Kommt bald die Ablösung des EIB-Darlehens?

Immer noch hängt das EIB-Darlehen wie ein Klotz am Bein von Saab. Der ausgezahlte Betrag von 218 Mio. Euro darf nur für Forschungsausgaben eingesetzt werden, sofern von diesen Ausgaben Saab selbst 50% dazusteuert. Auch benötigen Änderungen der Eigentümerstruktur die Zustimmung der EIB. Daher gab es schon längere Zeit Überlegungen bei Saab, dieses EIB-Darlehen durch einen Kredit vom freien Markt ablösen zu lassen. Nach der Ablehung des Einstiegs von Wladimir Antonow bei Saab durch die EIB ist es um dieses EIB-Darlehen sehr ruhig geworden. Jetzt gibt es aber neue Pläne für die Ablösung dieses Kredits.Nach Informationen der DI plant die schwedische Regierung, die für das Darlehen gegenüber der EIB bürgt, die Saab-Schulden bei der Europäischen Investitionsbank EIB abzulösen. Ziel der Regierung ist es, die Schulden in Aktien von SWAN (Saab-Mutter) umzuwandeln und bei der Reichsschuldenverwaltung zu deponieren. Diese Aktien könnten dann nach der Zustimmung der chinesischen Behörden an die chinesischen Investoren Pang Da und Youngman weiterverkauft werden.

Diese Meldung könnten zunächst lediglich Spekulationen der DI sein. Sollte sich dieser Plan bewahrheiten, dann würde es sich um eine reine Zwischenfinanzierung des schwedischen Staates handeln, der zunächst 218 Mio. Euro an die EIB zahlen müsste. Danach könnte Saab die EIB-Mittel frei verwenden, also auch zur Finanzierung des Produktionsstarts. Nach Zustimmung der NDRC würden die chinesischen Partner nur wenige Anteile direkt bei SWAN erwerben, sondern den größten Teil von der schwedischen Regierung, die dadurch die an die EIB gezahlten 218 Mio. Euro zurückerhält.

Knackpunkt wird sein, in welcher Höhe die Mittel des EIB-Darlehens bei Saab noch vorhanden sind. Sollte Saab das Geld schon für Forschungsprojekte ausgegeben haben, dann würde Saab faktisch keine Zwischenfinanzierung erhalten. Es würden sich nur die Saab-Verbindlichkeiten verringern.
Selbst bei Einstieg der Chinesen würde Saab nur den Restbetrag der versprochenen Investitionen, also noch ca. 27 Mio. Euro erhalten, da ja der größte Teil der Aktien von der Regierung und nicht von SWAN an die Chinesen verkauft werden würde. Die Verringerung von Verbindlichkeiten ist zwar grundsätzlich nicht schlecht, aber Saab benötigt zunächst liquide Mittel für den Produktionsstart. Nur der schnelle Beginn der Produktion kann Saab wieder auf die Beine bringen.

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