Verhandlungen gehen weiter – Saab Development AB

Nichts neues gibt es zu den Verhandlungen von SWAN, Pang Da und Youngman mit GM zu berichten. Klar wurde allerdings heute, dass die selbstgesetzte Deadline 15. November für Saab, Pang Da und Youngman keine Bedeutung hat und offensichtlich verlängert wurde. Die Gespräche gehen also weiter. Wichtiger scheint das Datum 22. November zu sein. An diesem Tag wird den Saab-Gläubigern ein Zahlungsplan präsentiert. Daneben gibt es einige interessante Entwicklungen, die mit der Saab Automobile Development AB zusammenhängen.

Die Saab Development AB wurde im September 2011 gegründet. Damals galt noch die alte Vereinbarung mit Youngman und Pang Da, dass jeder chinesische Partner jeweils nur einen Minderheitsanteil von SWAN übernimmt und alle drei Partner gemeinsam Eigentümer von Saab werden. Gleichzeitig wurde vereinbart, mehrere Joint-venture-Firmen zu gründen, die für die Produktion, den Vertrieb und die Entwicklung neuer Saab-Modelle vor allem in China zuständig sind.

Die Saab Development AB ist das Joint-venture-Unternehmen, dass für die Entwicklung der ersten neuen Modelle 9-1, 9-6X und 9-7 zuständig sein soll. Bisher waren in der Saab Development AB als Vorstände nur Victor Muller und Martin Larsson von der Saab-Seite vertreten. Am Donnerstag sind nun Pang Qingnian und Pang Caiping von Youngman zu Vorstandsmitgliedern ernannt worden. Pang Qingnian und Victor Muller teilen sich dabei den Vorstandsvorsitz.

Man kann sich nun fragen, warum Pang Da nicht in der Saab Development AB vertreten ist. Dies liegt jedoch daran, dass hier eigentlich die alte Vereinbarung vom Sommer 2011 durchgeführt wird. Pang Da als Vertriebsgesellschaft und kleinster Anteilseigner sollte dabei nicht in allen Tochterfirmen vertreten sein. Gerade die Fahrzeugentwicklung betrifft eher nicht Pang Da, so dass diese Entwicklung stimmig erscheint.

Ganz kann ich diese Besetzung von Vorstandsposten nicht einschätzen. Unklar ist, ob man sich jetzt auf den Fortbestand der alten Verträge geeinigt hat, um GM zu einer Zustimmung zu bewegen. Da aber auch bei einer 100%-Übernahme von Saab verschiedene neue Tochterfirmen notwendig sind, ist es auch möglich, dass für die Entwicklung neuer Saab-Modelle nur Saab und Youngman in der Tochterfirma Saab Development vertreten sein werden.

Egal, wie die Hintergründe sich später darstellen; ich schätze diese Entwicklung positiv ein. Youngman würde nicht während dieser schwierigen und unsicheren Situation mit GM Vorstandsposten bei einer Saab Tochter besetzen, wenn man nicht sehr stark an einer weiteren Zusammenarbeit interessiert wäre. Dafür sprechen auch die fortlaufenden Verhandlungen über den 15. November hinaus und die fortgesetzte finanzielle Unterstützung von Saab durch Youngman.

Auch die Dauer der Verhandlungen mit GM erscheint mir positiv. Wenn GM einfach kein Interesse an einer Zustimmung hätte, dann müsste man ja gar nicht verhandeln. Wenn man verhandelt, dann geht es um verschiedene Einigungsmöglichkeiten und Standpunkte, die man auslotet. Eine Zustimmung von GM ist also grundsätzlich möglich.

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