Ergebnisse der Gläubigerversammlung

Heute fand in Vänersborg die Saab-Gläubigerversammlung statt. nach dem Ende der Versammlung gibt es wieder positive Nachrichten! Zunächst das wichtigste:

Die Rekonstruktion wird fortgesetzt!

Daneben gab es aber noch weitere Infos auf der Gläubigerversammlung, darunter auch die Vorstellung des detaillierten Rekonstruktionsplans.

Hier mal ein Überblick über den Rekonstruktionsplan:

  • Youngman und Pang Da werden nach Erhalt der notwendigen Genehmigungen das Rekonstruktiosnverfahren bei Saab mit 40 Mio. Euro unterstützen.
  • Daneben werden Youngman und Pang Da in den nächsten zwei Jahren mindestens 610 Mio. Euro investieren. Mit diesen Geldern soll bei Saab die Produktion gestartet werden, die Schulden bei den Zulieferern bezahlt werden und der Betrieb für die Jahre 2012 und 2013 finanziert werden. Zusätzlich werden Pang Da unf Youngman die Ausweitung der Modellpalette und den Aufbau einer Produktionsstätte in China finanzieren. Die chinesischen Investoren sichern zu, in den weiteren Jahren nochmals Gelder zur Sicherung der Produktion zur Verfügung zu stellen, angeblich bis zu 2,2 Mrd. Euro.
  • Der neu entwickelte Saab 9-3III soll 2013 eingeführt und 2014 auf den Markt kommen. Bestätigt werden zwei Karosserieformen: Schrägheck und Cabriolet. Auch die geplante Einführung eines 9-1 als „Premium-Compact“, eines 9-6X als „Premium Crossover“ und eines 9-7 als „Executive Luxury Car“ werden dargestellt. Alle zukünftigen Modelle vom 9-1 bis zum 9-7 sollen auf der selbstentwickelten Phoenix-Plattform basieren.
  • Die Produktionsstätte in China soll zunächst ausschließlich für den chinesischen Markt produzieren. Die geplanten Modelle 9-6X und der 9-7 werden ausschließlich in China produziert, aber weltweit vertrieben werden. Der 9-1 soll dagegen wohl aus Trollhättan kommen.
  • Auch will man die Händler mit besonderen Werbemaßnahmen und Aktion stärken. Es soll dabei besondere Angebote für die Kunden geben
  • Die internen Kosten bei Saab sollen um ca. 110. Mio. Euro gesenkt werden.
  • Dafür wird Saab auch die Mitarbeiterzahl weiter reduzieren. Insgesamt sollen in den nächsten Jahren in Trollhättran die Mitarbeiterzahl um 500 Personen von ca. 3.500 Mitarbeiter auf 3.000 sinken. Betroffen werden wohl vor allem die Mitarbeiter in der Produktion sein, da Saab als Grund für die Reduzierung die erwarteten geringen Produktionszahlen angibt. Man rechnet mit ca. 100.000 in Trollhättan produzierten Fahrzeugen in den Jahren 2015 und 2016.
  • Für das Jahr 2012 rechnet man mit Verkaufszahlen von 35.000 bis 55.000 Fahrzeugen. Im Jahr 2013 will Saab 78.000 bis 86.000 Fahrzeuge verkaufen.
  • Langfristig strebt man inklusive der Fertigung in China für den chinesischen Markt Verkaufszahlen von 185.000 bis 205.000 Fahrzeugen ab dem Jahr 2016 an. Aufgrund der Angaben bei der Mitarbeiterreduzierung kann man davon ausgehen, dass langfristig die Hälfte aller Saab-Fahrzeuge in Trollhättan gebaut werden sollen.
  • 2012 und 2013 werden Übergangsjahre sein, in denen Saab keinen Gewinn machen wird. Gewinne werden ab 2014 erzielt werden. Dabei wird die Profitabilität vor dem Erreichen von Verkaufsvolumen stehen.
  • Die Produktion soll so früh wie möglich gestartet werden. Dafür müssen aber die notwendigen Mittel bei Saab erst eingehen. Saab will die Schulden bei den Gläubiger voll bezahlen. Man will schon im November Gespräche mit den Zulieferfirmen führen, um einen schnellstmöglichen Beginn der Produktion zu erreichen. Geplant ist von Saab eine Ratenzahlung der Schulden bei den Zulieferfirmen.

Des weiteren hat Saab einen neues Vorstandsmitglied ernannt. Göran Ejbyfeldt wird Vizepräsident und Vorstand für Produktion und Qualitätssicherung. Er löst Gunnar Brunius ab, der zur Volvo Aero AB wechselt.

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Eine Antwort zu Ergebnisse der Gläubigerversammlung

  1. Dangl Hermann schreibt:

    wird höchste zeit das es bei saab wieder losgeht wäre schade gewesen um diese tolle marke

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