P4 Väst: Entscheidung zu Saab erneut verschoben

Ganz aktuell meldet der schwedische Radiosender P4 Väst, dass die Saab-Insolvenzverwalter die Entscheidung über den Käufer von Saab erneut verschoben haben. Bisher sind noch Mahindra, NEVS und Youngman im Rennen um Saab dabei. Die Informationen von P4 Väst sind meistens recht gut und entsprechen sehr häufig den Tatsachen, so dass auch diese Nachricht für mich sehr glaubhaft erscheint.


Eigentlich sollten schon letzten Montag die Unterschriften unter den Kaufvertrag gesetzt werden und NEVS als Käufer von Saab bekannt gegen werden. Allerdings will NEVS nicht Saab Parts kaufen, was zu erheblichen Problemen mit den Gläubigern, insbesondere mit der Reichsschuldenverwaltung, führte. Das Gebot von NEVS soll lediglich ca. 170 Mio. Euro betragen, was natuürlich auch nicht zu einer Begeisterung der Gläubiger führt. Mitte der Woche legte dann Youngman nach und gab ein neues erhöhtes Gebot für Saab und Saab Parts in Höhe von ca. 400 Mio. Euro ab.

Die Unterschrift unter den Kaufvertrag soll jetzt Mitte Juni, also wahrscheinlich Ende der nächsten Woche, gesetzt werden. Wer Käufer werden soll, bleibt weiterhin unklar. Die Insolvenzverwalter wollten sich natürlich nicht zu diesem Thema äußern.

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4 Antworten zu P4 Väst: Entscheidung zu Saab erneut verschoben

  1. Saab 9-3 schreibt:

    Also nach meiner Meinung sollte nun klar sein wer der Neue Besitzer von Saab wird:
    Oder sagen wir es mal so, es wäre ja völlig daneben, einem kurz zuvor gegründeten Elektro-Unternehmen, welches völlig unbekannt ist und war, den Zuschlag zu geben!
    – Vorallem wenn man bedenkt, dass seit mindestens einem halben Jahr diverse Elektro-Autos von grossen Autofirmen angeboten werden, man aber kein einziges davon auf der Strasse sieht.
    – Und das dieses NEVS-Konsortium nicht einmal die Hälfte des geforderten Gebotes abgeben kann, bestätigt umso mehr meine Vorurteile.
    – Aber, dass diese NEVS nicht einmal die Saab Parts AB übernehmen wollen, und somit alle Markentreuen Fans mit ihren Fahrzeugen im Regen stehen lassen will, DAS IST DOCH WOHL DER HAMMER!!!
    – Also hoffe ich doch sehr, dass die verantwortlichen Leute ihren Job gut machen und einem seriösen Unternehmen, welches Saab als Ganzes weiterführen will, den Zuschlag geben.

    Auch wurde Lotus-Youngman und Pang-Da in ein eher schlechtes Licht gerückt, ob zurecht oder nicht, ich weiss es nicht. Aber sind wir mal ehrlich? Wer würde letzten Herbst soviele Millionen in ein sinkendes Schiff investieren. Zumal GM mehrfach betont hatte, keine einzige Lizenz weiter zu vergeben.

    Da wir Europäer einfach zuwenige Neuwagen bestellen wollen oder können, wäre es sicher das Beste für Saab, mit Joungman den riesigen Markt in China zu erschliessen. Denn in China hat sich ein sehr grosser Mittelstand geformt, denn die kaufen scheinbar täglich soviele Neuwagen wie in der Schweiz das ganze Jahr verkauft werden. Und die finden Saab und seine DNA geil, das sieht man ja bei ihrem letzten Gebot.

    Mein Wunsch wäre, dass Youngman mit Victor Muller bis 2017 weiterhin den 9-5 II als Limousine und als Sportcombi, und den 9-4X und natürlich die komplette 9-3 Serie produziert. Natürlich wäre es auch toll den E-9-3 und diverse Hybride in Zukunft zu bringen.

    • Karl schreibt:

      Die Sichtweise von „Saab 9-3“ entspricht in weiten Teilen auch der Meinen. Zum NEVS-Konsortium hoffe ich, dass es nur als Druckmittel des Konkursverwalters so in der Presse präsentiert wurde.

      Bei der Industriepolitik der schwedischen Regierung, besteht allerdings auch die Gefahr, dass man Saab zugunsten des NEVS-Konsortium lieber zerschlägt, große Visionen (E-Autos) erzeugen bei schwedischen Politikern nämlich die Bereitschaft, großzügige Förderung zu leisten. Sollte es ein gutes Angebot für Saab-Parts und andere Teile, die das NEVS-Konsortium nicht benötigt geben, dann befürchte ich trotz anders lautenden Bekundungen, die Zerschlagung von Saab.

      Bei den beiden anderen Bietern, Mahindra und Youngman kann ich im Augenblick nicht erkennen wär der „Bessere“ ist. Weder China noch Indien sind Gesellschaften, die ich ohne große Bedenken betrachte.

      Mahindra ist ein Großkonzern, der in geradezu mafioser Art mit der indischen Politik verbandelt ist. Ich vermute, dass die Präferierung von Mahindra in der Meinung vieler Saab-Fans durch gezielte Informationssteuerung seitens der Saab AB zustande gekommen ist. Die Saab AB ist in mehreren Bereichen mit Mahindra in Beziehung, da könnte das Pfand der Markenrechte geschickt als Bonus für andere Geschäfte dienen.

      Es wäre nicht das erste mal in der Geschichte von Saab, das Rüstungs- und Flugzeugzeugeschäfte mit der Autoabteilung unterstützt wurden.

      Jeder Bieter, der die Produktion und Entwicklung in Trollhättan weiterführen will, ist mir Recht.

  2. Marcus schreibt:

    genauso sehe ich das auch undglaube auch nicht, dass eine daniederliegende autofabrik druch immer weitere verzögerungen mehr wert wird.
    ein interessanter artikel steht heute auf ttela, in dem sich ex-mitarbeiter, auch führende, zu einem schnelleren wiederstart äussern.
    mehr unter http://www.ttela.se

  3. URS schreibt:

    Dieser Meinung schliesse ich mich an. Bei NEVS ist ja die Zukunft noch völlig ungewiss und sie scheinen ja auch kein Interesse an den jetzigen SAAB-Kunden zu haben, sonst hätten sie auch genügend Geld für Saab Parts geboten.

    Eigentlich schade dass Mahindra ausgestiegen ist, auch sie hätten die Möglichkeit gehabt einen grossen Markt, nämlich Indien mit SAAB zu erschliessen. Hier ist für mich der Eindruck aufgekommen, dass bei Mahindra der Pioniergeist „etwas zu wagen“ fehlt. M&M ist ein solides Unternehmen, will aber auch nicht viel riskieren. TATA – die ja auch rund 6 mal grösser sind – hat mit Jaguar mehr Mut bewiesen.

    Pioniergeist für das was ja SAAB steht, hat bis jetzt am ehesten Youngman gezeigt. Sie haben nicht locker gelassen und sich bis jetzt auch am meisten aus dem Fenster gelehnt. Bei SAAB ist ja bisher auch nicht immer alles rund gelaufen und daher sollte man Youngman auch nicht so kritisch begutachten. Aus eigener Erfahrung habe ich gelernt, dass die Chinesen gewohnt sind Schwierigkeiten zu meistern und sehr gewillt sind zu lernen. Auch SAIC findet nun den Weg langsam zurück mit MG und erkennt den Wert der Marke. Ich glaube Youngman hat den Wert der Marke SAAB schon erkannt und ist darum auch wieder mit einen neuen Gebot aufgetreten.

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