Neues zu Saab – 22.12.2011

Nichts wirklich neues gibt es aus Schweden zu berichten. Die Politik setzt sich in Szene, blamiert sich zuerst und öffnet jetzt die Staatskasse, um ein paar Millionen unters Volk zu bringen. Das übliche eben. Derweil geht die GM-Facebook-Aktion weiter. Ich finde das eine gute Sache, um GM ständig daran zu erinnern, dass wir das vertragsbrüchige Verhalten nicht vergessen. So eine Facebook-Seite ist für GM auch nicht gerade ruffördernd.

Außerdem macht es ja keinen wirklichen Aufwand, einmal am Tag ein Foto zu posten und ein paar Worte zu übermitteln. Hier nochmal der Link zur GM-Seite für alle, die sich an dieser Aktion beteiligen wollen. Jeder darf gerne meine Logos verwenden. Zwischenzeitlich sind sie weit verbreitet, gerade scheint man sie in Russland entdeckt zu haben.

Daneben wird es wohl am 14. und 15. Januar 2012 einige Saab-Aktionen geben. Genaueres ist noch nicht bekannt. Hier mal ein Link dazu.

Wie von mir vorhergesehen, kommen nun die reflexartigen Reaktionen von GM und der Politik. GM fühlt sich nicht verantwortlich und die schwedische Regierung natürlich auch nicht. Plötzlich zeigt aber die Regierung Interesse an der Region Trollhättan, nachdem man monatelang alles für die Vernichtung der dortigen Arbeitsplätze getan hat. Nachdem Ministerin Annie Lööf gestern wohl besser in Stockholm geblieben wäre (sie hatte in Trollhättan einen katastrophalen Auftritt), präsentiert die Regierung jetzt ein Hilfspaket für die Stadt Trollhättan und die Region. Insgesamt 50 Mio. Euro sollen in Wirtschaftsförderungs- und Weiterbildungsmaßnahmen fließen.

Ich persönlich fasse mir da an den Kopf. Im Frühjahr hätten 50 Mio. Euro locker ausgereicht, um Saab weiterleben zu lassen. Jetzt investiert die Regierung das Geld, um die demnächst vielleicht arbeitslosen Saab-Mitarbeiter zu unterstützen. Bei Saab wäre das Geld besser angelegt gewesen. Die Mitarbeiter würden weiterhin in Lohn und Brot stehen und der schwedische Staat könnte sich über hohe Steuereinnahmen freuen. Saab hat selbst während des Produktionsstillstands jeden Monat mehrere Millionen Euro Steuern überwiesen. Jetzt sitzt Schweden auf einer Bürgschaft gegenüber der EIB, die bezahlt werden muss und muss viele Millionen Euro für eher sinnlose Hilfspakete aufwenden, um in der Region wieder ein paar Pluspunkte zu sammeln. Gleichzeitig müssen die Sozialkassen natürlich auch noch für die vielleicht bald arbeitslosen Saab-Mitarbeiter aufkommen. Die Steuereinnahmen von Saab sind dagegen natürlich jetzt weggefallen. Allein dies macht pro Jahr ca. 30 Mio. Euro Steuermindereinnahmen aus. Da muss sich eigentlich jeder schwedische Steuerzahlen fragen, warum die eigene Regierung so die Gelder der Bürger verschleudert!

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