Saab: Einzelheiten zu den Insolvenzanträgen

Zwischenzeitlich sind Einzelheiten zu den Insolvenzanträgen der Gewerkschaften bekannt geworden. Neben der Gewerkschaft Unionen, die 770 Saab-Mitarbeiter vertritt, hat auch die kleine Gewerkschaft Ledarna mit 122 vertretenen Saab-Büroangestellten, einen Insolvenzantrag gestellt.

Bei der Gewerkschaft Ledarna ist dabei die Entscheidung für einen Insolvenzantrag nicht von den örtlichen Vertretern gefällt worden, sondern von der Zentrale in Stockholm. Dementsprechend war der örtliche Vorsitzende Thomas Haglund nicht zufrieden mit der Entscheidung aus Stockholm. Morgen wird Ledarna eine Mitgliederversammlung in Trollhättan einberufen auf der entschieden werden soll, was mit dem jetzt „von oben“ gestellten Insolvenzantrag geschehen soll. Lederna hofft jetzt, dass Saab die Löhne bezahlen kann, bevor das Insolvenzverfahren vom Amtsgericht eröffnet wird. Üblicherweise kann die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens bis zu drei Wochen dauern.

Für alle Gewerkschaften ist die Lage problematisch. Um eine staatliche Lohnfortzahlung zu erreichen müssen die Gewerkschaften nach Zustellung der Mahnungen bei Saab innerhalb von drei Wochen einen Insolvenzantrag stellen. Ansonsten könnten die staatlichen Leistungen für die Mitglieder verloren gehen. Zwischenzeitlich sind bis zu ca. 10 Tage seit den Mahnungen verstrichen, so dass die Gewerkschaften langsam in Zugzwang kommen.

Interessant ist dabei, dass jede Art der staatlichen Administration ausreichend ist. Sollte der Berufungsantrag auf Rekonstruktion von Saab Erfolg haben, würden damit automatisch die staatlichen Lohngarantien eingreifen. Damit wären die Insolvenzanträge der Gewerkschaften gegenstandslos. Die Gewerkschaften würden diese dann zurücknehmen können.

Es hängt bei Saab also weiterhin alles vom Erfolg des Rekonstruktionsantrags ab. Dieser scheint jetzt aber aufgrund der weiteren Ausarbeitung durch Saab und die neuen vertraglich verbindlich zugesagten Geldmittel von Youngman zumindest deutlich bessere Erfolgsaussichten zu haben. Zwischenzeitlich haben sich auch Youngman und Pang Da schriftlich an das Berufungsgericht gewandt, um die Ernsthaftigkeit ihrer Absichten darzulegen.

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