GM sagt weiterhin Nein!

Kurz vor der Entscheidung der Saab-Insolvenzverwalter hat sich auch GM wieder zu Wort gemeldet. Der uns schon bekannte GM-Sprecher James Cain sagte gegenüber der Presse, dass man zwar Anfragen der an Saab interessierten Bieter über die Nutzung der GM-Lizenzen gehabt habe. Aber die Antwort von GM sei immer die gleiche gewesen: Nein! Dies habe man auch den Insolvenzverwaltern mitgeteilt.

Soweit James Cain von GM. Zusätzlich gibt es noch Informationen, dass Mahindra in den Gesprächen mit GM im Gegensatz zu Youngman recht weit gekommen ist, aber trotzdem keine Einigung erzielen konnte.

Ob es sich hier um einen gezielen Versuch von GM handelt, den Verkaufsprozess zu stören, vermag ich nicht zu sagen. Der Zeitpunkt der erneuten Aussagen von GM so kurz vor dem Verkauf von Saab ist zumindest „interessant“. Trotzdem glaube ich nicht, dass das Nein von GM jetzt noch im Verkaufsprozess von Saab Auswirkungen hat. GM hat seine Einstellung zur Lizenzvergabe nicht verändert. Diese Lage war allen Bietern seit Ende 2011 bekannt und sie haben sich darauf eingestellt. Natürlich wäre es für den Käufer von Saab viel einfacher gewesen, die aktuelle Modellpalette weiter zu produzieren. Aber es war doch sehr unwahrscheinlich, dass der 9-5II und der 9-4X zukünftigt produziert werden kann.

Ob der Saab 9-3, dessen Rechte bei Saab liegen, weiter gebaut wird, bleibt abzuwarten. Der 9-3 muss in einigen Komponenten GM-frei gemacht werden. Möglich wäre die Überarbeitung des 9-3II mit Diesel und Automatik, da diese Komponenten nicht von GM stammen. Doch auch dies wird mindestens einige Monate benötigen. Fraglich ist, ob es sich lohnt, den 9-3 als älteres Modell dann noch als Übergangsmodell zu verkaufen oder doch gleich auf den 9-3III zu setzen. Kürzlich gab es ja Gerüchte, dass der Käufer von Saab die Fabrik ca. 3 Jahre auf Eis legen könnte, um in dieser Zeit neue Modelle zu entwickeln.

Zurück zu den Aussagen von James Cain. Eine geänderte Einstellung hatte ich nach dem bisherigen ängstlichen Verhalten von GM nicht erwartet. Natürlich mag die Haltung von GM als Eigentümer der Lizenzen legitim erscheinen. Aber wir sollten nicht vergessen, dass GM bei den Lizenzen Saab ausgenommen hat wie eine Weihnachtsgans. In bester Heuschreckenmanie hat man sich Technologie und Entwicklungsleistungen herausgegriffen und Kosten dafür bei Saab geparkt. So konnte man wunderbar die Mär vom ewigen Verlustbringer Saab aufrecht erhalten.

Egal, ist alles nicht mehr wichtig. Meine Familie und ich haben die Konsequenzen gezogen, mit GM und Konsorten machen wir keine Geschäfte mehr – aus dem GM-Konzern werden niemals mehr Fahrzeuge gekauft. Und da, lieber James Cain, werden wir unsere Haltung nicht ändern! Eure Händler können sich die Werbeprospektchen für eure „wunderbaren“ Chevrolets und Opels in unserem Briefkasten also gerne sparen!

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20 Antworten zu GM sagt weiterhin Nein!

  1. Gast aus dem Norden schreibt:

    Auch hier wird es NIE (mehr) ein Auto aus dem Hause GM geben…
    Und ich denke auch, das GM schon sein nächstes hauseigenes Opfer mit Opel gefunden hat ….

  2. Marcus schreibt:

    gm-produkte sind für mich ebenfalls obsolet.
    die aktuellen anfragen an gm sind doch einfach unsinnig: man wird alles versuchen, das wiederaufleben von saab zu verhindern.
    das ganze kann nach einem verkauf völlig anders aussehen, wenn gm erfahren hat, dass der neue eigentümer auf jeden fall wieder saab bauen wird – und gm nur daran mitverdienen kann, oder eben nicht.

  3. Pommerscher Südschwede schreibt:

    Leider ist es die Mentalität der GM – Leute, einen Weitblick an den Tag zu legen, der einer knieenden Ameise entspricht. Sicher werden viele Saabianer die Produkte des GM-Konzerns meiden, nur es sind zu wenig. Wenn ich es jetzt auch noch schaffe, durch die beruflichen Veränderung bei mir den Wohnort und somit den Kreis wieder zu wechseln, wäre ich erst richtig froh.
    Raus aus dem schönen Oberbergischem und weg mit dem blöden GM-xx

  4. Detlef Rudolf schreibt:

    Die Vermutung, dass der Verkaufsprozess gestört werden soll, ist wahrscheinlich richtig – andererseits können es die Manager von Mahindra intellektuell locker mit den GM-Leuten aufnehmen und haben mit Sicherheit das unsaubere GM-Geschäftsgebaren mit ins Kalkül gezogen.

    Aber egal welcher Investor das Ruder bei SAAB übernimmt – er sollte sich auf keinen Fall mehr mit GM einlassen.

  5. Klaus 9-5II schreibt:

    Ich bedauere Opel und die Mitarbeiter eine solche Mutter zu haben. Heute steht wieder ein umfangreicher Bericht in unserer „Rhein-Zeitung“, Opel betreffend. Jetzt wird über Auslagerung nach Polen und Werkschließung geschrieben…
    Hier sollte das Jugendamt die Vormundschaft entziehen…

    Lasst uns alle froh und glücklich sein, dass diese geistesgestörte Rabenmutter seinerzeit das SAAB-Kind zur Adoption freigegeben hat und ich gehe davon aus, dass nach der schlimmen Zeit im Kinderheim nun neue (hoffentlich indische) Eltern gefunden wurden, die nur das Beste im Sinne führen und dem SAAB-Kind eine gesicherte Zukunft in einer guten Familie bieten werden.
    Mama Mahindra – ich zähl auf dich und du kannst in Zukunft auf mich als Kunden zählen!!!

    GM-Produkte? Never in my live!

    • Koch B. schreibt:

      Ich kann dir natürlich nur recht geben, aber eins muß ich schon richtigstellen: Wäre GM eine Rabenmutter, dann würde es SAAB gut gehen. Raben sind super Eltern. Nur so ein kleiner Ausflug in die Biologie.
      Wir boykotieren GM schon immer!!!!!

  6. Marcus schreibt:

    Ich werde auch nie wieder etwas kaufen was mit GM zu tun hat.
    Das beste Beispiel für die Heuschreckenpolitik ist momentan mal wieder Opel.
    Es wird will die nächste Marke sein die GM vor die Wand fährt .

  7. Adi 9-3X schreibt:

    GM soll hin wo der Pfeffer wächst. Die Haltung von GM ist typisch für die Amis, gross reden und nichts richtiges in Stand bringen. Bin sehr froh, wird Saab zu einem anderen Konzern kommen. Es ist zwar einen unschönen Weg,aber sicher das Beste für Saab und ihre treuen Fahrer.
    Also lieber zu Fuss irgendwo hin, als mit einem GM Produkt!

  8. Herbert Hürsch schreibt:

    Um ehrlich zu sein habe ich schon mit dem Gedanken an einen Insignia SportsTourer gespielt. Als 2,0 T ecoFLEX ist er wohl das Auto, das von allen am Markt befindlichen am meisten Gene mit dem 9-5 II BioPower SportsCombi gemeinsam hat …
    Bevor ich hier einen Aufschrei auslöse – letztlich würde ich es wohl nicht über das Herz bringen, GM auch noch dafür zu belohnen, dass sie Ingenieurleistungen der veräppelten Trollhättener nach Gutsherrenart für alles Mögliche nutzen, nur eben nicht für Saab.

    Apropos Saab,
    wer oder was soll das in Zukunft sein? Und was machen die dann eigentlich? Der Artikel ist auch widersprüchlich. Mahindra sei recht weit gekommen und das Nein werde keine Auswirkungen haben. Ja wozu verhandeln Mahindra und alle anderen denn dann immer wieder mit GM?

    Sind wir doch mal ehrlich. Alle hier hofften insgeheim auf das große Wunder. Die Leiche wird längst gefleddert und wir warten auf Wiederauferstehung und hoffen, dass wir im nächsten Jahr einen 9-5 II SportsCombi made in Sweden bei unserem Saabhändler stehen sehen. DREAM ON.
    Der hat dann Nägel in den Reifen, Stacheldraht auf der Windschutzscheibe und ein großes Holzkreuz auf dem Dachträger, oder was?

    • Detlef Rudolf schreibt:

      Herbert,

      es ist doch klar, dass von allen versucht wurde, auch die Lizenzen für die Baureihe 9-5 II und evtl. noch für den 9-4X zu bekommen – man hätte dann schneller entsprechende Käuferwünsche erfüllen können.

      Nun dauert es halt etwas länger bis SAAB-Fahrzeuge der höheren Klasse (9-5 III) angeboten werden können – entweder man beginnt nun gleich nach Übernahme mit der Fortsetzung der 9-3er Produktion in abgespeckter Form oder wie eben auch schon angeklungen, man wartet die Serienreife der neuen Modelle ab (hier ist ja schon einiges in der pipeline) und beginnt erst dann mit der Produktion.

      GM mit dem mittlerweile allseits bekannten unsauberen Geschäftsgebaren muß also zum Glück nicht zwingend dabei sein.

      • Herbert Hürsch schreibt:

        Was heißt, „auch die Lizenzen für die Baureihe 9-5 II und evtl. noch für den 9-4X zu bekommen“? Was gibt es denn sonst noch von Saab, was man verkaufen könnte? Da ist nichts. Rein gar nichts, außer dem Phoenix-Aus-Der-Asche-Marketing, das während des Rettungsversuchs gemacht wurde, um potentiellen Geldgebern eine strahlende Zukunft, großes Know-How und große Kapazität vorzugaukeln. Hat den schon mal jemand fahren sehen?
        Wer keine ganz herbe und selbst verschuldete Enttäuschung erleben will, der sollte sich mal schleunigst auf die Option einstellen, dass der (oder die) s. g. Saab-Käufer vermutlich schlicht ein paar Zeichnungen und – sofern nicht bei GM – ein paar Patente kauft , um diese für sich und andere Marken zu verwerten. Das war bei Dornier auch nicht anders (und die Insolvenz lief nach dt. Recht, lieber Prof. Dr. Mönning).

        Ich erinnere daran, das sogar BMW eine zeitlang als potentieller Käufer gehandelt wurde, bekanntlich aber nur als Gläubiger dort ist und nach verschollenen Motoren forscht. Das ist schon kein Optimismus mehr, was man so an projizierten Hoffnungen liest, sondern Ausdruck für eine völlig verklärende und entrückte Debilität.
        Nun gut, was soll’s. Da auch ich mir einen „Fortbestand“ der Marke wünschen würde –die längst eine Wiederauferstehung wäre, denn Saab ist tot – stimme ich doch einfach mal mit ein: Hare, hare, Mahindra Krischna. Klingeling. Hare, hare. Klingeling …

        • Marcus schreibt:

          irgendwie kommt mir der schreibstil sehr bekannt vor – und die in flüssig zu lesenden sätzen verschachtelte ignoranz und usberbeleidigung ebenso…
          vermutlich gehen dir die immer wieder „hossiana“ rufenden leser in dem bekannten forum aus und du suchst eine neue spielwiese zur verbreitung dieses selbstgerechten nonsens.

        • Detlef Rudolf schreibt:

          Herbert,

          bei der Phoenix-Plattform (auf der beispielsweise ein neuer 9-3 aufbaut) handelt es sich nicht um Marketing oder gar Gaukeleien – und man kann sogar sicher sein, dass daraus entwickelte SAAB-Modelle auch fahren werden (auch wenn aufgrund der bekannten momentanen Situation derzeit noch keine Fahrzeuge unterwegs sind).

          Der letzte Absatz Deines Kommentars ist leider irgendwie debil geraten.

  9. Marcus schreibt:

    stand heute wird es keine autos mit gm-technik mehr von saab geben, aber: wie gm schon oft bewiesen hat, ist die halbwertzeit deren gefasels kürzer, als die produktionszeit eines 9-5 II.
    daher bleibt nur abzuwarten und auf das geschick des neuen eigentümers zu hoffen – mir kann es die nächsten zwei jahre egal sein, ob der 9-5 noch mal gebaut wird – ich habe ja schon einen…

    • Herbert Hürsch schreibt:

      Schön, dass du Limofahrer schon einen 9-5 II hast und dir ganz egal sein kann, ob andere in den nächsten zwei Jahren ihren Kombi kriegen (ich hätte gerne einen). Da kann man dann ganz besonders entspannt und selbstgerecht Nonsens verbreiten und andere mit (falschen) Hoffnungen quälen. Ja, ja, das Geschick des neuen Eigentümers bleibt abzuwarten. Da steht ein großes Wunder ganz unmittelbar bevor.
      Schön, dass mein Realismus Anlass für Verwechslung bietet und mich zum Verdächtigen macht (für was auch immer – ich kann dir da nicht folgen). Dann ist diese Geisteshaltung ganz offenbar nicht ausgestorben.

  10. ek schreibt:

    Nie wieder GM!

  11. Prof. Dr. Rolf-Dieter Mönning schreibt:

    Schade, daß es sich um ein Insolvenzverfahren nach schwedischem Recht handelt. Bei Anwendung des deutschen Insolvenz- und/oder Gesellschaftsrechts fielen einem doch einige Marterwerkzeuge ein, um GM auf Linie zu bekommen.

  12. h3rm schreibt:

    mh…eigentlich wäre doch SAIC n wesentlich besserer Käufer. Das größte GM JointVenture Chinas unter Kontrolle, könnten sie denen gehörig in den dummdidumm treten. Schade, dass die ihren Schatz schon gefunden haben – mit den MG und Roewes klappts ja ganz gut bisher.

  13. tauentzien schreibt:

    Für nichts oder nur den Markennamen wird ein Bieter kaum 200 bis 300 Mio. Euro auf den Tisch legen. Und da ist Saab Parts noch nicht eingerechnet. Ich finde es manchmal befremdlich, dass ständig behauptet wird, Saab habe keine Vermögenswerte mehr. Dies wurde schon sehr häufig wiederlegt. Z.B. von den potentiellen Käufern und von den Insolvenzverwaltern. Kann man alles auch in der Inventarliste der Insolvenzverwalter nachlesen. Die gesamten Vermögenswerte von Saab ohne Saab Parts belaufen sich aktuell laut der offiziellen Inventarliste auf ca. 400 Mio. Euro (und das trotz der Insolvenz), vgl hier: https://saab-rover-blog.net/2012/04/10/die-saab-inventarliste/

    P.S. Den „Rosa-rote-Brille“-Nonsens oder eine Diskussion über Optimisten, Realisten und Pessimisten, u.a. werde ich von allen Seiten unterbinden. Das hat schon in anderen Foren nur für heftigen Streit gesorgt. Das muss hier nicht auch noch sein. Soll doch alles friedlich hier zugehen 😀

    • Marcus schreibt:

      danke, genauso ist es!
      es wäre wünschenswert, wenn man andere meinungen einfach als solche achten und respektieren würde, ohne die personen dahinter zu verunglimpfen.
      dies funktionert in diesem blog bis jetzt hervorragend und ich denke nicht, dass dies einzelne ändern können, insbesondere wenn der blog-inhaber, wie in seinem ps geäussert, dies genauso sieht

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