SAAB 9-5 mit großer Klappe

Heute hat SAAB aktuelle Infos zum neuen 9-5II Sportkombi veröffentlicht. Hier das erste offizielle Foto:

© Saab Automobile AB

Zusätzliche Infos:

  • Ladevolumen: 527 bis 1600 Liter,
  • max. Laderaumlänge: 1,96 m,
  • Komfort-Heckklappe (mit elektrischem Öffnungs- und Schließmechanismus)

Pressemitteilung SAAB

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SAAB bei der Mille Miglia 2010

Ohne Vorplanung gab es in unseren Urlaub im Mai 2010 in der Toskana ein Saab-Schmankerl:

Am 07.05.2010 waren wir südlich von Siena unterwegs, als mir Schilder von der Mille Miglia auffielen. Da ich mich erinnern konnte, dass Saab mit 2 Wagen vertreten ist, gefahren von JAJ und Victor Muller, hab ich mir mal per Handy aus Deutschland die Tourdaten durchgeben lassen. Und tatsächlich, am nächsten Tag sollte die Tour in Buonconvento (südlich von Siena) Mittagspause machen. Also haben wir uns am nächsten Tag nochmals nach Buonconvento aufgemacht. Glücklicherweise war das Wetter recht gut und sogar teilweise sonnig (bis auf einen kurzen Schauer kurz vor der Weiterfahrt). Wir waren ca. 2 Stunden vor der geplanten Ankunft der Teilnehmer da. Da das kleine mittelalterliche Ortzentrum von Zuschauern schon sehr überfüllt war, stellten wir uns ca. 500 Meter vor dem Ortzentrum an die Zufahrtsstraße und hatten von einer Straßenbank aus einen schönen Blick auf die gerade Straße, auf der die Teilnehmer kommen mussten. Bis die ersten Fahrzeuge ankamen, konnten wir noch die Sonne geniesen.

Zunächst fuhren dann externe „Teilnehmer“, also z.B. Ferrari-Clubs oder auch Mercedes SLR und SLS als „Sponsoren“-Teilnehmer von Mercedes durch. Ganz nett, aber nicht ganz so spannend. Lustig war der alte Herr im ca. 40 Jahre alten Fiat 600, der gerade zum Einkaufen fuhr und auch als unfreiwilliger Teilnehmer begeistert begrüßt wurde (die Straßen werden nicht abgesperrt, man fährt also durch den normalen Straßenverkehr). Dann kamen die ersten Teilnehmer. Wirklich tolle Autos, die man wohl nie so sonst im normalen Straßenverkehr sehen kann: Von Alfas aus den 30ern über Veritas, Mercedes SL Bj. 52, SLR Bj. 55 (mit Mika Häkkinen am Steuer) bis zu Jaguar C-Type und Fiat 8C Zagato. Aber auch „normale“ Autos wie Rover P4, MGA, Triumph TR2 oder ein DKW waren dabei.

Und dann kam tatsächlich der erste Saab 92, gefahren von Victor Mullers Sohn, VM auf dem Beifahrersitz. Bei den vielen außergewöhnlichen Fahrzeugen fällt so ein „normaler“ Saab 92 richtig auf! Kurze Zeit später kam auch der zweite 92 mit JAJ am Steuer (JAJs Sohn auf dem Beifahrersitz) vorbei. Beide Male hatten wir Glück: Da sich die Einfahrt in das Ortzentrum verzögerte, gab es einen Rückstau, so dass beide Saab fast an unserem Standort halten und warten mussten. So konnte ich mit VM und danach mit JAJ mich ganz kurz nett unterhalten. Begleitet wurden beide von 2 Servicefahrzeugen: Ein 9-5I SC und ein 9-3 SC.

Insgesamt verbrachten wir einen schönen Mittag mit der Mille Miglia (mit ca. 600 Fotos!) und einen schönen Saab-Schmankerl!

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SAAB Verkaufszahlen legen zu!

Saab konnte im letzten Quartal die Verkaufszahlen deutlich steigern.

Saab hat 11.448 Fahrzeuge im 4. Quartal 2010 verkauft. Dies ist eine Steigerung um 129% im Vergleich zum 4. Quartal 2009 und eine Steigerung um 31% im Vergleich zum 3. Quartal 2010. Insgesamt wurden 2010 31.696 Fahrzeuge verkauft.

Dez 2010 Dez 2009 % Veränderung
Produktion 2960 1117 165%
Zulassungen 4410 2640 67%
Händlerauslieferungen 4160 1316 216%
Q4 2010 Q4 2009 % Veränderung
Produktion 11404 5346 113%
Zulassungen 10139 7218 41%
Händlerauslieferungen 11448 4994 129%
2010 2009 % Veränderung
Produktion 32048 20905 53%
Zulassungen 28284 39827 -29%
Händlerauslieferungen 31696 27482 15%
Q1 2010 Q2 2010 Q3 2010 Q4 2010
Produktion 2153 9017 9474 11404
Zulassungen 4874 5618 7653 10139
Händlerauslieferungen 3630 7914 8704 11448

Zu bedenken ist aber, dass 2010 sicher kein „Normaljahr“ war. Im Frühjahr wollte GM Saab noch liquidieren und hatte schon die Produktion beendet, bevor dann doch noch die Rettung durch Victor Muller und Spyker zustande kam. Saab musste quasi ganz von vorne anfangen. Dies bedeutete und bedeutet weiterhin, dass weltweit ein neues Vertriebsnetz aufgebaut werden muss. Neue Händler müssen gewonnen werden, bestehende müssen gehalten werden. Auch kann man nicht mehr auf das weitläufige GM-Netz zurückgreifen. Den „unwissenden“ Kunden muss klar gemacht werden, dass Saab noch existiert und noch im Geschäft ist. Dabei kann man nur auf sehr geringe Resourcen zurückgreifen.

Unter diesen Gesichtspunkten sind die aktuellen Zahlen sehr positiv. Natürlich ist klar, dass noch einiges verbesserungswürdig ist und noch ein weiter Weg vor Saab liegt.

Auch an den Zulassungen in den Einzelmärkten kann man erkennen, dass zum einen Saab sich noch gerade in (Kontinental-)Europa verbessern muss. Auch sieht man, dass Saab in einigen Ländern erst im letzten Quartal 2010 ein Vertriebsnetz aufbauen konnte (z.B. Kanada, Australien, Singapur, Russland).

Schweden

Dezember: 1.103 (+177%)
2010: 8.647 (+23%)

Großbritannien

Dezember: 742 (+140%)
2010: 5.890 (-21%)

USA

Dezember: 1.074
2010: 5.445

Deutschland

Dezember: 131 (+70%)
2010: 788 (-37%)

Luxemburg

Dezember: 5
2010: 56 (-20%)

Norwegen

Dezember: 76 (+192%)
2010: 390 (-7%)

Kanada

Dezember: 2 (-96%)
2010: 2 (-99%)

Russland

Dezember: 0
2010: 197 (-46%)

Schweiz

Dezember: 107 (+109%)
2010: 628 (-12%)

Frankreich

Dezember: 110 (+9%)
2010: 574 (-63%)

Spanien

Dezember: 119 (+3%)
2010: 755 (-48%)

Italien

Dezember: 127 (-22%)
2010: 633 (-52%)

Niederlande

Dezember: 8 (+60%)
2010: 530 (+1%)

Belgien

Dezember: 69 (+38%)
2010: 1.090 (-13%)

Portugal

Dezember: 8 (+14%)
2010: 31 (-74%)

Finnland:

Dezember: 42
2010: 199 (-54%)

Taiwan

Dezember: 66 (+1%)
2010: 390 (-2%)

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Berlin – Stadtrundfahrt im Saab Cabriolet

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Im Sommerurlaub haben wir auch die Hauptstadt besucht. Am Sonntag früh hatte sich der Regen verzogen, so dass wir offen eine Fahrt durch Berlin-Mitte unternehmen konnten:

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Mini Minor – BMW läßt sich 15 Jahre Zeit

BMW hat ein neues Kleinstwagen-Konzept vorgestellt – den Mini Minor. Angetrieben von einem  1,5 Liter Motor mit 3 Zylindern soll der Kleinwagen von der Größe her dem original Austin Mini entsprechen, also deutlich kleiner werden als der aktuelle BMW Mini.

BMW wird uns dieses Konzept als neues urbanes Sportvehikel verkaufen. Ganz neu entwickelt, noch nie dagewesen…

Nun ja, weg von der möglichen BMW-Propaganda zur Wirklichkeit:

Dieses Konzept war schon mal von Rover entwicklet worden, nämlich 1995! Damals kamen ja die ersten Kleinstwagen auf, z.B. der Smart.

Wenn man sich die Fotos anschaut, dann wäre BMW-Rover mit dem Mini Spiritual damals ganz vorne gewesen. Ein dem Smart ähnliches Konzept, allerdings deutlich praktischer aufgrund der 4 Sitzplätze. Angetrieben worden wäre der Spiritual von einem im Fahrzeugheck eingebauten Rover K-Serien-Motor. Zusätzlich zum Zweitürer hatte man noch ein 4-Türer als überlegenes Raumkonzept vorgeschlagen. Also eigentlich genau die Modelle, die BMW jetzt 15 Jahre später als BMW City verwirklichen will.

Aber BMW sagte 1995 „njet“ und entschied sich für die sportliche, aber unpraktische Retro-Variante, die 2000 als MINI eingeführt wurde. Der Erfolg gab zunächst BMW recht, aber eine zusätzliche Entwicklung des Spiritual auf gleicher Basis hätte den Erfolg der Marke Mini deutlich vergrößert und für höhere Gewinne gesorgt. Das Modell MINI (2000 bis 2006) konnte ja aufgrund der vergleichsweise geringen Stückzahlen nur geringe Gewinne erwirtschaften.

So bleibt der Spiritual eine weitere verpasste Chance von Rover und zeugt gleichzeitig vom nicht vorhandenen Weitblick bei BMW.

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Dichtung und Wahrheit

In der letzten Zeit stelle ich immer wieder fest, dass das Wissen über britische Autos, insbesondere über MG-Rover gegen Null tendiert (Ausnahmen bestätigen die Regel). Oft muß ich völligen Unsinn hören (“ Eigentlich gefällt mir MG, aber ich habe gehört…“), der auch von Autoverkäufern gerne wiedergegeben wird.

Hier mal ein paar Beispiele und die Richtigstellung:

1. Entwickler des Rover 75 (=MG ZT) ist BMW.

Jedesmal hört man es aufs Neue: Der Rover 75 wurde durch BMW entwickelt, bzw. basiert auf BMW-Technik.

Hört sich vielleicht für den normalen Käufer gut an (BMW ist ja angeblich Premium), ist aber nicht wahr. Der Rover 75 wurde während der Zeit (95-98) entwicklet, als die Rover Group noch BMW gehörte. Schon vor der Übernahme durch BMW gab es bei Rover Planungen, den Rover 600 durch ein Fahrzeug auf gleicher Plattform im Design des Rover 75 zu ersetzen. Der Rover 75 wurde völlig eigenständig durch Rover-Ingenieure entwickelt. Dabei haben die Rover-Leute ca. 20 Teile von BMW verwendet (z.B. Dieselmotor, Zündschloß oder ABS-Sensor, der eine der wenigen Schwachstelle ist). Die Benzinmotoren sind reine Rover-Entwicklungen und waren zu ihrer Entwicklungszeit (ab 95 im Einsatz) den vergleichbaren BMW-Triebwerken aufgrund der moderneren Konstruktion überlegen.

Auch die sportlichen MG-Ableger sind natürlich eine reine Rover-Entwicklung. Unter BMW durfte Rover keine Sportmodelle bauen um nicht die BMW-Verkaufszahlen zu beeinträchtigen. Wie falsch diese BMW-Annahme war zeigt der relative Erfolg der MG-Z-Versionen ab 2001 in England.

2. Die Entwicklung des 75 wurde von BMW finanziert und überhaupt hat BMW ein riesigen Verlust mit Rover gemacht.

Ja und Nein. Natürlich hat BMW als Konzernmutter von Rover finanziell die Verluste von Rover getragen. Allerdings muß man berücksichtigen, dass Rover vor BMW Gewinn erzielte und dass BMW fatale Fehler bei der Führung von Rover gemacht hat, die letztendlich zum Untergang des Unternehmens geführt haben. Verluste hat BMW insgesamt mit Rover nicht gemacht. Zwar belaufen sich der Kaufpreis und die Verlustausgleiche zwischen 1997 und 2000 auf mehrere Milliarden Euro. Allerdings muß man auch Werte dagegenrechnen: Zum einen der Verkauf von Land Rover (mit dem von Rover fast fertig entwickelten Range Rover) für 1,5 Milliarden Euro an Ford, dann noch die Marke Mini, eine modernisiertes Werk für Mini (Oxford s.u.), eine Zulieferfabrik (Hams Hall), ein fertigentwickeltes Auto (Mini) kostenlos. Zudem haben MG-Rover und Land Rover noch bis 2005 Teile von BMW zu hohen Preisen bezogen (Motoren, usw.), so dass hier nochmals gute Gewinne für BMW abgefallen sind. Auch hat BMW noch die Markenrechte für ca. 10 Traditionsmarken erhalten (z.B. Triumph, Riley und sogar Rover selbst); die Marke Rover wurde für ca. 60 Mio. Euro 2006 von BMW an Ford verkauft.

3. Man bekommt keine Ersatzteile und wenn sind die sehr teuer! Und Garantie gibts nach der Pleite auch keine mehr.

Ja und nein. Richtig ist, dass es zeitweilig Lieferengpässe für einige Teile gab. Richtig ist auch, dass Ersatzteile teilweise wirklich im Vergleich zu einigen Massenprodukten teurer sind. Allerdings gehört der Rover 75 von Design und Qualität ins Premium-Segment. Und hier sind die Preise sicher nicht zu teuer. Außerdem ist der Wagen deutlich zuverlässiger als einige andere Premiumprodukte (man muß sich ja nur mal in den Foren umhorchen). Meine Erfahrung: 170.000 km gelaufen und kein einziger zusätzlicher Werkstattaufenthalt; kaum Mängel, fast nur normale Verschleißreparaturen.

Seit Caterpillar die Ersatzteilversorgung übernommen hat, lief eigentlich alles genau so, wie bei der Konkurrenz. Selbst heute, nach der Insovenz von MG Rover ist die Teileversorgung langfristig über X-Parts gesichert.

4. Der (neue) Mini wurde von BMW entwickelt. Dafür hat BMW eine neue Fabrik in Oxford gebaut. Deshalb werden auch keine Rover-Motoren im Mini eingesetzt.

Zu Großteil falsch. Der neue Mini wurde bis ca. 1999 von Rover entwickelt. Nachdem Rover den Mini zu 80% entwickelt hatte, holte BMW die Entwicklung aufgrund von Differenzen und Verzögerungen nach München. Vorher gab es schon Streit zwischen BMW und Rover über das Konzept, Rover wollte ein ultramodernes Kleinwagenkonzept (Spiritual), ähnlich einem Smart Fortwo als 4-Sitzer mit überlegener Raumausnutzung und geringem Bezinverbrauch. BMW setzte aber die heutige nostalgisch-sportliche Variante durch. Natürlich geben die Verkaufszahlen BMW recht, allerdings hätte das zukunftsweisende Spiritual Konzept ebenfalls verwirklicht werden sollen. Alle Mini-Varianten tragen bis heute übrigens Rover-Entwicklungscodes (R ..).

Die heutige Fabrik in Oxford (BMW Works Oxford) besteht schon seit 1905. Sie hieß bis 2000 Cowley (Ortsteil von Oxford); es handelt sich um die Ursprungsfabrik von Morris. Später wurden zu Zeiten von British Leyland z.B. der Rover 3500 – SD1 (DTM Sieger 1984 – Kurt Thiem) und auch zu Beginn der Rover 75 gebaut. Mit dem Verkauf von MGR an Phoenix mußte die gesamte Produktion des 75 nach Longbridge umziehen, die schon bereitgestellte Mini-Fertigungsstraße kam im Gegenzug von Longbridge nach Cowley.

Der Mini hat nur aus einem Grund keine Rover-Motoren: BMW schloß vor dem Kauf von Rover 1993 ein Joint-venture mit Chrysler über den Bau von Kleinwagenmotoren. Chrysler übernahm die Entwicklung. Rover wollte die deutlichst besseren Motoren der K-Serie in den Mini einbauen. Da BMW aber andernfalls kein Fahrzeug für den Chrysler-Motor gehabt hätte, setzte BMW den schlechteren Motor durch. Schade, ich selbst halte die Benziner im Mini für eine einzige Enttäuschung. Kein Wunder wurden sie schon im nächsten Mini nach insgesamt nur 6 Jahren Bauzeit ersetzt.

Natürlich gibt es hier noch einige Gerüchte und Vorurteile zu MG Rover, die Aufzählung hier sicher nicht vollzählig. Auch halte ich den Einwand: Aber mein Autoverkaufer hat … gesagt, nicht gerade für stichhaltig. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich Autoverkäufer leider meistens eher schlecht auskennen. Als Käufer war ich durch einfaches Studium der Prospekte meistens besser informiert.

Wer jetzt überlegt, sich noch einen Rover 75 oder MG ZT zuzulegen, nicht zögern, Ihr werdet es sonst bereuen. Die Wagen werden sicher gesuchte Klassiker!

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Infos zu British Leyland

1968 fusionierten auf politischen Druck hin die zwei größten britischen Autohersteller Leyland und British Motor Holdings (BMH) zur British Leyland Motor Corporation (BLMC). Aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten wurde BLMC 1975 verstaatlicht.

Im Jahr 1969 bestand die British Leyland Motor Corporation aus einer Vielzahl von Marken:

Alvis

Das erste Fahrzeug der Marke Alvis entstand 1920. Der Name Alvis stammt von der Aluminium-Karosserie des ersten Modells. 1965 wurde Alvis von Rover übernommen, 1967 wurde das letzte Fahrzeug hergestellt.

Alvis stellt heute noch Militärfahrzeuge her.

Austin

1905 gründete Herbert Austin sein Automobilunternehmen in Longbridge bei Birmingham. Austin wurde in den 20ern berühmt durch einen günstigen Kleinwagen, den Austin Seven. Dieser wurde in Lizenz auch bei Dixi in Deutschland gebaut. Dixi wurde von BMW übernommen und der Austin Lizenzbau zum ersten BMW! 1952 fusionierte Austin mit der Nuffield-Gruppe (Morris, MG, Riley, Wolseley) zur British Motor Corporation (BMC). Der letzte Austin wurde 1988 hergestellt.

Austin gehört heute zu SAIC (Shanghai Automotive Industry Corporation).

Austin-Healey

Auf der Suche nach einem Sportwagenmodell für den Motor des Austin A90 Atlantic (2,6 Liter Vierzylinder, 90 PS) wählte Austin den neuen Healey 100 1952 aus. 1958 kam noch der Austin-Healey Sprite, der auch als MG Midget gebaut wurde, hinzu. 1968 lief der letzte große Austin-Healey („big Healey“) vom Band. 1971 gab es Austin-Healey nicht mehr. Die letzten Sprites wurden als Austin verkauft, um Lizenzgebühren an die Familie Healey zu sparen.

Austin-Healey gehört heute zu SAIC, nachdem BMW irrtümlich die Marke Austin an MG Rover mitverkauft hat. BMW mußte daher eine geplante Austin-Healey Studie wieder zurückziehen.

Daimler

Daimler ist die älteste britische Autofirma. Sie wurde 1893 gegründet. Der Name stammt von der deutschen Daimler Motoren Gesellschaft (Mercedes), deren Motoren zunächst in Lizenz nachgebaut wurden. Dies ist die einzige Verbindung zu Mercedes-Benz. 1960 wurde Daimler von Jaguar übernommen. Danach waren Daimler nur noch Luxus-Varianten von Jaguar Limousinen.

Daimler gehört heute zu Jaguar-Land Rover und damit zum indischen Hersteller Tata.

Jaguar

Die Marke Standard Swallow (S.S.) wurde 1931 von William Lyons gegründet. Die Fahrzeuge basierten zunächst auf Standard Fahrzeugen. Nach dem Krieg wurde die Marke in Jaguar umbenannt. Jaguar machte durch moderne Motoren, elegantes Design und Rennerfolge (Le Mans) auf sich aufmerksam. 1966 erfolgte die Vereinigung mit BMC zur British Motor Holdings (BMH). Allerdings konnte sich Jaguar immer eine gewisse Unabhängigkeit bewahren und seine Interessen im Leyland-Verbund gut durchsetzen. 1984 wurde Jaguar privatisiert und von British Leyland abgespalten.

Jaguar gehört seit 1988 zu Ford, seit 2009 zu Tata.

Land Rover

Land Rover wurde 1949 als Modellbezeichnung eines Rover Geländewagens geboren. Aufgrund des hohen Ansehens wurde Land Rover zu einer eigenen Marke im Rover-Konzern. Land Rover baute 1970 den ersten Luxus-SUV, den Range Rover.

Land Rover gehört heute zu Tata.

MG

Die Morris Garage (MG) entstand 1923 unter Leitung des Geschäftsführers der Oxforder Morris-Niederlassung (Morris Garages), Cecil Kimber. Zunächst baute Kimber Sportmodelle auf Basis von Morris Modellen Markenzeichen wurde das MG Oktagon (von Morris Garages). 1929 erfolgte der Umzug nach Abingdon-on-Themse. MG wurde durch die Herstellung preiswerter Sportwagen und durch eine Unmenge von Rennerfolgen (u.a. Klassensiege in Le Mans und bei der Mille Miglia) und Rekorden (aktuell: schnellster Kombi) weltweit berühmt.

Seit 2005 gehört die Marke MG zur chinesischen Firma SAIC. Unter der Marke MG wird in einer Kleinstserie der Roadster TF im englischen Longbridge für den britischen Markt produziert. In China werden die Modelle MG 3 SW (ex Rover Streetwise), MG 6 (Neuentwicklung) und MG 7 (ex MG ZT) vertrieben.

Mini

Mini war zunächst keine eigene Marke. Der Ur-Mini wurde zunächst 1959 als Morris Mini Minor und als Austin Super Seven angeboten. Erst nach dem unglaublichen Erfolg wurde die Marke Mini eingeführt. Es gab auch Stufenheck-Varianten als Riley und Wolsley Hornet.

Die Marke Mini gehört heute zu BMW und produziert im alten Morris Werk in Oxford (Cowley).

Morris

William Morris baute 1913 sein erstes Auto. Kurz darauf war er Englands größter Autohersteller. Morris übernahm Wolseley und Riley und gründeten mit der Eigenmarke MG die Nuffield Group. 1952 fusionierten Nuffield und Austin zur British Motor Corporation (BMC). Das berühmteste Morris Modell war der Morris Minor, der britische VW, der heute noch häufig in Rosamunde Pilcher Filmen bewundert werden kann.

Morris gehört heute zu SAIC.

Riley

Riley wurde 1898 gegründet. Aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten kam Riley 1938 zur Nuffield-Gruppe. Ab den 50er waren Rileys nur noch Modellvarianten von Austin Modellen. Seit 1969 werden Rileys nicht mehr gebaut.

Riley gehört heute zu BMW.

Rover

Das erste Rover Automobil wurde 1904 gebaut. Vorher baute die Firma Fahrrädern und erwarb sich einen Namen als Hersteller von besonders sicheren Fahrrädern. Rover baute bis in die 80er Jahre nur Fahrzeuge der gehobenen Mittelklasse. 1966 wurde Rover von Leyland übernommen. Erst mit Kooperation von British Leyland und Honda wurde unter dem Rover Namen auch Kleinwagen verkauft. Leyland wurde 1986 in die Rover Group umbenannt, sämtliche Fahrzeuge ab 1988 nur noch unter dem höherwertigen Namen Rover angeboten. Rover wurde 1994 von BMW übernommen. Nach Managementfehler von BMW stieß BMW Rover wieder ab. 2000 wurde Rover von der Phoenix Gruppe (4 ehemalige Manager) für 10 Pfund übernommen. Aufgrund der schlechten Ausgangslage und dem Fehlen lebenswichtiger Teile der Rover Group (Land Rover, Karosseriefertigung) mußte die neu firmierte MG Rover Gruppe 2005 Insolvenz anmelden. Das Eigentum von MG Rover wurde 2005 von NAC gekauft. NAC fusionierte 2007 mit SAIC. Die Markenrechte ab Rover blieben bei BMW. Daher wird es von SAIC nur noch MG Modelle oder Modelle von bei MG Rover verbliebenen Marken (Wolseley, Austin, Austin-Healey, Morris) geben. SAIC vertreibt modifizierte Rover-Fahrzeuge und Neuentwicklungen unter der an Rover erinnernde Marke Roewe, da SAIC von BMW nicht die Markenrechte am Namen Rover erwerben konnte.  Der Markenname Rover gehört seit 2006 zu Ford, seit 2009 zu Tata.

Standard

Standard wurde 1904 gegründet. Der Name rührt aus der Tatsache, daß alle Fahrzeuge nach einem hohem Standard gebaut werden sollte. 1945 übernahm Standard die bankrotte Firma Triumph, deren Werke im 2. Weltkrieg zerstört wurden. Da die Triumph Modelle erfolgreich waren, wurde die Firma in Standard-Triumph umbenannt. Ab 1964 gab es nur noch Triumph Modelle, der Markenname Standard verschwand, die Produktionsanlagen des letzten Modells wurden nach Indien verkauft, dort wurden diese Modelle als Standard für den indischen Markt lange weiterproduziert.

Triumph

Donald Healey war bis 1939 Geschäftsführer von Triumph und für die Entwicklung teurer Sportwagen (Triumph Monte Carlo, Triumpg Southern Cross) mit V8 Motor verantwortlich. 1945 war Triumph bankrott und die Fabrikanlagen waren zerstört. Standard kaufte die Markenrechte. Standard-Triumph wurde 1961 aufgrund finanzieller Probleme vom Lastwagenhersteller Leyland Motors übernommen und als Leyland-Triumph saniert.

Triumph gehört heute zu BMW. Kürzlich gab es Gerüchte über eine Wiederbelebung der Marke. Diese haben sich jedoch nicht bestätigt.

Vanden Plas

Der Name Vanden Plas stammt vom belgischen Karosseriebauer van den Plas. 1960 wurde für den Rolls-Royce Konkurrenten Austin Princess die Marke Vanden Plas gegründet, da das Londoner Zweitwerk von van den Plas von Austin 1946 übernommen worden war und Austin als Marke nicht zu einem Luxusfahrzeug paßte. Vanden Plas stellte bis 1974 neben dem Luxusmodell auch luxoriöse Varianten von Austin Mittelklassefahrzeugen her. Die Modelle sind heute sehr gefragt und vor allem in Japan extrem beliebt.

Vanden Plas gehört heute zu SAIC, allerdings hat Jaguar die Namensrechte für den nordamerikanischen Markt.

Wolseley

Wolseley wurde 1895 gegründet. 1926 wurde die bankrotte Firma von Morris übernommen, um in Besitz einer modernen Motorenfertigung zu kommen. Die modernen Wolseley Motoren mit obenliegender Nockenwelle und Königswellenantrieb wurden auch in den MG Sport- und Rennwagen verwendet. Als Besonderheit waren alle Wolseley-Modelle mit einem beleuchteten Markenwappen im Kühlergrill ausgestattet. Die britische Polizei fuhr bis Ende der 60er Jahre fast ausschließlich Wolseley-Modelle. Die Wolseley-Produktion wurde 1975 eingestellt.

Wolseley gehört heute zu SAIC.

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Der mit dem Hirsch tanzt…

Nachdem ich im Sommer 2009 die fällige Inspektion mit einer Hirschungsaktion (Auspuffanlage und Federn) verbunden habe, hier mal ein kurzer Erfahrungsbericht:

Optisch ist die Abgasanlage natürlich schon was anderes. Ich mußte mich auch erstmal etwas daran gewöhnen, aber ich finde sie doch recht dezent. Der Klang ist sehr angenehm, kaum hörbar beim Entlangleiten, dafür kann man sie gut beim Gasgeben vernehmen. Für mich die richtige Abstimmung, keine „Ofenrohrakustik“, die bei längeren Fahrten z.B. auf der Autobahn nervt.

Optisch finde ich auch die mit den Hirsch-Federn verbundene Tieferlegung sehr gelungen. Man sieht sie kaum, was mir wichtig war und der minimal zu große Spalt an der Vorderachse zwischen Rad und Kotflügel ist verschwunden, ohne dass es jetzt „prollig tiefergelegt“ aussieht.

Umso mehr spürt man aber das verbesserte Kurvenverhalten. Besonders auf kurvenreichen Landstrassen hat sich das Fahrverhalten doch sehr deutlich verbessert. Gleichzeitig ist immer noch ein sehr guter Federungskomfort vorhanden, der leider auf den hiesigen Straßen innerorts dringend notwendig ist! Das Fahrverhalten bei hohen Geschwindigkeiten fühlt sich ebenfalls deutlich verbessert an. Auch im Urlaub in Italien vertrug sich das neue Fahrwerk mit der italienischen „Straßenlage“ ausgezeichnet.

Also ich kann beides weiterempfehlen. Optik ist natürlich immer Geschmackssache, technisch liegt eine deutliche Verbesserung durch das Hirsch-Fahrwerk vor, die ohne Nachteile erreicht wurde. Insofern bin ich vollstens zufrieden und kann auch mit den nicht gerade billigen Einbaukosten leben. Mag sein, dass andere Hersteller billiger sind, aber bei Hirsch ist man auf jeden Fall auf der sicheren Seite.

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Erste Infos über den neuen SAAB 9-4X

SAAB Deutschland hat jetzt erste Infos zum SUV 9-4X veröffentlicht. Der SAAB 9-4X wurde als Studie bereits 2008 entwickelt und der Öffentlichkeit präsentiert. Die Serienversion wurde auf der diesjährigen Los Angeles Auto Show vorgestellt. SAAB hat dabei ganz überwiegend das Designkonzept der Studie bei der Serienversion beibehalten:

9-4X bei SAAB Deutschland

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Neuerungen im Jahr 2011

Hier mal ein paar Neuerungen für das Modelljahr 2011 bei 9-3II und 9-5II:

Saab 9-3:

  • Neue Dieselmotoren: Nur noch 1.9 TTiD erhältlich mit 130, 160 und 180 PS. Alle mit dem gleichen Normverbrauch: 4,5 Liter/100 km, 119 g/km CO2.
  • Bei allen Motoren (Benzin und Diesel) ca. 10% Co2-Reduzierung.
  • Neuer 2 Liter Benziner (mit Turbo – 163 PS) für Kombi, Limousine und 9-3X, soll wohl 1.8t und 2.0t ersetzen.
  • Neue Typschilder am Heck im 9-5II-Design. Im MY2012 soll dann ein letztes Facelift (innen und außen) erfolgen.

Saab 9-5:

  • Neue Motoren: 2.0 TTiD mit 190 PS, erhältlich als XWD und Frontantrieb. Erster Saab-Diesel mit XWD. 1.6 Turbo mit 180 PS. Neuer 2.0-Liter BioPower-Motor mit 220 PS.

So jetzt fehlt ja nur noch die Start-Stop-Automatik (die eh nicht viel bringt) um die Nörgler beim Verbrauch ruhig zu stellen.

Mal ein kleiner Vergleich:

  • Saab 9-3 1.9TTiD 180 PS, 400Nm, 119g/km CO2
  • BMW 318d 143 PS, 320Nm, 119g/km
  • BMW 320d 184 PS, 380Nm, 125g/km
  • BMW 320d eff.Dyn 163 PS, 380Nm, 109g/km

 

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SAAB Cabriolet Verdeckpflege

Nachdem unser Saab Cabrio jetzt ins fünfte Jahr geht, war Verdeckpflege angesagt. Da der Wagen eigentlich immer in der Tiefgarage steht, gab es keine größeren Verschmutzungen wie Vogelkot oder Moos. Allerdings gab es einige hellere Flecken oder Streifen. Da das Verdeck nie im nassen Zustand geöffnet wurde (also keine Stockflecken) gehe ich davon aus, dass das Verdeck im Verdeckkasten eben aneinanderreibt und etwas Farbe an den Reibestellen verloren hat. Zusätzlich gab es drei minimale Stellen, an denen wohl durch die Reibung schon eine glänze Oberfläche entstanden war.

Insofern war es Zeit, was zu tun. Weiterlesen

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