Der kleine Vergleichstest zum Wochenende

Am Mittwoch konnte ich erstmalig in einer aktuellen E-Klasse Limousine (W212) mitfahren. Zwar konnte ich nicht selbst das Steuer übernehmen, aber nach ca. zwei Stunden Fahrt durch die Stadt und über die Autobahn kann man schon ein paar Eindrücke wiedergeben und bezüglich dieser Eindrücke einen Vergleich zum Saab 9-5 ziehen.

Der 220 CDI Diesel im Mercedes zieht recht gut, ist aber auch gut hörbar. War für mich in Ordnung, aber auch nicht mehr. Die Automatik war dagegen nicht so toll. Mehrmals schaltete sie im zähfließenden Verkehr unmotiviert hoch und runter, was teilweise zu extrem hohen Drehzahlen führte. Da ich nicht selber gefahren bin, kann keine weiteren Fahreindrücke schildern.

Die Sitze der E-Klasse sind einigermaßen bequem, aber nicht sonderlich an den Körper angepasst. Der Zuschnitt scheint mir der gleiche wie im W211 zu sein, den ich sehr gut kenne. Ich hoffe, Mercedes hat die Sitze qualitativ verbessert, denn bei einer langen Fahrt sind die Sitze im W211 nicht so toll. Auch die Stoffqualität war im W211 schlecht. Trotz sorgsamer Pflege bildeten sich sehr schnell Noppen im Stoff.

Das Navigationssystem im W212 erschien mir optisch und von der Routenführung her eher schwach. Eine Routenführung war zum Beispiel recht „interessant“ und führte auf einer Strecke von 1,8 km zu ca. 10 Minuten Umweg.

Auch die Bedienung finde ich bei Mercedes immer wieder verwirrend. Mercedes scheint ein Fan von Hebeln am Lenkrad zu sein. Auch die Automatik wird über einen Hebel am Lenkrad bedient. Ein Automatik-Hebel zwischen den Sitzen ist da immer die deutlich bessere Lösung. Intuitiv wie zum Beispiel in allen Saab-Modellen findet man sich überhaupt nicht zurecht.

Da ich das Vorgängermodell W211 kenne, war ich vom W212 etwas enttäuscht. Sicher insgesamt ein gutes Auto, aber ich kann keinen spürbaren Fortschritt zum W211 erkennen. Designmäßig ist die neue E-Klasse um Welten schlechter als die alte. Während der W211 noch ein klassisches Design verkörperte, versucht der W212 modern zu sein, ohne einer Linie zu folgen. Vorne agressiv, hinten klobig und plump.

Auch im Vergleich zum neuen Saab 9-5 kommt aus meiner Sicht keine Überlegenheit der E-Klasse heraus. Der Saab bietet vorne gleich viel und hinten viel mehr Platz. Vom Fahrwerk her gefiel mir der Saab besser. Auch die Sitze sind wie üblich im Saab deutlich besser. Die Verarbeitung der E-Klasse ist dagegen in einigen wenigen Details besser. Insgesamt könnte man Gleichstand annehmen, je nachdem, wie man einzelne Kriterien gewichtet. Aber wenn ich mir dann das Design und die vermutete Langzeitqualität anschaue, gewinnt bei mir der Saab.

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Eine Antwort zu Der kleine Vergleichstest zum Wochenende

  1. Dieter schreibt:

    Die neue E-Klasse gefällt mir von außen absolut nicht mehr. In der Alten fahre ich öfter mit, und muß sagen, dass die Qualität absolut in Ordnung geht und die Fahrgeräusche sehr niedrig sind. Von meinem Freund höre ich allerdings, dass der Reifenverschleiß enorm ist. (20.000 km mit Conti Sport Contact!) Meine eigenen Erfahrungen mit 2 gebrauchten C-Klasse Modellen (Benziner) sind sehr zwiespältig. Der Zweite, ein 200 Kompressor, war häufig in der Werkstatt und von der Qualität absolut kein Mercedes (Bj. 2002, unter der Leitung von Herrn Schrempp fast totgespart). Mein 9-3 ist da schon besser, aber auch hier gibt es Mängel an der Qualität, die Saab schnellstens abstellen sollte, wenn es denn wieder läuft. (Klappern im Armaturenbrett, hakelige Schaltung, Kontrolleuchte der Standheizung leuchtet immer unter 8° C Außentemperatur) Letzters soll normal sein, lt. unserem Sabb Center. Die haben uns letzte Woche angeschrieben und uns zum 1. Geburtstag unseres Opels gratuliert. Und es wäre ja nun die Jahresdurchsicht fällig. :-))

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