wer sollte das bei den schwedischen Personalkosten denn anderweitig dort ausfüllen können bzw. benötigen (mit welchen Produkten)?

      Hoffen wir mal auf einen anderen Großkonzern. Mahindra & Mahindra wurde ja bereits vielfach erwähnt – sogar von Kreisen, die nicht zu den Märchenonkels zu rechnen sind.

      Schönes Wochenende – nächste Woche wird die gesamte Wahrheit ans Licht kommen!

  5. Detlef Rudolf schreibt:

    Hier noch etwas Werbung für den Blog von Dirk in Berlin – SAAB-Reisen:

    Der aktuelle Artikel vom heutigen Tage bietet auch ein wenig zusätzliche Hintergrundinformation zu KJJ.

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