Neues zu Saab – 06.05.2011

Hier eine Zusammenfassung der letzten Tage:

  • DI berichtet hier über den gestrigen Probelauf der Produktion in Trollhättan. Saab startete nach der Neukalibrierung der Maschinen einen Probelauf. Dabei wurden ca. 20 Fahrzeuge prodiziert. Alles lief bestens, die Produktion kann sofort wieder aufgenommen werden, sobald die notwendigen Teilelieferungen wieder aufgenommen werden. Victor Muller geht davon aus, dass Anfang nächster Woche die Produktion wieder aufgenommen werden kann.
  • DI berichtet hier über den Besuch einer chinesischen Delegation. Hawtai-Führungskräfte mit Vizepräsident Richard Zhang haben gestern die Saab-Produktion in Trollhättan besucht und konnten auch den Probelauf der Produktion beobachten.
  • TTela berichtet hier, dass Saab zunächst mit einem (bisher unbekannten) chinesischen Firma verhandelte und erst in letzter Minute auf Hawtai umschwenkte. Die Verhandlungen mit Hawtai sollen dann innerhalb von einer Woche abgeschlossen worden sein.
  • TTela berichtet hier, dass die EIB aktiv an der Lösung der Finanzierungsprobleme von Saab mitarbeiten will. Mittelfristig könne Saab ein flexibleres Darlehen erhalten.
  • Die DI berichtet hier über einen Bericht der schwedischen Botschaft über Hawtai. Die Botschaft äußert sich dabei etwas skeptisch. Hawtai habe statt 80.000 Fahrzeuge letztes Jahr nur ca. 60.000 Fahrzeuge produziert. Auch habe man die Kooperation mit Hyundai beendet. Zwischenzeitlich wurde laut TTela hier und laut AFP hier bekannt, dass die Zahl 60.000 nur von der Botschaft geschätzt wurde. Es wird weiter berichtet, dass die von Hawtai angegebe Zahl doch stimmt, da in China Produktionszahlen von unabhängigen Institutionen geprüft werden. Auch habe der Botschafter sich sehr über den Geschäftsabschluss gefreut und Victor Muller in Peking dazu gratuliert.
    Anmerkung: Hawtai ist ein Großkonzern, der erst im Jahr 2000 in die Autoproduktion eingestiegen ist. Der größte Teil des Umsatzes verdient Hawtai bisher in anderen Geschäftsfeldern, insbesondere in der Schwerindustrie. Hawtai hat bisher in Kooperation mit Hyundai Fahrzeuge in China hergestellt und über das eigene Händlernetz vertrieben. Diese Kooperation wurde kürzlich beendet.
  • Saab hat zur Zeit einen Auftragsbestand von 5.000 Fahrzeugen. Dies bestätigt Saab-Manager Gunnar Brunius hier in der Teknikens Värld. Der Auftragsbestand entspricht der Hälfte der Verkaufszahlen im 1. Quartal 2011.

Update 19.00 Uhr:

Die DI berichtet hier, dass es in der chinesischen Presse skeptische Berichte über das Joint-Venture von Saab und Hawtai gibt. Teile der chinesischen Presse mutmaßen, dass nicht sicher sei, ob diese Verbindung von der chinesischen Regierung genehmigt werde. Saab und Hawtai seien im Vergleich schwächer als Volvo und Geely.

Die schwedischen Zulieferer von Saab haben sich hier in einem offenen Brief an die schwedische Regierung gewandt. Sie fordern die Regierung auf, Saab aktiv bei der Vollendung der Finanzierungsabkommen zu unterstützen. Man fordert keine Finanzhilfe, will aber, dass sich die Regierung für eine zügige Zustimmung der EIB aktiv einsetzt.

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