Saab-Verkauf – gibt es einen Favoriten?

Gerade noch schreibe ich, dass es nichts neues aus Schweden zu berichten gibt. Doch beinahe hätte ich eine interessante kleine Meldung übersehen (vielen Dank an Marcus für den Hinweis)! Nach Informationen des schwedischen Radiosenders P4 Väst geht das Rennen um Saab in die letzte Runde und dabei gibt es für die Insolvenzverwalter von Saab wohl zur Zeit einen favorisierten Bieter.

Dieser Favorit soll der indische Großkonzern Mahindra sein. Laut P4 Väst würden die meisten Anzeichen auf Mahindra hinweisen. Der Konkurrent Youngman sei weiter sehr an Saab interessiert, doch bisher befinde sich zur Zeit keine Delegation von Younman zu Verhandlungen mit den Insolvenzverwaltern in Schweden. Insgesamt wenig greifbare Informationen, aber P4 Väst ist meistens gut informiert und hat oft auch eigene interne Quellen. Insofern könnte diese Aussage zum Favoriten Mahindra schon zutreffen.

Nach den bisherigen Informationen über die Pläne und über das bisherige Verhalten der Bieter wäre für mich ebenfalls Mahindra der bevorzugte Käufer für Saab. Aber weiterhin steht wohl der Termin 15. Mai, bis dahin müssen wir uns noch mindestens gedulden.

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11 Antworten zu Saab-Verkauf – gibt es einen Favoriten?

  1. Klaus9-5II schreibt:

    Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass auch nur ein klardenkender Mensch die Firma aus der Volksrepublik lieber als Eigentümer sehen würde als Mahindra aus der demokratischen Welt.
    Da wird seit fast einem Jahr von Youngman viel Welle gemacht, aber wenig gehalten…

    Vieleicht hätten wir alle versuchen sollen die Administratoren (sofern überhaupt möglich) mit unseren Zukunftswünschen zu beeinflussen!
    Wir sind doch die Käufer, auf die es in der Zukunft ankommt.

    Ich meine es wirklich ernst: wenn die von mir ungeliebten Chinesen das Ruder übernehmen, ist es sogar sehr wahrscheinlich, dass ausser meinen Hobby-Saab´s 900 und Cabrio 9-3 das Hauptauto 9-5 II irgendwann vermutlich einem Jaguar weichen muß. Wäre doch sehr schade!
    China? Nein-danke!!!

    Hoffen wir das Beste.

    • Swedishmoose schreibt:

      Hallo Klaus 9-5 II,

      ich kann Dich verstehen und auch ich wuerde Mahindra als kuenftigen Besitzer von SAAB bevorzugen.
      Was mich allerdings immer ein wenig stoert ist die Tatsache, wieviele Menschen mit dem Finger auf die boesen Chinesen zeigen.
      Es sind nicht die Chinesen, es ist der Westen, der China zu dem gemacht hat, was sie heute sind. Von daher muessen wir uns schon an unsere eigene nase fassen.

      Aber hoffen wir, dass Mahindra den Zuschlag bekommt.

      • h3rm schreibt:

        Vollkommen korrekt. Abgesehen davon haben die Chinesen wesentlich mehr Geld. Ein Kauf von Saab muss in das volkswirtschaftliche Konzept passen, Youngman kann nicht einfach entscheiden. Ich habe jeden Tag mit China und auch Indien zu tun und in beiden Ländern brauch man sehr viele Stempel. Es sind beides höchst bürokratische Staaten mit dem Unterschied, dass in China wesentlich mehr voran geht als in Indien. Schaut man sich das Know-How indischer Ingenieure an, gewinnt man den Eindruck sie seien um einiges weiter als die Chinesen. Allerdings hat Indien nach wie vor das Problem, dass es außerhalb von günstiger Dienstleistung nicht viel bietet. Youngman könnte aufgrund der steigenden Kaufkraft und dem bei Chinesen beliebten Premiumimage einen viel größeren und kaufkräfitgeren Markt liefern. Daher bin ich der Meinung, dass Mahindra, die sich schon mit Jaguar Land Rover quälen, nicht der beste Kandidat wären.

        • Marcus schreibt:

          mahindra hat mit jaguar/landrover nichts zu tun. deren eigentümer ist tata.

        • Joachim schreibt:

          hallo h3rm,

          leider ist der Hinweis, dass sich Mahindra mit Jaguar und Land Rover quält, falsch – die Firma Tata Motors (Inhaber = Ratan Tata) hat sich vor einiger Zeit Jaguar und Land Rover angenommen. Aber dort quält man sich nicht mit den englischen Premium-Marken – das Geschäft floriert und in dem ganzen Prozess ist deutlich eine klare Linie zu erkennen.

        • Peter schreibt:

          Das Premiumimage wird ja mit dem Namen Saab in Verbindung gebracht und nicht mit dem Namen Youngman . Wieso also sollte Saab als schwedischer Premiumhersteller , auch wenn er eine Tochter eines indischen Konzerns werden würde , nicht trotzdem erfolgreich in China Autos verkaufen können. Besonders schön wäre das dann noch wenn Saab dabei den Buick`s und sonstigen GM Fuhrwerken einige Marktanteile abjagen könnte.

        • h3rm schreibt:

          Sorry vielmals,
          Ihr habt natürlich völlig recht. Tata ist der Eigentümer von JLR. Irgendwie habe ich das in meinem morgentlichen Kaffeemangel verschlafen. Dennoch bin ich der Meinung, dass in China ein wesentlich besserer Markt bestehen dürfte zu dem eine chinesische Mutter wesentlich besser Zugang finden dürfte. Das Premium-Image kommt natürlich nicht von Youngman sondern von SAAB, ist schon richtig. Aber die Chinesen sind auch stolz auf Lenovo obwohl das Know-How von IBM kam. Das spiegelt nur meine Meinung und meine Erfahrungen wider.

      • Herbert Hürsch schreibt:

        Hallo Moose und Klaus,

        ich kann euch beide nicht verstehen. Ja, hoffen wir mal das Beste. Schön, wenn Menschen so genau wissen, was das eigentlich sein soll. Alle anderen können es dann im Internet lesen. Gut zu wissen, dass quasi die Welt gerettet wäre, wenn Mahindra den Zuschlag bekäme. Auch gut zu wissen, dass der Westen an allem schuld ist, was man China vorwerfen könnte. Ich werde daraus die gebotenen Konsequenzen ziehen und westliche Erzeugnisse boykottieren.

      • Smitty schreibt:

        Moose, bei den Japanern vor 30 Jahren war es doch genau das selbe.
        Als die anfingen, in Europa bessere und billigere Autos zu verkaufen als
        wie heimische Produzenten haben alle auf die gezeigt. Und heute? Japanische
        Fahrzeuge sind immer noch Top, und so mancher Premiumhersteller kann
        sich bei denen so einiges abgucken.
        Hoffentlich sind die Inder so schlau – sollten sie den zuschlag wirklich
        kriegen – wie Geely mit Volvo den Autohersteller auch selber Autos
        bauen zu lassen.

  2. dieter pinkas schreibt:

    es ist schade um saab.ich war ein saabfan mit meinen 9-5 tdi3,0 kombi,aber leider hatte ich den isuzumotor,welcher nach 60 000km auf meine kosten ern.wurde(zylinderlaufbüchsenabsenkung )und leider nur 10 000km problemlos fuhr(einspritzpumpenproblem).dann stieg ich notgedrungen,da saab mir den 9-5 nicht eintauschte auf bmw um.ich würde es den saabmitarbeitern wünschen,daß es wieder mit der renomierten marke bergaufgeht,aber mit den chinesen wird das für die zukunft nicht aussichtsreich werden.es wäre wünschenswert,daß sich der schwedische staat etwas einfallen ließe.es kann doch nicht sein,so eine erfolgsmarke zum bankrott laufen zu lassen.eine solche subvention müste sich doch bezahlt machen und nicht zuletzt unzählige arbeitsplätze retten.

  3. polar schreibt:

    Nun haben wir seit Wochen und Monaten jede Spekulation wahr-und hingenommen. Mahindra war immer mein persönlicher Favorit.Ich warte jetzt einfach die tatsächliche Entscheidung ab. SAAB war einfach zu oft in den letzten Monaten angeblich am bzw. im Ziel. Anfang Juni fahre ich wieder Richtung Schweden und hoffe auf positive und lächelnde SAAB-Händler.Aber auch dort haben sich viele Händler längst mehrere Standbeine verschafft um zu Überleben.Hoffen wir alle auf einen positive Entscheidung ,die uns nicht in wenigen Wochen wieder in ein Koma fallen lassen.

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