Neues zu Saab – 09.08.2011

  • Die TTela berichtet hier, dass sich Victor Muller am Mittwoch mit Gewerkschaftsvertretern treffen wird. Aufgrund der wiederholten Zahlungsschwierigkeiten von Saab, von denen auch die Lohnzahlungen für der Mitarbeiter betroffen waren, verlangen die Gewerkschaften jetzt einen „Aktionsplan“ von Saab, wie die Zahlung der Löhne und die kurz- und mittelfristige Finanzierung von Saab sichergestellt werden kann.
  • Während bei der schwedischen Vollstreckungsbehörde Kronofogden weitere Forderungen gegen Saab eingehen, berichtet die DI hier, dass sich Saab mit dem wichtigen Zulieferer IAC einigen konnte. IAC bestätigt gegenüber der DI, dass man mit Saab eine Einigung auf Basis des 10%-Angebots von Saab erzielt hat. Zwar musste IAC 20 Mitarbeiter aufgrund der Situation bei Saab entlassen. Aufgrund der Einigung wird IAC weiter mit Saab zusammenarbeiten und Saab wieder beliefern. Durch die Einigung mit Saab seien laut DI die durch die Kronofogden (demnächst) vollstreckbaren Schulden um ca. 5 Mio.  Euro auf ca. 3,5 Mio. Euro gesunken.

Update 12 Uhr:

  • Der chinesische Partner von Saab, Youngman, blickt weiter positiv in die Zukunft, berichtet die China Car Times hier. Man hält weiter an der Erweiterung der Saab-Produktpalette fest und will nach Abschluss des Anteilskaufs die Entwicklung der Modelle 9-1, 9-6X und 9-7 finanzieren. Wichtig ist aber dafür, dass Saab seine kurzfristigen Finanzierungsprobleme lösen kann und wieder mit der Produktion beginnt.
  • Gleichzeitig berichtet die DI hier, dass sich Victor Muller in Brasilien auf die Suche nach finanzstarken Investoren begeben hat. Angeblich soll es um eine Saab-Fertigung in Brasilie gehen. Ergebnisse oder Inhalt der Gespräche wurden nicht bekannt.
    Aus meiner Sicht kann eine Produktion in Brasilien, das immerhin drittgrößter Automarkt der Welt ist, aufgrund der hohen Importzölle durchaus Sinn machen. Allerdings steht eine weitere Produktionsstätte in Anbetracht der aktuellen Probleme bei Saab wohl ganz hinten auf der Prioritätenliste. Vermutlich hat Victor Muller eher mit Investoren oder möglichen Kreditgebern zur Ablösung des EIB-Kredits verhandelt.
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