Neues zu Saab – Youngman und Pang Da

Aktuell gibt es in der schwedischen Presse weitere Meldungen über Youngman und Pang Da. Während Pang Da die Investition in Saab zwischenzeitlich abgeschrieben hat und nur noch die bilanziellen Konsequenzen zieht, besteht bei Youngman weiterhin Interesse an Saab. Deshalb hat Youngman ein bindendes Gebot für Saab abgegeben. Zwischenzeitlich gibt es in der schwedischen Presse weitere Informationen zu diesem letzten Gebot von Youngman.

Das jetzige Gebot beläuft sich über ca. 360 Mio. Euro. Youngman hatte bereits nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens ein erstes Gebot im Februar abgegeben, das von den Insolvenzverwaltern als zu niedrig abgelehnt worden war. Dieses Gebot lag bei 227 Mio. Euro. Nach Ansicht der schwedischen Presse dürften die 360 Mio. Euro die niedrigste Summe sein, die die bevorzugt gesicherten Gläubiger noch akzeptieren würden.

Zunächst will Youngman ca. 1,12 Mrd. Euro in Saab investieren, um wieder mit der Pkw-Produktion zu beginnen. Doch nicht nur Youngman wird in den nächsten Tagen vor Ort in Schweden anwesend sein. Auch eine Delegation von Mahindra wird mit den Insolvenzverwaltern sprechen. Es bleibt also weiterhin spannend und eine Entscheidung scheint recht nah zu sein. Die Insolvenzverwalter bleiben weiter bei ihrem Zeitplan, im Sommer das Insolvenzverfahren formell abzuschließen.

Daneben gibt es auch noch weitere interessante Informationen aus China. Wir wir bereits aus der Inventarliste von Saab wissen, hat Pang Da bei der versuchten Übernahme von Saab kräftig Verlust gemacht. Pang Da hatte im Verlauf des Jahres 2011 Saab-Fahrzeuge im Wert von 45 Mio. Euro bestellt, im Voraus bezahlt, aber die Fahrzeuge nie erhalten. Dies schlägt sich natürlich auch auf die aktuell veröffentliche Jahresbilanz nieder. Im vergangenen Jahr hat sich der Gewinn von Pang Da um 47% auf ca. 80 Mio. Euro verringert. Neben den Aufwendungen für Saab hat Pang Da aber auch kräftig investiert. So wuchs das Händlernetz 2011 um 311 Händler auf insgesamt 1257 Händler in China. Eine beeindruckende Steigerung.

Gut, vielleicht war Youngman der schlauere Kaufmann und hat nicht ohne Sicherheiten 45 Mio. Euro gezahlt. Aber Pang Da hat im Gegensatz zu Youngman zumindest immer die gegenüber Saab gemachten Versprechungen eingehalten. Pang Da hätte ein sehr interessanter Partner für Saab sein können. Gerade das umfassende Händlernetz in China hätte für gute Verkaufszahlen für Saab im Reich der Mitte sorgen können. Aber „hätte“ und „wäre“ hilft Saab in der aktuellen Situation natürlich auch nicht weiter.

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3 Antworten zu Neues zu Saab – Youngman und Pang Da

  1. Joachim schreibt:

    Nur mal so am Rande: Vor einigen Wochen geisterte durch die Medien, dass Mahindra & Mahindra die Mororradsparte (DUCATI) verkaufen möchte. Weiß hier jamand, ob dies über die Bühne gegangen ist? Ein Interessent war lt. eines Presseberichts der Volkswagen-Konzern.

    Ssangyong dürfte aber nach wie vor zum Mahindra-Konzern gehören – bekanntlich gibt es dort ausschließlich Fahrzeuge für das etwas gröbere Gelände.

    Da Mahindra & Mahindra der Wunschpartner von fast 70% der Blog-Leser ist (gemäß Abstimmung), wäre es natürlich toll, wenn sich auch die Administratoren in Schweden für diesen als sehr sozial eingestellten Konzern aussprechen würden. Auch der finanzielle Hintergrund ist nachweislich hervorragend.

  2. marcus schreibt:

    ducati wurde von audi gekauft.

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