Jonsson und Muller zu den Vorkommnissen der letzten Woche

Der Saab-Vorstandsvorsitzende Jan Ake Jonsson (JAJ) und der Saab-Präsident Victor Muller (VM) haben sich vor Journalisten zu den Problemen der letzten Woche geäußert.

VM sagte, dass es ein Fehler war, das Produktionsziel von 80 000 Autos in den Vordergrund zu stellen. VM ging davon aus, dass dieses Ziel nicht ganz erreicht werden kann. VM führte weiter aus, dass die Probleme in der letzten Woche keine Einfluß auf die Entwicklung von Saab haben wird. Das Verhältnis zu der schwedischen Regierung beschrieb VM als „phänomenal“. VM hob hervor, dass der Umsatzanstieg im März ein gutes Zeichen für Saab ist. Er kritisierte auch den Umgang der Medien mit Saab: „Saab befindet sich in Schweden in einem Glashaus. Wenn wir einen Streit mit einem Lieferanten haben, wird das ganze Land in Brand gesetzt“.

Link zum Artikel in der Dagens Industri

JAJ sagte, dass Saab intensiv daran arbeitet, die Finanz-und Kapitalstruktur zu stärken. Dabei gehe es um einen Beitrag der Saab-Eigentümer, um weitere Kredite und um weitere operative Verbesserungen. JAJ gestand ein, dass es bei Saab einige Unterbrechungen aufgrund der fehlenden Lieferungen der Zulieferer von Saab gab. JAJ versicherte, dass Saab sich immer noch innerhalb des Business-Plans bewegt. In Bezug auf den geringeren Umsatz habe es Saab geschafft, die Kosten niedriger halten.

Link zum Artikel in der Dagens Industrie

Natürlich werden diese Aussagen sofort in der Presse wieder „durch den Wolf gedreht“. Heraus kommt aus diesen Aussagen dann eine „interessante“ dpa-Meldung, die dann sofort unreflektiert verbreitet wird.

Meldung Netzzeitung

Hier kann man wieder die übliche Qualität einer dpa-Meldung erkennen. Ca. 2/3 der Meldung sind schlicht falsch oder lassen sich nicht auf die obigen Worte von JAJ oder VM zurückführen. Dies lässt den Schluss zu, dass der größte Teil der dpa-Meldung frei erfunden ist. Zu den „Zahlungsproblemen bei Saab“ haben sich JAJ und VM gar nicht geäußert. Alle Mutmaßungen scheinen mir auf den Worten JAJs:

“We are working intensively to strengthen Saab’s financial position and capital structure, it involves a contribution from our owners, credit facilities, as well as operational improvements. We are confident that we will correct the situation soon…“ und VMs:“We’ve had a little morning cold,” On the opposite side he is self-critical about the goal of annual production of 80,000 cars that Saab previously stated, a promise that will not be accomplished by a long shot. “It is our fault. We should not have gone out with the production goals.” zu basieren.

Ein Hinweis auf ernsthafte Zahlungsprobleme kann man in diesen Aussagen gar nicht erkennen, auch nicht, dass die 50 Mio. Euro, die Wladimir Antonows investieren möchte, unbedingt und dringend benötigt werden. Insgesamt ist schon interessant, was aus solchen Aussagen in der Presse gemacht werden. Eigentlich können Saab-Chefs jetzt erklären, was sie wollen, es wird alles sofort negativ bewertet und eine Untergangsstory daraus gebastelt. Die guten Verkaufszahlen im März fallen dagegen völlig unter den Tisch. Die Spielchen der Presse gehen also wie von mir prognostiziert weiter…

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