Kommentar zur IAA 2011

Die IAA 2011 ohne Saab. Lohnt sich trotzdem ein Besuch? Nach meinen bisherigen Eindrücken meine ich: Nein!

IAA 2011: Dieses Jahr fehlt ein Elch!

Aus persönlichen und beruflichen Gründen (in Kürze dazu mehr) konnte ich dieses Jahr nicht zur IAA fahren. Aus den gleichen Gründen werde ich es leider auch nicht zum Saabsunited Octoberfest in Trollhättan schaffen.

Aber offensichtlich ist das „Verpassen“ der IAA gar nicht schlimm. Ich habe die IAA in den Medien verfolgt und vermisse sie nicht. Interessant waren für mich bei meinen früheren Besuchen weniger die Konzeptfahrzeuge, die ja eh nicht in Serie gehen, sondern die aktuellen handfesten Neuvorstellungen reeller Fahrzeuge. Und da gibt es aus meiner Sicht nicht viel Interessantes. Ich könnte jetzt kein Fahrzeug nennen, das mich jetzt irgendwie begeistert oder nur interessiert hätte. Am ehesten bleibt bei mir der VW Up hängen. Das liegt nicht am Fahrzeugkonzept, sondern am blödsinnigen denglischen Namen und an der Tatsache, dass VW dreisterweise bei Verkaufsstart nur zwei Farben – beide gegen saftigen Aufpreis! – anbietet und behauptet, dies sei so üblich bei einem neuen Modell.

Die deutschen „Premium“-Hersteller werfen auf der IAA 2011 mit „umweltfreundlichen“ Konzeptstudien um sich. Aber mal ehrlich, wen interessiert schon die x-te Studie, die niemals in Serie gehen wird und höchsten Platz für 1,5 Personen und eine Herrenhandtasche bietet? Da gibts seit Jahren viele Ankündigungen, was man alles machen will. Aber als sinnvoll nutzbares Fahrzeug hat es in Serie doch bisher nur der Opel Ampera mit starker Entwicklungshilfe der Saab-Ingenieure aus Trollhättan geschafft.

Schön finde ich noch die Aussage in der Teknikensvarld hier: Die TV führt ein Interview mit dem eigenen Reporter über seine Eindrücke aus Frankfurt. Der meint, dass die IAA 2011 nicht in Erinnerung bleiben wird und dass die IAA sich ohne Saab leer anfühlen würde.

Ich hoffe, dass Saab es schafft, den 9-3III zeitnah auf den Markt zu bringen und dass die marketingmäßige Einführung dieses Modells im Gegensatz zur  Einführung des 9-5II gut funktioniert. Saab scheint mit der modularen Phoenix-Plattform, eXWD und IQon der Konkurrenz ein gutes Stück voraus zu sein, aber die Konkurrenz ist schon aufgewacht und holt auf. Volvo entwickelt ebenfalls eine modulare Plattform während Audi sich an der Entwicklung eines IQon-ähnlichen Systems versucht.

Als Resumme zu IAA 2011 passt der abgewandelte Loriot-Spruch: Ein Leben ohne Saab ist möglich – aber sinnlos!

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